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Interessanter Beitrag bzgl. Fluoreszenz und ihr Einfluss auf die Optik und den Wert von Diamanten

 
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 ·  #1
https://www.diamonds.net/news/…leID=63571

Sehr interessant auch zu lesen, dass der Manager der österreichischen Schmucklinie ganz gezielt solche hochwertigen Diamanten mit starker Fluoreszenz für seine Kollektion verwendet und damit einen ganz anderen Weg als die große Mehrheit geht.

Ich persönlich finde eine starke Fluoreszenz bei Diamanten auch schön.

Wie ist es bei euch?
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 ·  #2
Ich kanns nicht wirklich beantworten mangels Vergleich. Bzw. in "Normalgrößen", meint die häufigeren weit unterhalb 1 Ct., sieht man das doch nicht, oder? Wer schleppt schon eine UV Lampe mit sich rum?

Und in Clubs mit Schwarzlicht sehe ich keinen Diamantschmuck. Huch, ich bin wohl nicht in den Kreisen unterwegs, wo man das so macht (muß ich auch nicht;)). Mich würde das nicht stören. Im Gegenteil, wenn es dadurch bläulicher wirkt oder mehr "sparkelt", ist es doch toll! Doof ist es halt, wenn einige nicht fluoreszieren und manche schon und man steht im Schwarzlicht rum. Einheitlich sollten sie schon sein. Ansonsten, jeder wie er/sie es halt braucht und will.
Ich persönlich-privat bin ja nicht so Fan von Brillis und co., sorry ;)
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 ·  #3
der Unterschied sollte im Sonnenlicht zu sehen sein
ich hab da wegen mangelnder Erfahrung und Vergleich ebenfalls keine Meinung dazu
gefühlsmäßig würde ich dazu tendieren, die zugeschriebenen Nachteile der fl..Steine zugunsten des günstigeren Preises bzw größeren Steins bei gleichem Preis hinzunehmen

grad wenns um Schmuck und nicht um Anlage geht
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 ·  #4
Vor 100 Jahren gab es eine Farbkategorie, die über River (heute D) lag. Das waren (aus dem holländischen) die Jaeger Steine. Das waren Diamanten, die noch weißer als weiß waren. Im Grunde also D Steine, die zusätzlich leichte bis mittlere UV-Fluoreszenz hatten und im Tageslicht dadurch die anderen D-Steine noch überstrahlten.

Bei etwas schwächeren Farben wirkt die UV-Fluoreszenz aufhellend mit bis zu 2 Farbstufen.
...
 
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 ·  #5
Der Diamant ist in erster Linie ein Schmuckstein mit oder ohne F.

Für die meisten Käufer ist das wichtigste der draufschau Anblick und der Preis.
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 ·  #6
Ich verwende bei meinen Schmuckstücken fast ausschließlich
farbige Brillis - von champagner bis schwarz - und weiße Steinchen
eher nur als Lichtpunkte. Da iss die Fluoreszens wurscht.
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 ·  #7
Zitat geschrieben von Sparkle

Ich kanns nicht wirklich beantworten mangels Vergleich. Bzw. in "Normalgrößen", meint die häufigeren weit unterhalb 1 Ct., sieht man das doch nicht, oder? Wer schleppt schon eine UV Lampe mit sich rum?

Du meinst, ob man die Fluoreszenz bei Diamanten kleiner als 1 Karat generell nicht sieht? Klar, sieht man sie - sofern überhaupt vorhanden - unter UV-Licht stärker als unter Sonnenlicht, was ja auch noch variiert. Aber auch bspw. bei einem Viertelkaräter mit starker Fluoreszenz kann man sie sehen, erst recht, wenn andere Besatzsteine keine Fluo. aufweisen.
Zitat

Mich würde das nicht stören. Im Gegenteil, wenn es dadurch bläulicher wirkt oder mehr "sparkelt", ist es doch toll! Doof ist es halt, wenn einige nicht fluoreszieren und manche schon und man steht im Schwarzlicht rum. Einheitlich sollten sie schon sein. Ansonsten, jeder wie er/sie es halt braucht und will.
Ich persönlich-privat bin ja nicht so Fan von Brillis und co., sorry ;)

"sparkelt" ist gut, Frau Sparkle :)
Genau, sie sollten schon gleichmäßig fluoreszieren, sonst kann es bei einem Schmuckstück mit mehreren Steinen blöd aussehen. Wobei es ja nicht nur darauf ankommt, ob die Steine fluoreszieren oder nicht, sondern sogar noch die Farbe der Fluoreszenz! Fluoreszenz bei Diamanten gibt es in vielen Farben. Neben blau, was den größten Anteil ausmacht, gibt es gelb, grün, weiss, rot, auch pink.

