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Hobbyschleifer: Das Polieren von Edelsteinen

 
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 ·  #1
Zitat geschrieben von Michael Pfister
Zum Thema Polieren sollte man aber mal einen extra thread aufmachen wo alle Schleifer mal ihre Methoden preisgeben.

Michael hatte eine gute Idee und es wäre schön, wenn sich die Schleifer hier im Forum zwecks der Polierung austauschen würden. Das Thema wurde im letzten Thread angesprochen und ich übernehme hierzu das letzte posting:
Zitat geschrieben von Michael Pfister
Ich experimentiere da auch noch sehr viel. Bislang poliere ich immer noch das meiste mit Oxyden und nur wenig mit Diamant.

Quarz ist nicht gleich Quarz meiner Erfahrung nach. Manchmal polieren sie gut auf Zinn mit Ceriumoxyd, manchmal nehme ich die Darkside von Gearloose, ebenfalls mit Ce-oxyd.
Gerade bei Rauchquarzen habe ich oft Probleme, last resort ist dann ein Spectralap - eine CeO beschichtete Folie die auf ein Masterlap aufgelegt wird. Gibt leicht gerundete Kanten, aber poliert gut.
Ich habe mir gerade eine "Lastlap" aus USA kommen lassen, die ich mit Diamantsuspensionen probieren möchte, wird aber noch eine Weile dauern, bis ich dazu komme. Benutzt das jemand aus dem Forum? Ich wäre um jeden Tip froh :)
Quarze poliere ich immer mit Nubond Scheiben vor, 1200 und 600 grit. Eine möglichst perfekte Vorpolitur ist das A und O.

Granat und Topas poliere ich mit Al-Oxyd auf Zinn, Vorpoliert wird mit 8000er Diamant auf einer Batt-Lap. Easy.
Topas ist ein klasse Anfängerstein. Wenn man die Spaltebene richtig legt gibts keine Probleme. Ich habe gerade einen fast farblosen im "Squilliant" design von Marco Voltolini geschliffen. Dafür das die Kosten für so einen Stein nur wenige Euro betragen macht der echt was her :D

http://www.gemologyproject.com…Squilliant


Michael, möchtest Du noch etwas dazu ergänzen?

Viel Spaß beim Diskutieren!
Schmuck & Uhren kaufen
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 ·  #2
Für mich ein ganz spannendes Thema, bei dem man wohl nie wirklich auslernt.

Da ich natürliche Schmucksteine – meist Quarz und Feldspat – nach wie vor manuell auf der Glasscheibe schleife, mache ich die Politur entsprechend auch manuell. Auf Eichenholzplatten und mit Ceroxid habe ich die besten Ergebnisse. Mit ganz wenig Wasser!

Allerdings habe ich z.B. gerade einen Aventurin mit herrlich grüner Farbe, der so sehr porös ist, dass sich nach dem Schleifen mit 1000er Körnung immer noch das Ceroxid nach dem Polieren deutlich sichtbar in den Poren absetzt. Auch z.B. bei Chrysopras mit Matrixgestein sind immer noch winzig kleine Hohlräume nach dem Schleifen vorhanden.

Ich habe schon mit Versiegelung durch Wasserglaslösung experimentiert, aber leider auch noch nicht mit befriedigendem Ergebnis. Nun werde ich mir als nächstes Nassschleifpapier mit höherer Feinheit (1200er, 1500er und 2000er Körnung) besorgen. Mal schauen, ob das die Vorpolitur verbessert.
Redaktion
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 ·  #3
@steinfroilein,

Wenn Du aus anderen Threads in einem neuen Thread zitierst
solltest Du über Kreuz verlinken.

das heißt, im neuen Thread einen Link zum alten Thread
UND zusätzlich
im alten Thread einen Hinweis samt Link auf den neuen Thread

ansonsten geht der neue Thread eventuell unter.
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 ·  #4
Aber klar doch, mache ich doch gerne. 😉

Das Zitat stammt aus dem Thread Rohsteine Einkauf: http://www.goettgen.de/schmuck…403#133403

Wer hat noch Tipps und Tricks für das Polieren auf Lager? Wäre toll, wenn die Hobbyschleifer hier alles bündelt könnten, dann kann man auf Bedarf leichter in den einzelnen Threads suchen (und findet auch schneller)....
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 ·  #5
Zitat geschrieben von steinfroilein

Wer hat noch Tipps und Tricks für das Polieren auf Lager? Wäre toll, wenn die Hobbyschleifer hier alles bündelt könnten, dann kann man auf Bedarf leichter in den einzelnen Threads suchen (und findet auch schneller)....


Im amerikanischen Forum "Gemology Online" gibt es ja den thread "Off the Dop". Dort stellen die Schleifer ihr letzten Projekte vor.
Mein Vorschlag für den thread hier wäre evtl. eine Kombination - ein Bild vom Stein und eine kurze Beschreibung des Arbeitsablaufes.

