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Ohrringe oder Piercings selber stechen

 
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man hört ja leider immer wieder von Leuten, die sich Ohrringe mit erhitzten Sicherheitnadeln stechen oder auch gleich Piercings ohne Profi machen.

wärt Ihr so nett, dazu was zu sagen, als Info und Aufklärung für all diejenigen, die derartige Sachen machen wollen?
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 ·  #2
Die Nadel muss ja nicht erhitzt werden. Früher als OP-Bestecke in Wildwestfilmen nicht aus dem UV-Konklaven steril kamen sondern in der Wildnis desinfiziert werden mussten, hat man das Messer oder die Nadel in Whisky getaucht oder oder eben durch Hitze sterilisiert.

Danach kann die Nadel ruhig wieder abgekühlt werden.

Aber ich bin nicht so begeistert davon, jugendlichen Selbstverletzern Unterstützung zu leisten. :(
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 ·  #3
Es mag ja sein, dass solche selbstgestochenen Ohrlöcher/Piercings besonders cool sind, weil man etwas zu erzählen hat, was einem eine etwas verruchte, abenteuerlustige Aura verleiht....
ABER: die Gefahr, dass sich so eine unfachgemäß beigebrachte Wunde irgendwie infiziert ist doch ungleich höher als wenn ein Fachmann mit sterilem Zeug zu Werke geht! Und wer möchte schon- im schlimmsten Fall- eine Blutvergiftung?

Außerdem werden solche Ohrlöcher oft schief und in der falschen Höhe so dass man später immer Probleme hat gut sitzende Ohrstecker zu finden. Also auch im Sinne der Schönheit: Finger weg von solchen Selbstversuchen. Wäre zumindest mein Rat.

Es gibt genügend Möglichkeiten, sich beim Piercer/Juwelier/Goldschmied kostengünstig und fachmännisch Ohrlöcher stechen zu lassen.
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 ·  #4
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 ·  #10
in meinen wilden Zeiten (die sind vorbei!!!) das Industrial (Stab im Ohr), diverse Ohrlöcher und n Piercing im Lippenbändchen (was zum Glück wieder weg ist - sah ja grausam aus!)...
heutzutage bin ich fast zu feige das von Fachpersonal machen zu lassen und damals war ich total schmerzfrei bei solchen Angelegenheiten...und dämlich.
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 ·  #11
danke erstmal für alle Eure Antworten auf meine Frage

@Menglöd
wärst Du so nett, ausführlich zu erzählen, warum Du das damals gemacht hast und warum Du das heute nicht mehr machen würdest?
mir gehts nicht drum, Dich vorzuführen oder so. ich finds gut, dass Du das hier erzählt hast. Und da Du da ja Erfahrungen dazu hast, ist das für Leute, die ähnliche Sachen vorhaben, vielleicht gut zu wissen.
ich mach mir hin und wieder Gedanken über die Leute, die hier mitlesen. Da sind ja sicher auch Minderjährige dabei, die vielleicht ähnliche Ideen haben. Verhindern kann man das zwar nicht, dass die derartige Sachen machen, aber vielleicht können wir mit diesem Thread hier den einen oder anderen Leser dazu bringen, sich zum Profi zu begeben und nicht allein rumzuexperimentieren.
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 ·  #12
Ehhheeem...
also es hat sich folgendermaßen zugetragen *aushol*

Ich wollte mehr Ohrlöcher, meine Mutter wollte das allerdings nicht. Da ich mit 13 oder 14 noch nicht alt genug war, um einfach in einen Juwelierladen zu gehen und mir die ohne Einverständniserklärung machen zu lassen, habe ich es eben selber gemacht. Mit offenen Haaren hatte ich sie damals dann auch so lange, bis es abgeheilt war (ich hätte sie dann also auch wieder raus und reinmachen können, wie ich lustig war).

Den Stab habe ich mir dann mit 16 gestochen, weil es beim Piercer 70€ kosten sollte (was auch gerechtfertigt ist!!!), ich aber nur 70€ Taschengeld im ganzen Monat hatte und ich wollte es SOFORT. Braunüle war da billiger...

Das dämliche Lippenbändchen habe ich mir dann nur aus Spaß gemacht, weils ja mit den Ohren auch geklappt hat...

Ich kann leider nicht mit erhobenem Zeigefinger die heutige Jugend ermahnen, das nicht zu tun, denn bei mir ist es ohne Komplikationen von dannen gegangen...klar - es ist ein unkalkulierbares Risiko und ich rate heute jedem davon ab, aber es hat funktioniert.
Damals hab ich jedem dazu geraten und einige habens auch gemacht und es ist nix passiert.

Uuuuuund ich habe jetzt einen Kumpel, der zwei Stäbe in den Ohren hat - beide vom Piercer gestochen und beide sehen ungesund aus. Die Löcher sind ja nun im Knopel und quasi alle vier wölben sind nach außen und haben damit irgendwelche ungesunden Zubildungen...meine nicht 8)

Trotzdem: Fachmann ist da wichtig und eigentlich auch nötig! (kann die Geldnot aber in dem Alter auch verstehen!)

