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Frage an die Mokume Gane Experten

 
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 ·  #1
Hallo zusammen,

ich lese seit längerem alles was ich so zum Mokume Gane finde und habe es endlich geschafft meinen ersten Verschweißversuch zu starten. Dafür habe ich 6 Lagen Kupfer und 5 Lagen Neusilber verwendet. Leider scheint mein Aufbau etwas zu massviev gewesen zu sein so dass ich nach fast einer Stunde den Block immernoch nicht am glühen hatte. Dann musste ich das ganze leider abbrechen. Leider ist der Block jetzt schon so fest verbunden, dass ich die Lagen nicht mehr getrennt kriege. Nun zu meiner Frage: Macht es sinn den Block nochmal ohne die Halterung richtig zu glühen um die Lagen zu verschweißen oder wird das jetzt nichts mehr geben?

Gruß,

Mokume Fan
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 ·  #2
ernsthafte Gegenfrage:
was spricht nach 1 h vergeblichem Glühen dagegen, mal eben 5..10min ohne das Eisengedöns draufzuhalten und zu schauen, obs geklappt hat?
war das beim ersten Versuch in Folie eingepackt? wenn nicht, dürfte jetzt alles hoffnungslos oxidiert sein
da muß ne stärkere Flamme her
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 ·  #3
Ich befürchte dass ich es ich erst nach im späteren Verlauf sehen werde ob es was geworden ist oder nicht, bzw wahrscheinlich frühstens beim tordieren und ich dachte ich checke erst mal wie meine Chancen stehen aber dann werde ich mich wahrscheinlich wieder mit der Säge hinsetzen und neue Lagen sägen. DANKE!
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 ·  #4
aso der Block war nicht in einem Beutel und das Stahl geraffel bestand aus zwei 10mm Platten das war wohl zu viel :(
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 ·  #5
wichtig ist das du sauerstoffreduziert arbeitest. Also bei einem Brenner mit o2 gelbe Flamme einstellen
bei einem normalem Propanbrenner kannst du das Paket in einen kleinen Ofen aus Lötziegeln legen und mit einfacher Holzkohle auffüllen die entzieht den meisten Sauerstoff.
Den Ofen so bauen das nur ein kleineres Loch für die Flamme bleibt so wird die meiste Hitze im Ofen gehalten und die Athmosphäre stimmt auch.

Wenn der Block zu groß ist würde ich Ihn in der Mitte durchsägen und nochmal einen Schweißversuch machen. Wenns nicht klappt hast du ja noch nicht viel verloren bei der Materialwahl
Versuch macht kluch und der ein oder andere Barren geht immer mal daneben
Ps bin auch grad dabei neue Mokume Ringe zu machen Silber/Palladium
lg
chris
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 ·  #6
Danke für den Tip! werde den Block nochmal glühen und mir einfach mal anschauen wie er dann aussieht, wenn ich ihn was angefeilt habe. War ja als Versuch gedacht, desshalb diese günstigen Bleche. Mein Ziel ist es wenn ich es ein zwei mal ordentlich hinbekommen habe mit Cu dann auch auf Silber Palladium gehen, dafür muss ich aber erst noch üben üben üben, macht aber ja Spaß (Außer der endlos Sägerei der einzellagen ;) ) Ist Silber Palladium anders/leichter/schwer Zuverarbeiten?
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 ·  #7
ja so hab ich dach auch gemacht erst bronze/ silber dann cu /silber etliche versuche und jetzt silber palladium
der Palladiumbarren ist etwas zäher zu schmieden als die anderen die ich bisher unterm Hammer hatte.
Ansonsten aber gut zu verarbeiten.
Vom Verschweißen her heißer als silber kupfer
Noch ein Tip zum schmieden achte auf den Ton wenn der heller wird glühen.
lg
chris
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 ·  #8
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 ·  #9
So jetzt auch angemeldet :lol: ich habe gerde mal versucht den Block nochmal zu glühen und wie erwartet erfolglos. Der Block ist aus einander gefallen. In den nächsten Tagen werde ich wieder Sägen und es dann nochmal versuchen. Aso ohne die Stahl halterung hat alles nach ein paar Minuzen schon geglüht. Wie kann man die richtige Temperatur am besten sehen ich hatte ein helleres leuchten zwischen den Schichten gesehen und dass als den richtigen Punkt interpretiert bin mir aber nicht sicher ob das richtig war.
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 ·  #10
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 ·  #11
Wenn du siehst, dass zwischen den Schichten eine Art "Schweißtropfen" austreten ist es genug erhitzt.
Da sowohl Kupfer als auch Neusilber sehr oxydieren, versuche es ruhig mit stark verdünntem Flussmittel zwischen den Schichten. Wenn die Bleche plan sind drückt es das beim Schweißprozess raus.
Und mach deinen nächsten versuch mit einer größeren Flamme/ stärkerem Brenner
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 ·  #12
Hallo,

