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Gerät zum bestimmen von Edelsteinen

 
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 ·  #1
Hallo
Vor ein paar Wochen habe ich von jemanden Steine bekommen und ich habe keine Ahnung was das für welche sind. Einen habe ich nun geschliffen und festgestellt, das er recht hart ist. Leider haben die meisten Steine kleine Risse. Trotzdem würde ich gerne selber bestimmen können, was für Steine ich da habe. Jemand hat mir angeraten, mit einem Refraktometer die Steine zu messen. Nun habe ich gesehen, dass es viele verschiedene gibt. Auch welche aus China. Kann mir jemand einen Tip geben, was für ein Gerät aktuell zu empfehlen ist. Einen älteren Post habe ich in diesem Forum gefunden, das ist aber auch schon eine Weile her.
Ich füge mal ein Foto von den Steinen an...
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 ·  #2
Refraktometer setzt eine plane polierte Fläche voraus
ich meine, die chinateilchen sind ok
natürlich nicht die für Flüssigkeiten, sondern eins für Steine
also dieser typ
https://kruess-shop.de/wp-cont…04-LED.jpg
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 ·  #3
Die sehen aus wie die Granate, aus denen ich in meiner Weiterbildung meinen Stein geschliffen habe. Der ließ sich auch recht zeitintensiv schleifen.
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 ·  #4
Könnte alles Mögliche sein, aber ungeschliffen bzw. ohne richtig gute, plane Fläche, wie Tilo schon sagte, bringt ein Refraktometer leider auch nicht viel. Mein Bauch würde auch eher in Richtung Granat tendieren, wobei mich die schillernde Fläche bei dem einen etwas irritiert. Vielleicht dunkle Mali Granate?
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 ·  #5
Da bin ich mir sicher, dass das Granate sind. Ich habe nämlich 5kg von genau so aussehenden rohsteinen
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 ·  #6
Dem Bild nach tendiere ich auch zu Granat und zwar zu Bruchstücken von größeren Kristallen, vermutlich Almandin. Der kann sehr hart und zäh beim Schleifen wirken.
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 ·  #7
Mir geht es eigentlich mehr um welches Gerät zur Beurteilung geeignet ist. Hat jemand Erfahrung mit dem PRESIDIUM PRIM II STEINMESSGERÄT?
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 ·  #8
Nein, das ist ziemlicher Murks. Wirklich sinnvoll ist eigentlich nur ein Raman aber da wirds halt schnell fünfstellig. Bei Rohsteinen wohl eher Erfahrung und bei geschliffenen Steinen dann das Refraktometer.
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 ·  #9
Die elektronischen Prüfgeräte messen die Wärmeleitfähigkeit oder das Reflexionsvermögen, aber nicht den Brechungsindex. Die Messung wird durch viele Fehlerquellen beeinflusst.
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 ·  #10
gibt mittlerweile sogar Presidium Kombigerät Wärme/Reflexion
ist trotzdem nur Schätzeisen
wer selber schleift, kann ja für die Messung eine kleine Fläche anschleifen für den von mir verlinkten optischen refraktometertyp
geht natürlich nicht, wenn man auf nem markt Rohsteine kaufen will
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 ·  #11
Für geschliffene Steine ist das Refraktometer mit das wichtigste Gerät. Das Presidium taugt nicht viel. es ist ganz nützlich, wenn man ein Lot von Steinen hat (roh oder geschliffen) und damit eine grobe Vorsortierung machen will. Präzise ist es nicht und wie oben schon geschrieben sehr fehleranfällig.

Für Rohsteine ist Erfahrung wichtig, dann erkennt man viele Steine bereits durch blosses Anschauen. Ansonsten anpolieren einer Facette und Refraktometer benutzen oder eben tiefer einsteigen in die Gemmologie ;)

Ein Raman ist für diese Zwecke mit Kanonen auf Spatzen schiessen und steht für sowas in keinem Nutzen/Kostenverhältnis
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 ·  #12
und wenn Du auf einer Börse stehts hast Du entweder Ahnung, oder Vertrauen in den Verkäufer.

Ich lebe von Halbwissen und dem besagten Vertrauen. Bisher habe ich eher Geld für Maschinen und Rohsteine ausgegeben und nicht für Prüfgeräte. Passt bisher.

Cap
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 ·  #13
Da bin ich nicht ganz bei Dir. Was wir tagtäglich bei verschiedenen Händlern einkaufen und immer wieder überrascht sind, dass die:

1. kaum oder wenig Ahnung haben
2. Einiges falsch deklarieren
3. fachlich falsche Aussagen machen

ist manchmal erschreckend.
ist bei uns vielleicht ein bisschen spezieller, da wir auch einen Fokus auf seltene und Sammlersteine haben, aber dennoch merke ich leider selbst bei Spezialitätenhändler, dass die Ahnung leider nicht immer vorhanden ist.

Die Gemmologie ist doch recht komplex, wenn man tiefer einsteigen will und um gewisse Dinge bestimmen zu können oder rauszufinden, benötigt man oft mittlerweile echt teure Gerätschaften. Die haben viel einfach nicht und verlassen sich meist auf die Quelle ohne das verifizieren zu können.

Einfache Beispiele:
Munichshow dieses Jahr, großer und bekannter afrikanischer Rohsteinhändler verkauft oberflächlich eingefärbte grüne Berylle für teures Geld. War ihm nicht bewusst oder hat es billigend in Kauf genommen. Steine die gekauft wurden stellen sich als was anderes heraus, als sie es sind. Das geht teilweise mit Lupe und Erfahrung, aber in vielen Fällen leider eben nicht so einfach.
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 ·  #14
Nur wer prüft, stellt Fehler fest. Als ich meine Ausbildung zum Gemmologen gemacht hatte, (Ende 70er, Anfang 80er-Jahre) habe ich zur Übung die Edelsteine im Juweliergeschäft meiner Eltern untersucht und prompt ein paar Fehler gefunden, zwar wenige, aber immerhin. Wäre peinlich gewesen, wenn diese verkauft worden wären.
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 ·  #15
Zitat geschrieben von arglthesheep

Für geschliffene Steine ist das Refraktometer mit das wichtigste Gerät. Das Presidium taugt nicht viel. es ist ganz nützlich, wenn man ein Lot von Steinen hat (roh oder geschliffen) und damit eine grobe Vorsortierung machen will. Präzise ist es nicht und wie oben schon geschrieben sehr fehleranfällig.

Für Rohsteine ist Erfahrung wichtig, dann erkennt man viele Steine bereits durch blosses Anschauen. Ansonsten anpolieren einer Facette und Refraktometer benutzen oder eben tiefer einsteigen in die Gemmologie ;)

Ein Raman ist für diese Zwecke mit Kanonen auf Spatzen schiessen und steht für sowas in keinem Nutzen/Kostenverhältnis

Es gib ja einige Hersteller von Refraktometer aus Europa die kosten so ab 500 Euro. In China gibt es Geräte ab 50 Euro. Kann man davon ausgehen, dass auch die Qualität dementsprechend ist?
Was sagt die Wärmeleitfähigkeit aus? Gibt es dazu gute Geräte? Wenn ja, was ist zu empfehlen?
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