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Fassen von Edelsteinen und Schmucksteinen

 
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 ·  #16
Habe ich neulich mal in einem anderen Thread hier im Forum gelesen; deswegen habe ich es ja auch nochmals aufgegriffen. 😉
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 ·  #17
Freaks Spiegelfassung und Brillenfassung sagt mir auf Anhieb auch nichts.... Sylvia, weißt Du da mehr drüber?

Spiegelfassung
habe ich aus 'Praktikum Goldschmieden, Band 3'. Dort ist es eine Zargenfassung (aus Ovaldraht) für einen facetierten Stein, soll die Leuchtkraft des Steins verstärken. Das Foto dort gefällt mir sehr, aber - wie üblich in dieser Reihe - wird die Beschreibung dürftig wenn es ans Eingemachte geht, nämlich die Steinauflage. Ob die eingefräst wird und wie dann der Fassungsrand trotzdem so schön gewölbt aussieht.. ?
Jetzt habe ich aber schnell noch bei
http://www.beyars.com/kunstlexikon/lexikon_8488.html
geschaut, und dort ist anderes beschrieben - Hochglanz-polierte Flächen zwischen Körnern oder bei Krappen. Diese Versionen verwundern mich allerdings, weil ich das sowieso als gegeben angenommen hätte.

Brillenfassung
ist für mich wenn ein Stein nur an der Rondiste mittels eines Metallstreifens gefasst wird. Die ist nicht gelötet, sondern dann - normaler Weise oben - zusammengenietet oder durch eine Öse zusammengehalten. Der Stein ist also beidseitig frei, wie ein Brillenglas mit Rahmen. Gibt wohl Synonyme dafür.

LG Sylvia
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 ·  #18
Carreau-Fassung, Fadenfassung, Biseau-Fassung und abgedeckte und eingelassene Fassung gibt es auch noch; neulich in einem alten Buch entdeckt...

Oder sind das nur "alte Begriffe" für bereits erklärte Fassarten?

Die Biseau-Fassung wird z. Bsp. als breites flaches Metallband um den glatten, steilrandigen Stein erklärt, demnach sind da wohl Cabochons gemeint?
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 ·  #19
Invisible Setting habe ich an und ab mal zur Reparatur,weil halt doch ein Stein rausgefallen war....gruselig, meist passe ich, die Ersatzsteine passen nie...meine Fassererfahrung.
Ansonsten ein Kompliment an für die perfekte Beschreibung der Fassarten an Ulrich!

Die Brillenfassung ist ein Runddrahtzarge in die der Stein eingefasst wird, meist sehr zart gearbeitet.

In einer Spiegelfassung wird der Stein mit Körnern oder Spänen im Material gehalten ,die Flächen dazwischen werden hochglanzgeschnitten. Wie z.B. der Glanzschnitt um einen glatt gefassten Stein nur sehr breit mit dem Flachstichel geschnitten.

Liebe Grüße,Steffi
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 ·  #20
Noch ein Foto zur Brillenfassung?
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 ·  #21
Das Prinzip Brillenfassung, wird auf diesem Bild deutlich.

Die Biseau-Fassung ist im Prinzip eine geschlossene Zargenfassung. Allerdings ist der Zargenrand mehrere Millimeter breit und abgeschrägt. Der umlaufende Fassungsrand, also die Fläche, muss absolut plan gehalten werden, was manchmal fast unmöglich ist. Zu finden sind derartige Fassungen bei guten Herrenringen mit Steinplatten, auch bei Cabouchon-Fassungen. Fassettierte Steine findet man sehr selten in dieser Fassart, wohl auch dehalb, weil diese Arbeit mit zu den schwierigsten überhaupt gehört.

Eine optische Nachahmung waren die so gen. Spiegelrand-Ringe aus den 50-zigern und 60-zigern. Bei ihnen wurde der Rand aus Blech gestaltet und die Steinfassung mit einer Zarge realisiert. Auf den ersten Blich war das sehr ähnlich. Allerdings standen die Steine durch die Zargenfassung über dem Spiegelrand, was bei einer Biseau-Fsg. nicht der Fall war.

Biseau-Fassungen bestanden meist aus einem dicken Vierkantprofil, in welches der Steinsitz eingestochen, oder gefräst wurde.
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 ·  #22
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 ·  #23
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 ·  #24
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 ·  #25
Auf Wunsch von Steinfroilein stelle ich hier noch eine fehlende Fasstechnik ein.
Sie nennt sich Fish-Tail und gehört zu den Verschnittfassungen.sie hat den Namen,da das Muster den Heckflossen von Fischen ähnelt.
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 ·  #26
Toll, daß all die verschiedenen Fass-Techniken hier zusammengebündelt vorgestellt werden. 😉
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 ·  #27
Wenn sich ein Band mit vielen kleinen weißen Glitzersteinchen um einen größeren Mittelstein, häufig ein Cabochon oder auch ein unregelmäßiges Cabochon herumzieht, so wie es heute allerorts Mode ist, wie nennt man das dann? Ist das noch eine Karmoisierung oder eine Entourage oder was?
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 ·  #28
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 ·  #29
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 ·  #30
Ich assoziier das immer mit klein und kuschelig, nicht Bandförmig.
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