erst einmal vielen Dank für die ganzen Antworten und Hilfestellungen. Ich habe nochmal versucht einen kleinen Block, ohne meinen Halter, nur mit Draht fixiert zu verschweißen. Der Block bestand aus 11 Lagen mit jeweils 1mm und war 25mm lang und 10mm breit also wirklich nur ein sehr kleiner Testblock. Diesen habe ich in einen aus mehreren Pflastersteinen bestehenden kleinen Ofen gestellt und versucht mit einem Handelsüblichen Propan/Butan Brenner (so einer zum aufschrauben auf die länglichen Flaschen) zu verschweißen. Es ist mir dieses mal zwar gelungen den Block zum Glühen zu bringen aber nur bis in einen hell orangen Bereich, heißer ist er nicht geworden und somit auch nicht zwischen den Lagen verschmolzen. Jetzt habe ich bemerkt, dass die Pflastersteine offenbar innen feucht sind, ich habe unter den Steinen Feuchtigkeit auf der Unterlage gehabt nach dem erhitzen. Kann es sein dass diese Feuchtigkeit das Problem ist und nicht die Leistung des Brenners?
Die Lösung mit der Kohle im Ofen werde ich das nächste Mal mit testen, sobald ich mein Temperaturproblem im Griff habe.

Gruß!
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 ·  #13
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 ·  #14
Zitat geschrieben von Mokume Fan

[..]
Der Block bestand aus 11 Lagen mit jeweils 1mm und war 25mm lang und 10mm breit
[..]
Es ist mir dieses mal zwar gelungen den Block zum Glühen zu bringen aber nur bis in einen hell orangen Bereich, heißer ist er nicht geworden und somit auch nicht zwischen den Lagen verschmolzen.
[..]


Ich habe erst einen Verschweißversuch unternommen. Verschweißen ging, mit einer einfachen Baumarkt-Lötlampe und gut geschlossenem Ziegel"ofen". Bei mir war das Problem, dass meine Stahlhalterung bzw Zwinge viel zu massiv war (dadurch hat es zu lange gedauert, Block unbrauchbar). Bei dem rel. kleinen Block könnte das auch bei dir ein Problem sein?

Wenn man lange genug sucht, findet man alle möglichen Aufbauten, vom temperaturgeregelten Ofen zu Stahlkonstruktionen bis zu "kleine Stahlbleche und Bindedraht". Das nächste Mal versuche ich es minimalistisch ;-)

Als Anfänger mit bescheidener Ausrüstung kann ich zumindest bestätigen, dass eine 20€ Lötlampe durchaus 60g Silber zum schmelzen bringt.

Manuel
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 ·  #15
@ Heinrich Butschal:

Danke für den Hinweis mit dem YTong werde mir die Tage mal einen besorgen und daraus nen "Ofen" bauen.

@ Manuel_M:

Mein erster Versuch war zwischen zwei Stahlplatten die jeweils 10mm dick waren das war definitiv zu viel, habe jetzt gemerkt, dass die Minimallösung einfach mit Draht auch sehr gut hält und man wesentlich einfacher verhindern kann dass die einzelnen Bleche beim fixieren verrutschen, werde also beim Draht bleiben.
Wie gesagt, mit dem Draht habe ich es zumindest zu glühen gebracht, ich vermute dass das verdampfende Wasser in den Steinen eine wunderbare Kühlung ist da viel Energie durch das Verdampfen aufgenommen wird, das wird wohl das Problem sein. Sobald ich es mit dem YTong versucht habe werde ich wieder ein Feedback geben.

Gruß!
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