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Ich weis ja nicht... Also meine Oma hat ein Künstliches Hüftgelenk aus Titan, sogar zwei! Und ihr glaubt garnicht wie Fit die gute Frau noch ist... die ist ja fast mehr unterwegs als ich! Also scheint es ja doch zu was gut zu sein.
Aber es gibt ja derzeit diesen Titan "Hype", jeder will irgendwie Titan haben und überhaupt ist Titan ja was total besonderes und super unverwüstliches. Zumindest glaubt das jeder... Nun wissen wir aber, dass Titan doch recht weich ist und alles andere als Kratzunempfindlich. Aber es muss doch irgendwo gute Eigenschaften haben. Es ist antiallergisch und ziemlich leicht (zumindest ist meine Tianbrille recht leicht, obwohl die aus Flexon noch leichter ist). Es wird in vielen taktischen Ausrüstungsmitteln benutzt, taktischen Uhren zum Beispiel. Und es kommt doch recht häufig auf Unserem Planeten vor.
Hier einmal eine einigermaßen zuverlässige Quelle:
http://www.seilnacht.com/Lexikon/22Titan.htm
Was ist nun so besonders an Titan? Was macht es so teuer? Ist es wirklich teuer oder ist das nur der "Hype"?
Fragen über Fragen, Ich hoffe auf Antworten _________________ Schon seit meinem 6. Lebensjahr hege ich eine Begeisterung für Panzergeldschränke und Tresoranlagen. Derzeit schreibe ich an einer privaten historischen Arbeit zur ehemaligen Franz Garny K.G., Geldschrank-, Tresor und Stahlbau Frankfurt am Main.
Ich meine, dass der Titan-Hype 10-15 Jahre her ist.. Interessant an Titan war die graue Farbe und das geringe Gewicht. Damals vielleicht noch eher eine Seltenheit und dadurch teuer-heute allerdings nicht mehr. _________________ Grüße Kaa
Es ist für den Endkunden aber teilweise immernoch recht teuer, da können dann schonmal fast 300 Euro zwischen dem Modell aus Edelstahl und dem Modell aus Titan liegen. Zumindest habe ich das schon so gesehen.
Wird daraus also immernoch Profit geschlagen? _________________ Schon seit meinem 6. Lebensjahr hege ich eine Begeisterung für Panzergeldschränke und Tresoranlagen. Derzeit schreibe ich an einer privaten historischen Arbeit zur ehemaligen Franz Garny K.G., Geldschrank-, Tresor und Stahlbau Frankfurt am Main.
Habe jetzt eher auf die Uhren angesprochen
Das mit dem Fharrad ist komisch... meins ist aus einem speziellen Aloi Material, ist wohl Aluminium ähnlich und für ein Mountenbike mit knapp 10,5 kg recht leicht. Besser ist nur Carbon, aber da muss man halt jedes Jahr nach Haarrissen schauen lassen hehe
Außerdem sind die nochmal um Einiges teurer! _________________ Schon seit meinem 6. Lebensjahr hege ich eine Begeisterung für Panzergeldschränke und Tresoranlagen. Derzeit schreibe ich an einer privaten historischen Arbeit zur ehemaligen Franz Garny K.G., Geldschrank-, Tresor und Stahlbau Frankfurt am Main.
das ist kein Montainbike sondern ein Rennrad, und soweit ich weiß nochmal deutlich leichter als 10 kg.
Genau weiß ich es allerdings nicht, obwohl mir mein Mann das sicher schon mindestens 45 mal erzählt hat
Reg.-Datum: 23.10.2006 Beiträge: 1654 Wohnort: Bad Salzuflen
Verfasst am: Do, 24. Jun. 2010 20:14 Titel:
Wenn ich mich recht erinnere, so wurde Titan vorrangig wegen seiner Färbbarkeit durch anodische Oxidation zu Schmuckstücken verarbeitet. Ob das ein "Hype" war, ich weiß nicht. So bunt mag es nicht jeder...
Wie jede andere Oberflächenbeschichtung sind die Farben des Titan durch Gebrauch nicht von ewiger Dauer - auch wenn sie recht hart sind. Ein Problem dürfte der Aufwand sein, der betrieben werden muss, um die Farben "wieder herzustellen". Während eine Goldplattierung, eine Rhodinierung oder eine Versilberung vielen Werkstätten zum Standartprogramm gehört, sieht das bei der anodischen Oxidation schon etwas anders aus - sind hier doch bis zu 100 V nötig, um das Farbspektrum abdecken zu können.
Auch die damals angebotene Formensprache der Titanstücke war recht eingeschränkt. All das, so meine Vermutung, trug mit dazu bei, dass sich das Metall als Schmuckmaterial nicht so recht durch setzen konnte.
