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Am Samstagmorgen war es also soweit, ich trat die lang ersehnte Reise nach Idar-Oberstein an! Diese war recht verwirrend und Kurvenreich, doch nach etwa 1 ½ Stunden war es dann soweit und der Tunnel zum ersehnten Ziel war in Sichtweite
Ich brachte meine Utensilien erst einmal in die Pension und machte mich dann auf den Weg zu Patricks (Zirkonhead) Goldschmiede. Dieser zeigte mich ein wenig rum und demonstrierte mir wie sein Laser funktionierte, wo ich erst einmal etwas erstaunt war, denn ich dachte man würde den Laserstrahl wirklich „sehen“. Eigentlich hätte ich mir denken müssen, dass dieser für das menschliche Auge sozusagen unsichtbar ist Aber das gute Stück war schon beeindruckend! (Auch kleiner als ich dachte) Danach gravierte mir Patrick ein Messingschild, welches Bestandteil eines Geschenkes für meinen Vater sein wird. Dies ging voll automatisch und wesentlich schneller als ich ursprünglich dachte
Wir machten uns dann auf den Weg in die Stadt, um mit unserem „Kulturprogramm“ zu beginnen, ich hatte noch einen guten Freund dabei, welcher mindestens genauso Edelstein begeistert ist wie ich und mich begleitete. Patrick überließen wir seiner Arbeit
Im Edelsteinmuseum sah ich so einiges Interessantes und hätte am liebsten die Hälfte mitgenommen (Bild 001-002) Besonders fiel mir ein Paraiba Turmalin auf, bei dem ich mir aber nicht sicher bin ob es eine Replik oder ein echter ist (Ich tippe auch Echt) (Bild 003). Als ich anfing die Sicherheitslücken im Kopf durchzugehen, ging ich lieber schnell weiter zu anderen Exponaten Mir begegnete daraufhin Augustus (Bild 004), dies verwunderte mich ein wenig, denn eigentlich war ich froh Ihn nach meiner Augustus Klausur am Freitag nicht mehr sehen zu müssen…
So ca. gegen 13 Uhr war es dann Zeit für ein Käffchen, Patrick gesellte sich zu uns und nahm uns anschließend mit, um uns bei unserer nächsten Unternehmung zu begleiten. Es stand nun das Industriedenkmal Bengel auf dem Plan. Dort schien die Zeit stehengeblieben zu sein und eine beeindruckende als auch Lehrreiche Führung in vergangene Tage begann, man könnte fast von einer Zeitreise reden, denn Alles wirkte dort noch wie in vergangenen Tagen. Herr Braun war ein außerordentlich guter Redner welcher, genau wie ich, alte Werte und ein soziales miteinander vermisst. Ich fand den historischen Hintergrund der Fabrik an sich, und die Tatsache, dass dort noch produziert werden kann (man muss nur die Maschinen anwerfen) schlicht weg Atemberaubend. Ich kann jedem der nach Idar-Oberstein kommt nur empfehlen auch eine solche Führung mitzumachen! (Bilder zum Industriedenkmal wird Patrick beisteuern)
Danach machten wir noch einen kleinen Bummel durch die Stadt und überließen Patrick wieder seiner Arbeit. Dort begegnete mir ein schöner Tiger, welcher förmlich nach mir schrie, doch leider war er mir etwas zu teuer (Bild 005). Mein Freund wurde wiederum fündig und konnte glücklich die Heimreise antreten. Für mich war die Reise jedoch noch lange nicht vorbei. Als nächstes stand die Begegnung mit dem Idar-Obersteiner Spießbraten auf dem Plan! Patrick lud zum Grillabend ein, die Gläser waren voll (später leer) und es wurde recht spät Aber der Spießbraten war schon wirklich ein Erlebnis, zumal wir hier bei uns nicht mit Buchenholz grillen.
Am Sonntagmorgen machte ich mich dann auf den Weg zum Steinkaulenberg, welcher kleiner war als erwartet. Auch hatte der Führer ein bis zwei Versäumnisse in seinem Text über Geologie. Aber es war dennoch schön dies einmal zu sehen (Bild 006).
