Goldschmiedeforum
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Lieblingsarbeit

 
Marcus
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Marcus

 ·  #16
Auf den "Mix" kommt es an. Wie oft bekommt man schon holhe ketten? In meinem Fall äusserst selten.

und die paar wenigen dann auch zum Pauschalpreis, ja :) Wer das eine will, muss das andere mögen...

Aber es gab auch schon spezialisten, die mir nur aussortierte Reparaturen "übrig gelassen" haben. Dort musste ich dann nach einem Monat auch sagen, das mein Angebot auf "fair Play" basiert und er sich ab sofort einen anderen Goldschmied suchen kann.

Wo liegt das Problem bei Schlangenketten?

Gruss Marcus
Tilo
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Tilo

 ·  #17
daß sie an der Stelle unvermeidbar ein wenig steif werden
du glücklicher, daß du eher nur in Ausnahmefällen mit dem hohlen 333er Unrat belästigt wirst
Marcus
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Marcus

 ·  #18
Schalngenkette:

Graffitpaste zum abdecken und Hydromat zum löten :) Damit werden maximal 2-3mm steif. Gab noch nie Reklamationen.

"unsichtbar" ist diese Reparatur natürlich nicht, da hast du recht.
Ulrich Wehpke
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Ulrich Wehpke

 ·  #19
Och Tilo,

sind denn in Deiner Gegend Deutschlands die kaputten Ketten noch nicht alle als Altgold gegen bedrucktes Papier getauscht worden? Bei mir jedenfalls, kommen kaum noch Ketten an. Und am Preis kann es nicht liegen, die Anderen sagen das auch. Wenn es also bei Marcus so viele Kettchen zu flicken gibt - vielleicht macht er das ja über den Preis und unterbietet alle Kollegen? ;)
Tilo
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Tilo

 ·  #20
nee, es ist zwar weniger geworden, gibt aber noch einige,

einen Dauerpatient z.B. wollte ich eigentlich mal fotografieren: "massiv", aber konkav bis fast durchgeschliffen
und der resthauch von knapp 1/10 im Verbindungsbereich wird durch Zinkauswaschung dezimiert
meist hilft nur, das aufgelöste Glied raus und ein halbwegs passendes neues rein (habe für den Zweck ein kontigent abschnitte div. sorten liegen)
aber es hängen halt Erinnerungen dran

das ist ja das Totschlagsargument schlechthin
tatze-1
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tatze-1

 ·  #21
Zitat geschrieben von Marcus Knop
leider verdien ich (zur Zeit) mein Brot grösstenteils durch Reparaturen. Hoffen wir mal, das sich das durch den Laden ändert.

meiner Erfahrung nach, nein.
Ulrich Wehpke
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Ulrich Wehpke

 ·  #22
Ulrich Wehpke
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Ulrich Wehpke

 ·  #23
Zitat
leider verdien ich (zur Zeit) mein Brot grösstenteils durch Reparaturen. Hoffen wir mal, das sich das durch den Laden ändert.


Das habe ich alles schon hinter mir. Ändern werden sich durch den Laden mit Sicherheit nur die Kosten und der Anteil unproduktiver Arbeit.

Außerdem solltest Du nicht auf Reparaturen schimpfen. Ersetze das "leider" besser durch Gott sei Dank! Bei Reparaturen kannst Du so viel Geld machen, wie kaum irgendwo anders, immer vorausgesetzt natürlich, dass du Deinen Job auch wirklich kannst. Was niemand wahrhaben will ist, das der Reparaturbereich, die fachliche Königsdisziplin ist. Nirgendwo sonst in unserem Beruf wird mehr verlangt, sind die Anforderungen vielfältiger und höher. Das ist mit Sicherheit auch der Grund für die Unbeliebtheit dieser Arbeiten. "Leider" eben. ;-) Übrigens haben meine vielen Lehrlinge ihre Prüfungen fast alle mit Bestnoten abgelegt. Ausgebildet wurden sie überwiegend an Reparaturen. Und nun sagt mir nicht, dass Düsseldorf in Sachen Schmuck Provinz ist! :D

Neuware und Laden verursachen eine hohe Vorleistung, sehr viel gebundenes Kapital bei einem Stundenlohn der immer vergleichbar sein wird mit Kollegen, die das Gleiche tun. Die Schaufensterauslagen verleiten nicht zuletzt auch die Vermieter, Goldschmiede und Juweliere für reiche Leute zu halten. Die Folgen kennen wir alle.

Ich bin heute noch heilfroh, meinen geldfressenden Laden zugunsten einer reinen Schmuckwerkstatt getauscht zu haben (Ich mache ja seit dem auch keine Uhren mehr). Ich schlafe ruhig und lasse es wachsen oder schrumpfen so wie ich will.