Zitat geschrieben von Tilo

gefühlsmäßig würde ich dazu tendieren, die zugeschriebenen Nachteile der fl..Steine zugunsten des günstigeren Preises bzw größeren Steins bei gleichem Preis hinzunehmen

grad wenns um Schmuck und nicht um Anlage geht

Da stimme ich dir in beiden Punkten zu. Wobei ich es eher nicht als "Nachteil" ansehen würde. Es ist halt Geschmackssache und wie weiter oben ja geschrieben, ich mag es.

Zitat geschrieben von Heinrich Butschal

Vor 100 Jahren gab es eine Farbkategorie, die über River (heute D) lag. Das waren (aus dem holländischen) die Jaeger Steine. Das waren Diamanten, die noch weißer als weiß waren. Im Grunde also D Steine, die zusätzlich leichte bis mittlere UV-Fluoreszenz hatten und im Tageslicht dadurch die anderen D-Steine noch überstrahlten.

Ich kenne es etwas anders:
Die ganz korrekte Bezeichnung für solche Diamanten lautete "Jager" und ist auf die bekannte Diamantenmine "Jagersfontein" in Südafrika zurückzuführen, die ca. 1870 eröffnet wurde. Ein ungewöhnlich großer Anteil der dort geförderten Diamanten war von besonders hohem Farbgrad (heutiges "D" oder davor "River") und wies gleichzeitig einen bläulichen Schimmer auf. Deswegen war ja auch zeitweise der Begriff "feinstes Blauweiß" gebräuchlich. Irgendwann stellte man dann fest, dass dieser blaue Schimmer jedoch nicht aus der eigentlichen Farbe kommt, sondern auf Grund der vorhandenen Fluoreszenz entsteht.

Info am Rande: Zu früheren Zeiten war es üblich, sich bei der Farbbezeichnung von Diamanten an Diamantenminen (oder Fundorte) zu orientieren, die für diesen Farbgrad typisch waren.

So erklärt sich z.B. die jedem auch heute noch geläufige (obwohl eigentlich längst abgeschaffte) Farbe "Wesselton", benannt nach Wesselton-Mine in Südafrika.

Zitat

Bei etwas schwächeren Farben wirkt die UV-Fluoreszenz aufhellend mit bis zu 2 Farbstufen.

Stimmt! Wobei hier aber auch die Farbe der Fluoreszenz eine Rolle spielt. Bei gelber oder grüner Fluoereszenz (ja, das kommt vor und haben wir auch schon öfter gehabt ;)), wirkt der Diamant dann schnell besagte 1-2 Stufen "schlechter", da sich die gelbliche Tönung dadurch eben verstärkt!
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 ·  #8
Frau Sparkle wollte mit den kleineren Steingrößen ausdrücken: je kleiner, desto schwieriger zu sehen oder zu unterscheiden. Ich rede jetzt von Laien/Käufern von Schmuck, die diesen Vergleich nicht unbedingt haben und können (Ausnahmen bestätigen die Regel).
Die Wirkungsgrade der Fluoreszenz wird man mit dem Auge immer besser wahrnehmen, wenn man eben ständig Diamanten in der Hand hat und diese ständig im Vergleich sieht. Übung und Routine.
Zudem, logisch: Im Besatz/Pavee mehrerer Steine kann es schon auffallen wenn einer aus der "Reihe tanzt" im Funkeln.
Ich finde Tilos pragmatische Sicht auf diese Chose vernünftig und sehe das genauso. Nicht unbedingt nachteilig.

Wieder was gelernt durch diesen Beitrag! Danke Euch :)
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