Ich würde mir das etwa so vorstellen:

Den Zirkon auf dem Bild habe ich mit einer 600er Scheibe geschliffen, auf einem Battlap mit 8k Battstick vorpoliert und auf einer Zinnscheibe mit Aluminium-Oxyd poliert. Die Farbe ist in natura leicht blasser als auf dem Foto.
Das Schliffdiagramm ist das "SRB 6-fold Symentry, Split Cown Mains" von der USFG website.
http://www.usfacetersguild.org/gem_designs/srb_variations

Sinnvoll ist so ein thread natürlich nur, wenn sich möglichst viele Schleifer beteiligen :)
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Titel: zircon_2.jpg
Information: Zirkon - Mosambik - 1,8 ct - ca. 7mm
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 ·  #6
Meine Beteiligung wird erstmal aufmerksames Zuschauen sein, da meine erste richtige Politur noch bevorsteht: Bergkristall Politur auf Zinnblei mit Ceroxyd ( Vorschliff 1000 Sic - Schliff ist ein '8x8 Very Simple Jack' :-)
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 ·  #7
Wenn wir hier voneinander lernen wollen, dann wäre es natürlich wünschenswert, wenn möglichst viele Schleifer ihre Projekte vorstellen, erzählen wo die Probleme lagen, bzw. mitteilen was gut funktioniert hat.

Mitdiskutieren wäre also imho besser als "aufmerksames Zuschauen".. 8)

Was für eine Maschine benutzt du, Manam?

Nordlicht, was für Formen schleifst du?
Cabochons, Scheiben, Facettensteine?
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 ·  #8
Der stoanarrische Uhu meldet sich sicherlich auch noch zu Wort. Momentan ist sein PC verschieden und seine Daten sind allesamt verblichen. 😉 Aber er steigt demnächst wie Phönix aus der Asche.... :P

Mein Mann selber hat sich ja nur auf diese Winter-Maschine mit Walze und Kammdop spezialisiert (facettierte Steine 1,00-3,00mm) und das ist eine ganz andere Materie als bei den Hobbyschleifern hier im Forum. Auch arbeiteten wir teils mit einer Polierpaste, die nur über Vitamin B bei einem früheren Arbeitgeber erhältlich war.

Wie seht ihr das eigentlich? Zuviel von Poliermittel ist zwar gutgemeint, gibt aber letztendlich nur Polierstreifen. Weniger Einsatz von Poliermittel heißt die Devise und Polierstreifen bleiben aus. Schon mal ausprobiert?

Oder wie rückt ihr eventuellen Polierstreifen zu Leibe?
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 ·  #9
Hallo Schleifer,

ich kan Manam verstehen. Es fällt natürlich schwer etwas zu berichten, wenn man selber mit seinen Ergebnissen nicht zufrieden ist. Am besten komme ich bisher mit Plexiglas 'Scheiben zurecht, die aufgeraut sind. Darauf Ceroxid bei Quarz. Bei Granat arbeite ich mit 1 my Diamantpaste. Die funktioniert gut auf alten aufgerauten CDs. Immer mit etwas Wasser dazu.

Mit meiner Zinnbleischeibe hab ich mich noch nicht anfreunden können.

Michael so Bezeichnungen, wie Battlap finden sich auch zuhauf in den amerikanische Foren. Da das Handelsnamen sind, lässt sich schwer erfassen, was das eigentlich ist. In den USA scheinen die Schleifer viel Geld für unterschiedliche teure Spezialscheiben auszugeben. Da kann und will ich nicht mitspielen.

Bisher hab ich immer mit einer 3.000er Scheibe vorpoliert. Da die eine Macke hat, bin ich von 1200 gleich zum Polieren gegangen. Geht meist auch ist aber mühsamer. Vorteil ein Scheibenwechsel weniger, der wieder etwas durcheinanderbringen kann aber eben noch Kratzer herauszupolieren, die gröber sind.

Im Moment warte ich auf neue Plexischeiben um mal Uhus Diamantspraymischung auszuprobieren.

@ Nordlicht besorg dir mal Handrutscher mit 1.500 und 3.000. Du wirst dich wundern, wie viel besser die Klunker damit werden.

Frohes Schleifen

Cap
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 ·  #10
Ob ich ein Foto einstelle weiss ich noch nicht ... zur Zeit sieht alles noch ein bischen 'mundgeklöppelt' aus - z.B. fand ich es schon ziemlich schwer alle Facetten gleich gross zu bekommen. Ab und zu glich die Rondiste einer Berg- und Talbahn - aber ich bleib' dran.

Machine:
http://www.homberg-und-brusius.de/facettieren-bzw.html

Kopf:
HAMAG XV NOVA ( analog :-)))
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 ·  #11
@ Cap
Danke Cap, dass Du mir bestätigst, dass eine hohe Schleif-Körnung vor der Politur absolut sinnvoll ist. Die Adresse von dem Bildhau-Zubehör-Laden mit entsprechendem Schleifpapier bzw. Rutscher kam ja auch von Dir.

