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Silberne Erbskette mit Resten von Vergoldung

 
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 ·  #1
Liebe Fachkundige,
mir sind 2 Erbsketten, vermutlich aus dem Trachtenschmuckbereich, in die Hände gefallen. Die Vergoldung ist total ruiniert, es ist nur noch in Resten ein goldiger Schein zu sehen, der eher stört als schmückt. Da ich die Ketten gerne weiter verarbeiten würde, frage ich hier ob jemand eine Möglichkeit kennt, den Goldrest wieder abzukriegen, ganz silbern wäre schöner.
Ganz gespannt
Eva Charlotte
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 ·  #2
alle äußeren reste lassen sich ja mechanisch wegpolieren
Vergoldungsreste innerhalb der Glieder sind unerreichbar
ich habe 2 Ideen, die aber für dich nur theoretisch sind:
Elektrolyse wäre noch am ehesten auszuprobieren: Edelstahlschüssel und simples Autobatterieladegerät (kein superduperelektronikteil) oder Netzteil, das ein paar A 12Volt liefert und Waschsodawasser
sicher abgehn würde es nur mit Elektropolieren
diese technik hat nichtmal jeder Goldschmied, geschweige daß du das mal eben wegen 2 zu recyclnden Silberketten anschaffen kannst
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 ·  #3
Hallo Tilo,
abpolieren ist bei einer Kette tatsächlich keine Option, da kommen Sie eher in den Tiegel!
Edelstahlschüssel und simples Autobatterieladegerät sind vorhanden, aber was wir jetzt wo dran geklemmt? Wieviel Soda auf wieviel Wasser? Ich würde das gerne ausprobieren.
GLG
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 ·  #4
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 ·  #5
Steckdose mit FI Absicherung verwenden!!

+Klemme an schüssel
-klemme die ware
warmes Wasser, soda nach Gefühl, kommt echt nicht drauf an, ein paar Esslöffel in die Schüssel
Lappen auf schüsselboden legen, damit die Ware und die Klemme keinen Kontakt zur Schüssel (Kurzschluß) nach ein paar sekunden nachschauen
keinesfalls länger als halbe Minute
und danach wäre eine gewisse Politur schon sinnvoll, insbesondere, weil es manchmal stellenweise einen wegwischbaren schwarzen belag gibt (bei gold nicht, nur bei Silber)
wenn die Alternative Schmelze ist, gibts nicht viel zu verlieren

ok, versilbern lassen ist die Edelversion
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 ·  #6
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 ·  #7
Das, was Heinrich vorschlägt, würde ich auch zuerst probieren. Alles schallen um vorhandenen Dreck nicht festzubacken, dann gleichmäßig erwärmen, natürlich ohne die Verschlüsse (vorher aushängen) und dann mit Messingbürste nass kratzen.
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 ·  #8
mit glühen habe ich schlechte erfahrung: es blieb ein gelber Schleier, der richtig eindiffundiert war
deshalb habe ich das nicht vorgeschlagen
aber ja, es kann funktionieren (bevorzugt geht die Versilberung beim Glühen weg, wenn man bei der rep. einer silbervergoldeten kette wünschte, sie würde draufbleiben
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 ·  #9
Eben, ich hab es fast jedes Mal gehabt daß beim Löten vergoldeter Teile, diese meist dünnen Vergoldungen mindestens arg gelitten haben. (Abdeckmittel D hilft oft aber manchmal halt nicht so gut wie man möchte).
Aber meistens waren die Vergoldungen dann ganz weg. Evtl. verbliebene Reste waren spätestens nach Kratzen oder Politur dann ganz weg. Sollte halt vorsichtig und nicht heftig geglüht werden. Oder 2 x erwärmen. Sollte ja nicht hellrot glühen.
Bei Goldplattierungen dürfte diese Methode nun wirklich nicht die erste Wahl sein, da ist ne Diffundierung erwartbar.
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 ·  #10
Hallo zusammen,
ich verfolge die Debatte mit großem Interesse. Da ich mehrere Ketten habe (alle reparaturbedüftig), habe ich nicht viel zu verlieren. Ich bin leider Laie und frage mich: was bedeutet "nass kratzen"? Ist das eine Technik oder enifach was der Name sagt?
Beste Grüße
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 ·  #11
dazu brauchst du eine richtig feine Messingbürste und einen tropfenden Wasserhan
https://www.goldschmiedebedarf…%C3%BCrste
wir Profis nehmen die runden rotierenden an einem langsamlaufenden Motor
seltennutzer die handmessingbüsrten

die ähnlich aussehenden aus dem Baumarkt gehn nicht, denn die haben dickere Drähtchen und machen dann wirklich das, was bei uns nur scherzhaft als Fachausdruck für das "polieren" mit den weichen messingbürsten eingebürgert ist: Kratzen
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