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Bares für Rares im ZDF.

 
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 ·  #106
Noble Geste,
Obwohl ein Verdienst in 6 stelliger Höhe für das päpstlich besiegelte Kreuz möglich wäre stellt Frau Susanne Steiger das vorerst eine! Museum für die Öffentlichkeit zur Verfügung.
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 ·  #107
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 ·  #108
quelle:
https://www.habsburger.net/de/…ittelalter

Mit Gebeinen, Haaren und Nägeln war im Mittelalter viel Geld zu machen – sofern sie von einem Heiligen stammten. Kirchliche Maßregelungen halfen wenig, zumal die Händler oft aus den eigenen Reihen kamen.
Kreditsorgen veranlassten den byzantinischen Kaiser Balduin II. in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts zu einer ungewöhnlichen Maßnahme. Um an Geld zu gelangen, verkaufte er die in seinem Besitz befindliche Dornenkrone Christi an den französischen König Ludwig IX. Die Krone wird seither in der Sainte-Chapelle in Paris, der früheren Palastkapelle der königlichen Residenz, aufbewahrt und stellt eine der zentralen Reliquien der christlichen Kirchen dar. Unter den Habsburgern war vor allem Rudolf IV. ein regelrechter Reliquiensammler.
Die Kirche lehnte den Handel von derart wichtigen religiösen Gegenständen ab und verbot ihn während des gesamten Mittelalters. Erlaubt waren lediglich der Tausch von Reliquien – auch gegen Gebete von Mönchen und Nonnen –, die Schenkung sowie ihr Ankauf von ‚Ungläubigen‘, um sie der Kirche zu übergeben. Da solche Gegenstände eine gewinnbringende Handelsware darstellten, war es üblich, Reliquiengeschäfte als Schenkung oder Diebstahl zu tarnen. Freilich handelte es sich bei vielen Gegenständen um Fälschungen. Der Heilige Bernhard von Siena meinte etwa in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts, es seien derart viele Stücke des Christuskreuzes im Umlauf, dass sie zwölf Ochsen nicht tragen könnten.
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 ·  #109
Zitat geschrieben von Granat

Freilich handelte es sich bei vielen Gegenständen um Fälschungen. Der Heilige Bernhard von Siena meinte etwa in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts, es seien derart viele Stücke des Christuskreuzes im Umlauf, dass sie zwölf Ochsen nicht tragen könnten.


... das Reliquienwesen trieb teils absurde Blüten, meiner Meinung nach steht hier das Sanctum Praeputium Domini immer noch ungeschlagen an der Spitze, das gab/gibt es je nach Zählweise bis zu 18 Mal... seit 1900 ist es Katholiken übrigens verboten darüber zu reden bzw. zu schreiben bei Strafe der Exkommunikation.

Heute ist es aber kaum anders, wenn man sieht, welchen Aufschlag auf den "normalen" Marktpreis die Provenienz/ein bekannter Vorbesitzer bringt
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 ·  #110
Schmuh gibt's seit die Erde besteht,
hier ist nur der verhaeltniss geringe Einsatz zum späteren Gewinn interessant.
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 ·  #111
Hier übrigens der Link dazu: Video bei Youtube

Allein, wie es gearbeitet ist... Klar gibt es beim Normalbürger irgendwo im Kopf eine Grenze, was etwas wert sein könnte, aber da muss es im Kopf doch irgendwie klackern, wenn man sowas hat... Die Käuferin ist danach wahrscheinlich wie das Rumpelstilzchen im Kreis getanzt...
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 ·  #112
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 ·  #113
Das ist wieder so eine reisserische Schlagzeile die im Artikel verkürzt wurde, denn in einer der ersten Meldungen dieses Anwaltes hat er nach dem Zitat des Gesetzestextes selbst relativiert, dass die Verkäufer über den Wert sehr wohl aufgeklärt wurden und höchstens eine nicht erkennbare seelische Notlage ins Feld führen könnten. Die Behauptung also auf tönernen Füßen steht.

In der verlinkten Seite ist der Teil, nach dem Zitat des Gesetzes, weggelassen und stattdessen werden ungenannte Wissende zitiert, die von unermesslichen Werten schwafeln.

Schlechter Journalismus ist das.
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 ·  #114
den Besitzern hätte die Redaktion schon in der Vorauswahl nahelegen sollen/können/müssen, daß das wertvolle Teil in eine Saalauktion gehört und nicht unter Zeitdruck an (scheinbar tatsächlich) überraschte und bzgl. Preisfindung eines solch seltenen Objekts während einer Fernsehaufzeichnung überforderte Wiederverkäufer verkauft werden sollte

die Fr.Dr. RZ dagegen hatte ja schon vor der Aufzeichnung anhand der eingereichten Fotos die Möglichkeit, schon vorzurecherchieren
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 ·  #115
Zitat geschrieben von Tilo

die Fr.Dr. RZ dagegen hatte ja schon vor der Aufzeichnung anhand der eingereichten Fotos die Möglichkeit, schon vorzurecherchieren


Wie, die sehen die Artikel vorher und können schon vorab recherchieren? Und ich dachte, dass wäre alles immer sooo spontan. 😂
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 ·  #116
Wer wird denn von Überforderung sprechen? Die Käuferin schien mir nicht überfordert zu sein. Und selbst wenn das in einer Sendung, in der oft um 100 Euro erbittert gekämpft wird und das ein relativ hoher Betrag zu sein scheint ist es doch nicht so. Wenn ich eine Straße entlang fahre, hat jedes zweite geparkte Auto neu schon so viel gekostet.
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 ·  #117
die Händler scheinen mir halt tatsächlich von den Objekten überrascht und haben dann nur wenig Zeit, mit dem Tablet fix zu googln, was sie nicht wissen

ich nannte Überforderung bei den Händlern, den Wert eines solchen Objekts, wo sie nicht auf vergleichbaren Erfahrungen zurückgreifen können, innerhalb von Minuten feststellen zu sollen
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 ·  #118
Als Ankäufer kann man sich sowieso nur aufs Bauchgefühl verlassen und das wird nach einer tiefen Recherche nicht besser. Wertgutachten sind da etwas anderes, weil ich als Gutachter belegen muss und dazu vergangene Preise, die erzielt wurden, recherchieren muss.

Ein Händler muss in die Zukunft erahnen, wie er durch das Objekt Gewinn erzielen könnte. Das sind zwei oft völlig unterschiedliche Aspekte die auch zu unterschiedlichen Wertbenennungen führen können.

Die Käuferin wird vielleicht schon im Hinterkopf gehabt haben, dass sie es einem Museum als Leihgabe geben könnte und es möglicherweise daher gekauft. Die anderen Händler hatten ja weniger Interesse an dem Reliquar, sondern nur bis zum Schmuckwert mitgeboten.
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 ·  #119
Man muss sich vorher für die Sendung bewerben und wird weit im Voraus ausgesucht. Weiß ich, weil eine Bekannte von mir mit Ihrem Schmuck abgelehnt wurde. Deshalb sieht es auch immer so aus, als ob die "Experten" die Weisheit mit Löffeln gefuttert hätten. Können sich anhand der Bilder/Beschreibung schon Wochen davor darüber informieren. Gerade deshalb finde ich die Einschätzung zu dem Stück ziemlich am "Kunden" vorbei.
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 ·  #120
Neider, Besserwisser und Paragraphenreiter gibt's überall.

Glückwünsche an Frau Steiger die das wieder mal souverän abgewickelt hat.
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