@ Michael Pfister

Ich schleife Freiformen nach Phantasie, Lust und Laune, was der Rohstein hergibt oder auch mal ein Oval oder Quadrat nach Schablone. In meinem nächsten Leben, wenn ich mit Taschen voller Geld auf die Welt komme, werde ich mir alle möglichen Schleifmaschinen kaufen. 8)
Solange behalte ich als absoluter Amateur den Spass am Handschleifen.

Sehr schön, dass dieses Thema doch noch ein bißchen warm läuft.
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Titel: Aventurin.jpg
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 ·  #12
Zitat geschrieben von steinfroilein

Wie seht ihr das eigentlich? Zuviel von Poliermittel ist zwar gutgemeint, gibt aber letztendlich nur Polierstreifen. Weniger Einsatz von Poliermittel heißt die Devise und Polierstreifen bleiben aus. Schon mal ausprobiert?

Oder wie rückt ihr eventuellen Polierstreifen zu Leibe?


Bei Diamant nehme ich nur sehr wenig, sonst gibts sofort Kratzer.
Bei den Oxyden hängt es ein wenig vom Stein ab, meistens mische ich das Pulver mit dest. Wasser zu einer milchigen Konsistenz und gebe dann mit einer Sprühflasche sparsam Wasser dazu. Das Ganze bei langsamer Geschwindigkeit mit relativ wenig Druck.
Bei Topas funktioniert die wässrige Lösung nach meiner Erfahrung nicht so gut, da mische ich eher dickflüssig an.

@Cap: In USA gibt es natürlich einen viel größeren Markt für Schleif- und Polierscheiben. Jedes Jahr kommen neue Scheiben auf den Markt, die muß man sicher nicht alle kaufen - ich habe ein paar Polierscheiben gekauft und probiert. Manche würde ich wieder kaufen, z.B. die Batt-Lap. Andere nicht, z.B. die Darkside...

Dafür wäre ja dieser thread ideal - sich auszutauschen was funktioniert und was nicht.

Plexiglas und CDs habe ich probiert, mag ich aber nicht mehr verwenden, da die Kanten doch arg gerundet werden.

@Manam: Ein Foto muß ja nicht sein - Deine Erfahrungen fände ich trotzdem interessant.

@Nordlicht: Der Aventurin ist klasse! Wie groß ist der Stein?
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 ·  #13
Es ist vollbracht ! Das Unterteil habe ich auf der Zinnbleischeibe
mit Ceroxyd poliert. Bis auf ein winziges kleines Löchlein hat es
auch keine Probleme gegeben und nun funkelt es. Stein immer wieder,
zur Kontrolle, mit einem sauberen feuchten Läppchen und danach mit
einem trockenen Baumwolltaschentuch abgewischt. Facette für Facette.

Jetzt frage ich mich, ob die radialen Einritzungen auf der Zinnblei
vor jedem Polieren erneuert werden müssen, oder erst nach ein paar
Steinen. Diese Rillen ( ich habe circa 2 Dutzend ) scheinen ja
ziemlich schnell wieder zu verschwinden ?

Druck habe ich wenig gemacht, die Geschwindigkeit sehr langsam - bin
ja Hobbyschleifer und habe Zeit ...
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 ·  #14
Die Politur ist ja sozusagen der Feinschliff. Die Facetten sollten sauber sitzen, die Spitzen ordentlich aufeinanderzulaufen (sagt man da nicht auch meet-point dazu?), Polierstreifen sollten nicht zu sehen sein und die Rondiste sollte auch gleichlaufend sein und keine Berg- und Talbahn aufweisen. Von daher finde ich den Arbeitsgang des Polierschleifens am Wichtigsten.

Wie Michael schon anmerkte, wenig Druck ist sinnvoll. Lieber öfters wenn nötig auf die Polier fahren als einmal mit zuviel Druck.

Dieses Problem hat man beispielsweise bei kleinen Steinen unter 3mm, noch gravierender zeigt es sich am 1,00mm. Zuviel an Druck und flutsch, geht Material ab. Dann wird der Stein automatisch erst flacher und dann, wenn man erneut nachschleifen muß, weil es in die Rondiste geht, auch kleiner....
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 ·  #15
Moin zusammen,

was beeinflußt, ob eine Facette runder wird, oder nicht ? Meine sind bestimmt eher rund auch wenn ich dafür noch kein Auge habe. Müßte es nicht mit jeder planen Scheibe gelingen scharfe Kanten zu haben.
Ich hab da eher daß Problem, daß zwischen den Scheiben immer igendwie ein Unterschied ist. Vor dem Polieren lass ich die Feinstellung in Ruhe und drehe lieber noch eine Ehrenrunde. Trotzdem kommen die Facetten beim Polieren fast nie genau plan auf und ich justiere dann etwas nach bei jeder Facette.

Druck: Beim Schleifen eher weniger, beim Polieren dann aber durchaus mehr ist bisher meine Erfahrung.

Gruß
Cap
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