Als nächstes fuhr ich zum Steinbruch Juchem, welcher für mich als angehender Möchtegern Geograph (Erdkunde Lehrer), sehr interessant war. Ich machte eine Menge Bilder von den Gesteinsschichten und beobachtete die „Schatzsucher“ welche, aus meiner Sicht, viel zu wenig Sicherheit walten ließen (Bild 007). Zu leicht kann dort ein Geröllsturz durch Unachtsamkeit ausgelöst werden. Auch trugen viele leider nicht Ihre Helme, auch wenn sie sich in einem Gefahrenbereich befanden. Es waren auch viele Holländer zugegen, welche aber sehr freundlich waren. Und für so manch Einen erfüllte sich auch ein Kindheitstraum (Bild 008)
Zum Schluss traf ich noch einen „Profi“, welcher meist in den Alpen unterwegs ist. Dieser machte ein Foto von mir und wir unterhielten uns eine Weile, dieser hatte auch bessere Schutzkleidung dabei (Bild 009).
Nach diesem Erlebnis machte ich mich auf den Weg zur Weiherschleife, welche sich eher als Touristen Attraktion entpuppte. Die Informationen über die Schleifer und deren historischer Hintergrund waren ganz Interessant, aber die Ausstellung war eher für Touristen ausgelegt und das Video alles andere als fachlich korrekt. Dennoch war auch der Besuch hier recht schön.
Am Abend gingen wir noch etwas essen und ich viel recht kaputt ins Bett.
Am nächsten Morgen war leider schon wieder mein Abreise Tag, ich ging mit Patrick zusammen auf die Suche nach ein oder zwei Kostbarkeiten welche ich mitnehmen wollte. Am Ende fand ich, nach Jahrelanger Suche, endlich ein wunderschönes Schachbrett, welches ich recht günstig erstehen konnte. Als auch einen kleinen Globus aus Edelstein, welcher als Geograph natürlich nicht fehlen darf (Bilder zum Schachbrett und dem Globus folgen die Tage noch!)
Ich sah auch noch die Eine oder Andere hübsche Skulptur, doch konnte ich leider nicht alles erstehen (Bild 010-011)
Bei meinem Besuch in Idar-Oberstein war ich etwas erschrocken über das wenige Leben dort, es war weniger los als ich eigentlich dachte, auch einige Händler sprachen von sinkenden Besucherzahlen.
Aber Alles in Allem war mein kleiner Urlaub ein voller Erfolg, ich habe nicht nur an Lebenserfahrung sondern auch an Schmuckstücken und Utensilien hinzugewonnen. Auch besitze ich nun eine tolle Lupe mit LED und UV-Licht Funktion, obwohl mir der Sinn der zweiten Funktion noch Rätsel aufgibt… Auch habe ich nun einen kleinen Messschieber und eine Schweizer Titanpinzette für Diamanten, also jede Menge neues Spielzeug und natürlich ein bis zwei wunderbare Schmuckstücke
Alles in Allem war ich sehr begeistert von meinem Besuch in Idar-Oberstein, aber besonders von der Gastfreundschaft der Leute dort! Ein besonderer Dank gilt Patrick, da er mir mit Rat und Tat zur Seite stand und mich freundlich in seine kleine „Schmiede“ einlud
Ich hoffe, dass euch mein kleiner Auszug gefallen hat
Edit: Die Bilder passen von unten nach Oben zur Geschichte, wie bereits erwähnt, werden noch ein bis zwei Bilder folgen.
