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Thema Kristallzüchtungen - Red. würde gern Infos haben

 
Redaktion
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 ·  #1
ich hab vom Thema Kristallzüchtung null Ahnung, würde aber gerne wissen, wie das funktioniert, wer das macht, wo da die Herausforderungen und Schwierigkeiten liegen, wofür man das braucht und inwiefern das auch für den Schmuckbereich eine Rolle spielt.

mag mir da jemand was erzählen/erklären?

Ihr könnt da auch gerne weit ausholen und sozusagen bei "Adam und Eva" mit Erklären anfangen, denn ich hab zu diesem Thema gar keine Wissensgrundlage.


fänds schön, wenn jemand was dazu sagen mag. :)
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 ·  #2
Also die echten (nicht die gezüchteten) die gab es wohl schon schon vor (?) Adam und Eva. Der Lucifer soll nämlich auf feurigen Steinen gewandelt sein....

Vom synth. Moissanit habe ich gehört, daß es neben der normal bisher üblichen Synthese noch eine Zweite gibt. Genaueres weiß ich aber noch nicht. Bis vor kurzem war die noch als "behandelt" im Umlauf. Die "normalen" synth. Moissanite sind so blau-grün-stichig und die behandelten nahezu rein weiß. Kosten auch um die 25 % mehr als die anderen. Letztens hörte ich nun, daß die Behandlung (welche weiß ich nicht) zu aufwändig war und es nun - ja aus was? - nahezu Reinweiße gibt.
Redaktion
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 ·  #3
"Bei Adam und Eva anfangen" ist bloß so eine Redewendung, die sich nicht auf einen Zeitraum bezieht, sondern auf meinen Wissensstand, der bei null liegt. Daher darf man beim Erklären absolut bei den Grundlagen dieses Themas anfangen. :)
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 ·  #4
Es gibt einen Kosmos-Hobbykasten zum Kristalle züchten, fang doch mal damit an 😉
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 ·  #5
Noch einfacher: Nimm ein Glas heisses Wasser, löse darin Kochsalz auf soviel wie geht, decke das mit einem Tuch ab, lass es kalt werden und das Wasser langsam verdunsten.
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 ·  #6
Bei den Verneuilsynthesen z. Bsp. (das nennt sich synthetisch Korund Rubin, Saphir etc. und synthetisch Spinell etc) werden die unersättlichen Flammen der Gasbrenner mit Wasserstoff und Sauerstoff erzeugt. Der Gasverbrauch beträgt - nur damit man mal eine Ahnung bekommt - bei Vollauslastung der Kristallzüchtung ca. 50 000 m³ pro Tag mit Spitzen von fast 3500 m³ pro Stunde. Ein Druck-Tank-Lager kann bis zu 20 000 m³ Sauerstoff und Wasserstoff speichern. Der Stromverbrauch liegt im Jahr bei ca. 40 Mio kWh.

Das ist nur mal das Drumherum, was man braucht, wenn man nicht den Kosmos-Hobbykasten nutzen will.

Aber mal im Ernst, ich hab mir auch schon überlegt, mir solch einen Hobbykasten zuzulegen. Das wäre doch sehr interessant zur Deko und Vorführung.
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 ·  #7
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 ·  #8
Nimm Kupfervitriol, das sieht zumindest mal schön blau aus und funktioniert immer.
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 ·  #9
Edelstein,
bedecke das Glas mit einem Pappdeckel, durch den du einen Faden gezogen hast. Dann bekommst du schöne große Einzelkristalle und keinen zusammengebackenen Kristallkuchen.
uhu
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 ·  #10
danke erstmal für alle Antworten
ich will eigentlich nicht selber züchten

bin gestern beim Stöbern über das hier gestolpert
Kristallzüchtung heute

ich weiß sehr wohl, dass das mit Schmuck nix zu tun hat, aber eben, ich würde gern wissen, inwiefern man dieses Prinzip der maßgeschneiderten Kristallzüchtungen auf die Schmuckverarbeitung übertragen kann.

Da mir das Grundwissen in diesem Bereich fehlt, sind meine Fragen wohl etwas undeutlich.
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 ·  #11
Whow, gut gegoogelt.

Also, ich erklär hier mal a bißl was. Viel weiß ich nicht, aber ein wenig bekomme ich vielleicht zusammen. Da das Ganze eine doch recht technische Angelegenheit ist, versuche ich nur mal, die Eckpfeiler aufzuzeigen. Frau und Technik, das ist halt so eine Sache :oops: . Wenn mir der Eine oder Andere eine Stütze bietet, kommt bestimmt was Manierliches dabei raus. :P

Ich fang mal mit den synthetischen Verneuilsteinen an: Es geht nicht um Alchemie, denn die synthetische Herstellung von Edelsteinen besteht darin, daß man Aluminiumoxid mit oder ohne Beimischung von Metalloxiden mittels eines Knallgasbrenners zum Schmelzen bringt. Bei einer Temperatur von über 2000 °C wächst der Kristall, welcher in diesem Falle Schmelzbirne genannt wird, Tropfen um Tropfen wie ein Stalagmit. Damit der Kristall durch Überlagerung feiner Schichten aus geschmolzenem Material wachsen kann, geschieht die Verschmelzung in der gleichen Temperaturzone der nach unten gerichteten Flamme.

Bis so ein Kristall „geboren“ wird, erfordert dies jedoch mehrere Vorstufen. Reinigen des Ammoniakalauns durch Rekristallisierung nach heißer Dissolution; Kalzinieren des Alauns mit oder ohne Beimischung von Metalloxiden (Farbstoffe zur Farbgebung); Herstellen von Muffeln aus Schamotte durch Pressen und Erzeugen von Wasserstoff und Sauerstoff durch Elektrolyse.

Der Kristallzüchter (die Berufsbezeichnung gibt es wirklich) benötigt ein gutes geübtes Auge und eine schnelle Reaktionsfähigkeit. Durch kleine Öffnungen im Muffelofen (ob der muffelt, weiß ich nicht…:oops: ), wird das Schmelzzentrum beobachtet und das Wachstum des synthetischen Edelsteins überwacht und geregelt.

Hm, wo sind denn hier die großen Jungs, die hoffentlich mehr wissen als ich? :hallo:
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 ·  #12
Braucht man nicht einen Impfkristall, weil sonst die Schmelzbirne kein Kristall sondern ein Glas wird?
uhu
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 ·  #13
Während in einem gleichmäßigem Rhythmus durch ein "Klopfkonzert" vieler kleiner Hämmerchen, welche auf die Pulverbehälter schlagen, geringe Mengen von Aluminiumoxidpulver abgegeben werden, schmilzt und lagert sich geordnet unter Mithilfe -und nun kommt die Antwort auf Deine zu Recht gestellten Frage- eines Keimlings das Pulver ab, welcher dem Edelstein seine kristalline Richtung verleiht.
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 ·  #14
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 ·  #15
Keimling nennt sich das auch bei der Verneuilsynthese.
Mir liegt hierzu ein Statement von Djeva vor.
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