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Worüber ich mich heute gefreut habe

 
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 ·  #1
Heute möchte ich euch meine neueste Brosche zeigen. Ich finde das Design sehr ausgefallen, so dass ich sie in meiner Sammlung unter Materialmix ablege. Es handelt sich nach Angabe des Verkäufers um den Deckel einer Netsuke, die hier in 14 k Gold (getestet, nicht punziert) gefasst wurde. Das Grundmaterial ist Shakudo. Als Herstellungszeit wird die Edoperode angegeben, damit kenne ich mich nicht aus, und wenn sie später datiert, ist es mir auch egal. Jedenfalls bin ich mit meinem Erwerb sehr glücklich.
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 ·  #2
Netsuke und Deckel ??? Da passt was nicht zusammen.
Netsuke sind figürlich geschnitzte Gewichte aus - meistens
Bein oder Holz - die als Gegengewicht zu einem am
Gürtel getragenen Behältnisses dienten. Oder, mit 2 Löchern
versehen, dienten sie als Knebel um einen Beutel zu verschließen.
Oder es handelt sich um ne Kagamibuta - die waren keine Deckel
sondern SIE waren die Netsuke selbst.
Zur zeitlichen Einordnung in die Edo-Periode kann ich nix sagen -
die dauerte ja seeehr lange - ca. 1600 bis 1870. Da könnte vielleicht
was passen.
Wie groß ist denn das hübsche Teil?
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 ·  #3
Oh mein Gott, ich liebe diese japanischen Arbeiten!!! Herzlichen Glückwunsch zum Kauf!

Ich stimme Marion zu, es dürfte die Platte eines Kagamibuta sein. Die gehören auch zur Familie der Netsuke, wurden benutzt um ein Inro oder Tabakbeutel und Pfeifenbehälter am Gürtel zu befestigen.

Die Montur und die Nadel sind westlich, ich würde die Brosche aber in die Meiji-Zeit datieren, dh. 1868-1912. Als der Schwertadel/Samurai abgeschafft wurde, mussten die Samuarai sich einen neuen Broterwerb suchen und viele ehemalige Samurai haben ihre Fähigkeiten in den Metallarbeiten/im Kunsthandwerk verfeinert. Mit der Öffnung Japans kamen auch plötzlich japanische Kunsthandwerksobjekte in größeren Mengen nach Europa und Nordamerika und besonders in Europa brach eine regelrechte Japanmanie aus, besonders in Paris/Frankreich (Japonismus).
Japanische Kunsthandwerksobjekte haben zur Überraschung der Europäer bei den Weltausstellungen massiv goldene Medaillen gewonnen und im Anschluss hat Japan dann sehr viel für den Export nach Europa und die USA produziert, meist Metallarbeiten, Cloisonne, Shibayama-Arbeiten, Lackarbeiten und Imari-Porzellan.
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 ·  #4
Liebe Marion,

du hast natürlich recht. Ich habe nochmal nachgeschaut und es ist dies Kagamibuta. Deckel hatte der Verkäufer wohl geschrieben, weil das Elfenbeinteil fehlt.
Insgesamt misst die Brosche 3 cm.

@MaJa
Ich habe noch anderen asiatischen Schmuck, wie eine geschnitzte Lackbrosche, einen Anhänger mit Drachen aus Koralle und ein Armband, wie oder von Amita (kann die Schriftzeichen nicht übersetzen), aber dieses Teil toppt alles. Ich finde das Motiv auch schöner als die grinsenden Männer, die es sonst so gesehen habe. Von daher hatte ich doppelt Glück.
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 ·  #5
Wie ist das mit den unterschiedlichen Metallfarben gemacht, verschiedene Legierungen oder nur Auflagen und lösen sich, falls ja, diese teilweise schon ab oder gehört das so?
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 ·  #6
Es sind Auflagen in Gold und Silber. Was du siehst ist Abrieb, der mit blossem Auge (und Sehfehler) aber nicht weiter stört.
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 ·  #7
Zitat geschrieben von Alyss

Es sind Auflagen in Gold und Silber. Was du siehst ist Abrieb, der mit blossem Auge (und Sehfehler) aber nicht weiter stört.
Der Flügel von der Schwalbe und am Rand mancher Blütenblätter, das scheint mir auch so. Aber die feinen farblichen Abstufungen im zentralen Vogel, ich meine besonders dieser zarte Ton am Bauch, nicht massiv?
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 ·  #8
Nein, leider nur Reflexion, habe das Foto mit dem Tablet gemacht. Ausser dem Ast, der aus dem Grundmaterial besteht, sind die übrigen Motive aus Kupfer, beim Adler, der da so hoffnungsvoll sein Frühstück beäugt, nur teilweise mit Silber belegt. Wenn man die Brosche schräg betrachtet, sieht man ein wenig Grünspan.
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 ·  #9
Sehr chic, danke fürs Zeigen!
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 ·  #10
Hab hier aus Versehen was geschrieben und dachte, ich sei woanders - kann also gelöscht werden. Sorry!
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