011.Edelstein Skulpturen.jpg
Beschreibung:
Skulpturen
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362.93 KB
010.Edelstein Skulpturen.jpg
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Skulpturen
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622.33 KB
009.Idar-Oberstein.jpg
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Juchem
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654.48 KB
008.Idar-Oberstein.jpg
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Juchem
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643.17 KB
007.Idar-Oberstein.jpg
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Juchem
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384.63 KB
006.Idar-Oberstein.jpg
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Steinkaulenberg
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868.75 KB
005.Onyx Tiger.jpg
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Stadt Bummel
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378.35 KB
004.Idar-Oberstein.jpg
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Edelsteinmuseum
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003.Idar-Oberstein.jpg
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Edelsteinmuseum
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002.Idar-Oberstein.jpg
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Edelsteinmuseum
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001.Idar-Oberstein.jpg
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Edelsteinmuseum
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_________________ Schon seit meinem 6. Lebensjahr hege ich eine Begeisterung für Panzergeldschränke und Tresoranlagen. Derzeit schreibe ich an einer privaten historischen Arbeit zur ehemaligen Franz Garny K.G., Geldschrank-, Tresor und Stahlbau Frankfurt am Main.
Jo, in Idar-Oberstein ist der Hund begraben. Hab ich auch erlebt, als ich Ende März dort war. War aber schon vor 6 Jahren so, als ich das letzte Mal für die Steine in meinem Meisterstück dort war.
dicey hat Folgendes geschrieben:
Auch besitze ich nun eine tolle Lupe mit LED und UV-Licht Funktion, obwohl mir der Sinn der zweiten Funktion noch Rätsel aufgibt…
da die Edelsteine bestimmte Farben unter UV-Licht haben (ab und zu ein diagnostisches Merkmal, das einem bei der Bestimmung eines Steines helfen kann), nehme ich mal an, daß die UV-Funktion dafür gedacht ist. _________________ Man schätzt den Staub, ein wenig übergoldet, weit mehr als Gold, ein wenig überstäubt.
(William Shakespeare)
Ein wirklich schöner Bericht.
Zum Steinkaulenberg gibt es noch anzumerken, dass der Besucherbereich nur ein kleiner Teil des Areals ist. Dort gibt es noch unzählige nicht weiter ausgebaute Stollen.
Aber zu den angekündigten Bildern vom Industriedenkmal Bengel .
Zur Zeit meiner Jugend, war der Steinkaulenberg noch völlig ungesichert und in allen Teilen zugänglich. Dass wir Buben uns in dem Labyrinth nicht verlaufen haben, vewundert mich mindestens genau so, wie der Umstand, dass keinem von uns jemals etwas passiert ist, abgesehen von einigen Abschürfungen, aber die waren ja normal. Unsere Ausbeute war beträchtlich, Dort gab es wunderschönen Carneol, der mit winzigen, roten Einsprenkelungen versehen war. Das ist ein Kennzeichen der Steinkaulenachate, damit sind sie absolut sicher zu identifizieren.
Später habe im Altarbild der Markuskirche in Venedig eine ganze Menge dieser Steinkaulenachate entdeckt. Eine ferne Begegnung mit der alten Heimat! _________________ Gruß, Ulrich
Goldschmiede seit 1967
Feine Auftragsarbeiten aller Art, sowie Reparaturen und Juwelier-Service.
CAD, Rapid Prototyping (Fräsen, Plotten, STL), Edelmetallguss, Laserschweißen seit 1993, http://www.wehpke.de http://www.wachsfraesen.de
Aber nicht wundern, ich hab Läufer und Springer ausversehen vertauscht
12.Schachbrett.jpg
Beschreibung:
Schachbrett
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_________________ Schon seit meinem 6. Lebensjahr hege ich eine Begeisterung für Panzergeldschränke und Tresoranlagen. Derzeit schreibe ich an einer privaten historischen Arbeit zur ehemaligen Franz Garny K.G., Geldschrank-, Tresor und Stahlbau Frankfurt am Main.
Zuletzt bearbeitet von dicey am So, 15. Aug. 2010 20:44, insgesamt einmal bearbeitet
*hinterher renn* _________________ Schon seit meinem 6. Lebensjahr hege ich eine Begeisterung für Panzergeldschränke und Tresoranlagen. Derzeit schreibe ich an einer privaten historischen Arbeit zur ehemaligen Franz Garny K.G., Geldschrank-, Tresor und Stahlbau Frankfurt am Main.
Aber nicht wunder, ich hab Läufer und Springer ausversehen vertauscht
Das musste dann nur noch mal beim Spiel bringen" _________________ Gruß, Ulrich
Goldschmiede seit 1967
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