Edit: damals habe ich mir einfach über mögliche Risiken, wie Entzündungen ect. keine Gedanken gemacht - frei nach "wird schon werden" (ist es ja auch, trotzdem nicht gut, dass ich´s auf die leichte Schulter genommen habe)
Damals war ich einfach auch nicht so schmerzempfindlich wie heute. Wenn ich das unbedingt haben wollte/musste, dann waren mir die Schmerzen egal. Heute bin ich eher feige und überlege viel länger - was ja nicht unbedingt schlecht ist! (ich leide zB immer noch, weil ich mir vor 2 Wochen eine volle Deoflasche auf den großen Zeh geworfen habe. Ich merk das immer noch)
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 ·  #13
danke für Deine ausführliche Antwort, Menglöd. Schön, dass das bei Dir ohne Komplikationen abging, aber ich finds richtig gut, dass Du auf die nötige Ausführung durch den Fachmann hinweist.
Wenn ich das mal so sagen darf, bei Dir merkt man an der Erzählung sehr deutlich, dass Du einen großen Entwicklungssprung hingelegt hast. Manche Leute werden ja diesbezüglich nie erwachsen.
Gute Besserung für Deinen Zeh.


Für mich persönlich wäre das nie in Frage gekommen, mir da in Eigenregie Piercings zuzulegen. Das kommt einfach daher, weil ich als Kind Ohrringe bzw. Ohrlöcher bekommen habe, die damals noch - ich glaube - geschossen wurden. Das hat ewig gedauert, bis es abgeheilt ist.

Soweit ich das beurteilen kann, ist der Stichkanal am rechten Ohr irgendwie schief, es kann sein, dass der Mann da zwei Mal gesetzt hat oder irgendwie leicht verrutscht ist oder schräg angesetzt hat, aber sicher bin ich mir da nicht mehr. Und der links ist auch nicht ganz astrein. Jedenfalls ist das immer total doof, wenn ich Ohrringe tragen will, weil das eine elende Fummelei ist. Da muss ich dann vorne am Ohrläppchen mit reinstecken probieren und wenn das mal wieder nicht geht und das tut es prinzipiell beim ersten Mal nicht, dann versuch ich den Ohrstecker erst mal von hinterm Ohrläppchen durchzustecken und dann muss man den Widerstand da drin überwinden und irgendwann gehts dann. Und wenn ich irgendwie im falschen Winkel reingehe, dann kommt einem die Spitze an einem Teil des Ohrläppchens entgegen, wo überhaupt kein Ohrloch ist, aber man kann die Spitze halt drin fühlen, dann muss man wieder raus bzw. Richtungskorrektur machen und den richtigen Stichkanal suchen.

Und wenn die Ohrringe dann drin sind, dann schwellen die Ohrläppchen an, wegen der ganzen Drückerei. Wenn ich dann öfter Ohrringe trage, dann wirds etwas besser, aber das mit dem Anschwellen und der Empfindlichkeit der Ohrläppchen hört irgendwie nicht so ganz auf.
Das endet dann meistens damit, dass ich die ganzen Ohrringe wieder in die Schatulle packe und weg damit.

Ich hab mir überlegt, ob man diese zwei alten Ohrlöcher neu stechen könnte, also einfach nur dafür sorgen, dass ich vernünftig Ohrringe tragen kann, ich will ja keine zusätzlichen Ohrlöcher, bloß die zwei, die schon da sind, ohne Probleme nutzen können.

Also, eben, ich weiß nicht, ob mein Interesse an zusätzlichen Ohrlöchern oder Piercings in meiner Jugend ausgeprägter gewesen wäre, wenn das mit den Ohrringen besser geklappt hätte. Aber, wie man wohl nachvollziehen kann, hatte ich absolut keine Lust, mir weitere "Problemfälle" in Eigenregie oder auch vom Profi zuzulegen.
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 ·  #14
Hallo Redaktion,
für dein Problem würde ich dir folgende Vorgehensweise empfehlen:
1.)Besorg dir Creolen, die kannst du gut über Nacht drin lassen. Da ist es auch egal, ob sie von hinten oder von vorne eingehängt sind. Lass diese 2-4 Wochen durchgehend drin. Diese sollten aber einen (möglichst geraden) Bügel von mind. 0,9 oder 1mm haben, nicht diese ultradünnen Bügel.
2.)Wenn du dich an diese gewöhnt hast lass dir z.B. hier von einem GS Creolen mit geradem Bügel von 1,2 mm anfertigen und tausche die direkt gegen die vorigen aus. Nachdem du diese wieder einige Wochen getragen hast sollte es auch mit anderen Ohrringen keine Probleme mehr geben, zumindest wenn du oft Ohrringe trägst, für die nächten Jahre.
Heb dir die mit den dicken Bügeln auf, für gelegentliches Nachkurieren.
Redaktion
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 ·  #15
hallo Silberfrau,
danke für Deine Tipps :)

Wenn ich das also richtig verstanden habe, geht es darum, den Stichkanal mit etwas dickeren, aber geraden Bügeln aufzudehnen und dadurch einen brauchbaren Stichkanal zu erzielen und mir dadurch das Neustechen zu ersparen?
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