Kannste auch nicht mehr mit einem Laden.

Mein Kapital sind nicht etwa meine Erzeugnisse und das in ihnen investierte Geld, sondern der Inhalt meiner Trickkiste, also der meines Hinterkopfes. Der kostet kein Geld und wir kontinuierlich weiter ausgebaut, denn Wissen ist Macht hat mal einer gesagt.


Das Einzige was mich nachdem ich meinen Laden los war noch richtig geärgert hat, war das Verhalten mancher Gewinnoptimierter unter meinen Geschäftskunden. Das ging bei mir dann vermutlich bis in paranoide Bereiche. Aber dann habe ich entdeckt, dass die schließlich mich brauchen, ich aber nicht die. Und von da an habe ich getan, was man als Unabhängiger tun kann: Aus meinem Herzen keine Mördergrube gemacht und sortiert. Ab dann war Frieden. Und wenn von denen mal einer kommt und ganz lieb bettelt, dann bekommt er ein Geschenk von mir: Den doppelten Preis wie die Anderen.

Einen Laden? Nun ja, aber nur dann, wenn ich keine Werkstatt mehr hätte. Und wer kann sich das schon bei mir vorstellen?
Tilo
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Tilo

 ·  #24
wie, mir?
bin doch versorgt mit eigenem Fundus
und wenn ich bei den Stückchen, die von Kürzungen neuer Ketten übrig sind, nichts find, hab ich immer noch genug gute Ketten im Altgold zur Leichenfledderei
Marcus
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Marcus

 ·  #25
@ Ulrich

Ich schätze dich sehr und halte dich für einen der erfahrensten Goldschmiede hier im Forum.

Wenn ich das so lese, dann mache ich mir wirklich gedanken. Ich habe wirklich gedacht, durch den Laden wird es besser laufen. Bekomme dann mehr Reparaturen rein, mehr Anfertigungen. Meine Frau steht im Laden, ich in der Werkstatt.

Aber wenn ich das so lese was du schreibst, dann wird mir schon ein wenig angst. Die Miete ist zwar sau billig und meine Frau kostet fürs erste kein Lohn, aber am ende sollte schon was bei rauskommen.

Dachte, ich kann ende nächstes jahr mein Festanstellung von 50% auf 25% fahren...

Versteh mich nicht falsch:
Ich mache gern Reparaturen (eben, weil man da gut verdiehnt, hatte ich ja geschrieben) aber Anfertigungen machen halt mehr Spass. Die Rearaturen sollten nicht weniger werden, aber die Anfertigen hoffe ich in Zukunft mehr (durch Laden, fertigstellung Website MIT Fotos und so weiter...)
Ulrich Wehpke
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Ulrich Wehpke

 ·  #26
tatze-1
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tatze-1

 ·  #27
um mehr Arbeit reinzukriegen, ist ein Laden sicherlich nicht verkehrt, denn damit machst Du auf Dich aufmerksam und die Leute schnuppern mal rein. Was ja wohl bei Deiner reinen Werkstatt nicht der Fall sein dürfte.

Ich habe bislang immer in Läden gearbeitet. Und der Rabenanteil war tatsächlich immer die Reparatur von Schmuck, weniger Uhren (da wurde mit Batteriewechsel viel Geld eingefahren). Wenn mal Anfertigungen kamen, war das immer ein Highlight zwischendurch, wenn man den Wahnsinn vor Weihnachten nicht mitrechnet. Es gibt wohl Werkstätten, die rein von Anfertigungen leben können, aber die sind wohl sehr rar.
Tilo
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Tilo

 ·  #28
hehe, ein neues Wort wurde geboren: Rabenanteil
welchen Anteil haben die raben, einen großen oder kleinen, oder nur die Augen(wobei, das waren ja die Krähen)
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #29
Ich kann, was den Spaß an der Arbeit anbetrifft, Ulrich nur beipflichten. Meine Familie hatte 7 oder 8 (ich müsste mal zählen) Juweliergeschäfte die Eltern und Onkel und Opa und dann beide Kusinen und meine Schwester. Nur ich hatte keines.

Ich hatte BWL studiert und habe nachgerechnet. Dann bin ich zu dem Schluß gekommen das es sich nicht rechnet. Ausserdem wäre ich vor Langeweile verrückt geworden wenn ich in einem Laden gesessen hätte und auf Kunden hätte warten müssen.
Das ist nicht meine Welt.
Raustland
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Raustland

 ·  #30
@Markus nur keine Angst die Mischung machts.
Bei uns ist es so das wir alle nur von den Reparaturen gut leben könnten aber auch das Ladengeschäft bringt durchaus seinen Umsatz und darfür muß nicht jedes Teil erst angefertigt werden. Wenn beides zusammenkommt, dann paßt es schon.
Aus unserem Shop


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