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Goldmünzen zur Schmuckherstellung verwendbar?

 
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 ·  #1
Hallo liebe Forenmitglieder!

Ich habe eine Anfängerfrage und wäre für Ratschläge sehr dankbar da ich anstatt nur immer in Silber nun auch mal etwas mit Gold anfertigen möchte.

Bei den mir bekannten Händlern, welche im Hobbybereich Goldbeche und Gußgold anbieten, werden die Preise immer mit MwSt. berechnet. Ich kann aber Goldmünzen in 900er Legierung , z.B. Florin oder Kronen, deutlich günstiger erwerben, da Anlagegold von der MwSt befreit ist.

Meine Frage ist nun, kann man die Legierungen für Münzen auch problemlos für Schmuck verwenden und ist 900er Schmuck-Gold farblich identisch zu 900er Münz-Gold?

Wenn es zwischen den Münzen Farbunterschiede gibt, zu welchen Münzen würdet ihr mir raten?

Ich suche hier eine sattgelbe Farbe und durch den Corona Shutdown kann ich leider nicht bei einem Münzhändler vorbeischauen um mir selber diese Frage zu beantworten...

Vielen Dank und beste Grüße
Jens
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 ·  #2
die genannten Münzen haben eine Legierung von 900 Feingold und 100 Kupfer. D.h. das ist quasi ein Rotgold. Wenn du ein sattgelb haben willst, dann muß irgendwo in der Legierung eigentlich noch ein Silberanteil auftauchen.

Warum kaufst du dir nicht einfach die Menge an Blech, die du benötigst? So hast du das fertig legiert und konfektioniert. Die Münzen müßtest du, je nach dem , was du machen willst, eh erst mal einschmelzen oder plattwalzen. Die Mehrwertsteuer ist doch bei anderen Dingen auch nicht der Grund, sie nicht zu kaufen.
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 ·  #3
ich versteh ja den Wunsch, das Material so billig wie möglich zu bekommen (ohne Mehrwertsteuer und auch ohne Faconkosten), aber es war und ist aus Kostengründen weltweit absolut unüblich, bei Münzen teures Silber statt billiges Kupfer zuzulegieren
und ein Besuch beim Münzenhändler zwecs vergleich nutzt da auch nichts: die historischen Münzen sind manchmal wie gelblich vergoldet und verbergen ihre wahre Materialfarbe. das bringt also genau gar nichts

soll denn die Münze direkt plattgehauen/umgeformt werden?
wenn nicht und zuerst geschmolzen, spricht ja nichts dagegen, Feingoldmünzen zu kaufen und mit Silber und Kupfer zur Wunschfarbe in 750 (noch günstiger: weniger Feingehalt und geringere Dichte) legieren (wobei man das schonmal mit Silber und Kupfer geübt haben sollte)
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 ·  #4
Je mehr Gold enthalten, desto sattgelber. Feingold 999 Münzen, oder Dukatengold 916 wie Krügerrand. Oder auch kleine Feingoldbarren von der Sparkasse. Wenn du es runter legieren willst musst der Goldanteil dem Stempel entsprechen. Der Rest ist Silber und Kupfer. Kupfer macht es rötlich, Silber blass.
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 ·  #5
Die 20 Dollar Münze ist auch eine 900er Legierung aber deutlich gelber als der Krügerrand. Woran das liegt weis ich nicht. Aber das wäre dann schon mal eine Empfehlung für sattgelbes Rohmaterial ohne MwSt. Allerdings bekommt man den schwer zum reinen Goldwert, weil es dafür viele Sammler gibt, die auch etwas mehr bezahlen.
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 ·  #6
Ich verwende auch geerbte Goldmünzen in 900er und 916er
Gold für die Schmuckherstellung.
Die Goldfarbe ändert sich aber im Laufe der Bearbeitung
- je nachdem womit Du z.B. abbeizt. Wenn Du Schwefelsäure
verwendest, löst sich oberflächlich das Kupfer aus der Legierung
und Du kriegst ne eher sattgelbe Farbe. Wenn Silber und Kupfer
in der Legierung waren, dann sieht das Gold recht blaßgrün aus.
Je nachdem wie Du dann das "Finish" haben willst - mattschleifen,
stahlpolieren, schwabbelpolieren etc. - ändert sich die Farbe nochmal.
Bedenke auch, daß Dein Lot - vermutlich 750er? - wieder eine andere
Farbe hat.
Meines Wissens darf man gesetzliche Zahlungsmittel - wie z.B. Krügerrand,
Australian Kangaroo Nugget, Gold American Eagle oder Maple Leaf -
nicht zerstören. Falls Du also Angst vorm Gefängnis hast, verwende
lieber andere Münzen oder Medaillen. :police:
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 ·  #7
Hallo! Vielen Dank für die schnelle Hilfe und die zahlreichen Informationen! Dann bleibe ich doch lieber bei den fertigen Blechen und versuche es garnicht erst hier mit Münzgold ein paar Euros zu sparen und mich dann zu ärgern das die Farbe nicht dem entspricht, was ich mir vorstelle! Danke!!!
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 ·  #8
Also das:
Zitat geschrieben von pontikaki2310

Die Goldfarbe ändert sich aber im Laufe der Bearbeitung
- je nachdem womit Du z.B. abbeizt. Wenn Du Schwefelsäure
verwendest, löst sich oberflächlich das Kupfer aus der Legierung
und Du kriegst ne eher sattgelbe Farbe. Wenn Silber und Kupfer
in der Legierung waren, dann sieht das Gold recht blaßgrün aus.
Je nachdem wie Du dann das "Finish" haben willst - mattschleifen,
stahlpolieren, schwabbelpolieren etc. - ändert sich die Farbe nochmal.

Hast du bei gekauftem Material natürlich mindestens genau so.
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 ·  #9
... hat zwar nichts mit Gold an sich zu tun, aber darf man eigentlich ein paar Euro in Aluminiumbronze (10; 20 und 50 Centstücke) "verformen" lassen ? ^_^

Diese Legierung würde perfekt passen für ein weiteres Traumstück !
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 ·  #10
Die Befreiung von der Mehrwertsteuer gilt auch für Goldbarren. Ihr Preis ist allerdings erst bei höheren Stückgewichten nahe am realen Goldpreis, so ab einer Unze oder auch 50gr. Dann noch resale oder recycling auswählen, und die Aufschläge gegenüber dem Grammpreis bleiben gering. Vorteil: die Legierung ist genau bekannt (Feingold), keine Münzen müssen zerstört werden.

Viele Grüße

Ralf
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 ·  #11
Hatte ich noch vergessen:

Au 750 Sattgelb

75% Gold
12% Silber
13% Kupfer

Gold und Silber zusammen schmelzen, Kupfer nach und nach in kleinen Stücken hinzufügen und sich gut auflösen lassen, Giessen und weiterverarbeiten.

Viele Grüße

Ralf
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 ·  #12
Zitat geschrieben von Ingo Richter

... hat zwar nichts mit Gold an sich zu tun, aber darf man eigentlich ein paar Euro in Aluminiumbronze (10; 20 und 50 Centstücke) "verformen" lassen ? ^_^

Diese Legierung würde perfekt passen für ein weiteres Traumstück !

Ingo, lies dir einfach mal das hier durch:
https://kujus-strafverteidigun…-strafbar/
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 ·  #13
@ tatze-1:

Dankeschön für die Zituerung der letztendlich recht klaren Lage.

Schöne Feiertage :-)
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