Ein weiterer Punkt ist die Ver- und Bearbeitung. Sie ist im Vergleich zu den gebräuchlichen Edelmetalllegierungen weitaus aufwändiger. Dies zusammen mit der geringen Wertigkeit spricht ebenfalls gegen Titan als weit verbreitetes Schmuckmaterial.
Industriell hat es sich dagegen als Rohstoff durchsetzen können. Uhrarmbänder, Brillen und in vielen technischen Bereichen ist Titan nicht mehr wegzudenken.
dicey hat Folgendes geschrieben:
Wird daraus also immernoch Profit geschlagen?
Die Frage klingt (für mich) sehr negativ. Darum die Gegenfrage: was ist daran falsch, Gewinn machen zu wollen? Als Unternehmer und Handwerker bin ich verpflichtet, Gewinne zu erzielen. Andernfalls wird mir z. B. der Vorsteuerabzug nicht gewährt.
Darüber hinaus ist, wie ich schon oben schrieb, die Be- und Verarbeitung des Metalls nicht ganz ohne. Das muss natürlich vom Käufer bezahlt werden.
Wie ich erst kürzlich von einem Kollegen aus Flandern erfahren habe, ist bei ihm die Nachfrage nach Titan durch die steigenden Edelmetallpreise schwunghaft angestiegen. Jedenfalls ist der Kollege sehr zufrieden mit dem Umsatz, den er mit Titanschmuck macht. Seine Anfertigungen beschränken sich dabei auf einfache Schmuck- (z. T. mit Diamant besetzt) und Trauringe - ohne Färbung. _________________ Goldschmiedemeister Mario Sarto
Feine Goldschmiedearbeiten, Hand-Gravuren, Edelstein-Fassen, Unikate in Gold, Platin, Palladium und Silber
Oh, bei den Rennrädern kann es gut sein das auch Titan benutzt wird... aber da kenne ich mich leider nicht so aus
Das darf und soll auch ruhig leichter sein, meine Reifen sind ja schon 3 mal so dick
*lacht* Tja, ist eben nicht so das Hauptinteressen Gebiet der Frauen, aber ist ja nicht so schlimm
Ich würde mich aber über weitere Beiträge zu dem Thema Titan und Handel sehr freuen! _________________ Schon seit meinem 6. Lebensjahr hege ich eine Begeisterung für Panzergeldschränke und Tresoranlagen. Derzeit schreibe ich an einer privaten historischen Arbeit zur ehemaligen Franz Garny K.G., Geldschrank-, Tresor und Stahlbau Frankfurt am Main.
Als ich damals noch im EKZ gearbeitet habe, haben wir auch Uhren und Schmuck aus Titan verkauft. Unsere Kundschaft kaufte aus unterschiedlichen Aspekten.
Der Hauptaspekt war die Sache mit den Allergien. Unsere Kundschaft hat Titan als letzte Möglichkeit gefunden, um überhaupt noch Uhren oder Schmuck im Hautkontakt zu tragen. Selbst höherwertiges Gold fiel da durch.
Ein anderer Aspekt war das Gewicht. Viele Kunden empfanden beispielsweise bei einer Uhr das Gewicht beim täglichen Tragen als störend und bevorzugten daher Titan (wenn sie nicht ganz auf Swatch-Kunststoff umstiegen).
Im Trauringsektor war häufig einfach der Preis ausschlaggebend, da geringfügig teuerer als Silber, aber deutlich günstiger als Weißgold und eben wieder die Sache mit dem Gewicht im Vergleich zu Edelstahl.
Daß Titan durchaus noch zu den gefragten Schmuckmetallen zählt, beweist der Piercingmarkt. Hier wird Titan als Ersteinsatz gewählt. 316L (Chirurgenstahl) ist nur als Zweiteinsatz gewählt, als Ersteinsatz tabu. Silber fällt seltamerweise in der Piercingwelt als Schmuckmetall gänzlich durch (hab's nach zig Diskussionen immer noch nicht so ganz begriffen, wieso dieses Material da so verpönt ist).
Näherer Infos zu Titan als Schmuckmetall gibt's mal wieder auf meiner Leib- und Magen-Community Wildcat - ich bin mal so frei, mir ist das zu viel zu schreiben
Titan lässt sich als Schmuck sehr schön einsetzen, aber nicht in Form der bunten Ringe. Als Kontrastfarbe zu Gold, z.B. in Armbändern, gefällt es mir. Auch meine Lieblingsuhren sind aus Titan/Gold.
Das Material alleine wirkt allerdings nicht sehr berauschend, es sollte also kombiniert werden. _________________ Wenn man nur alle Hobbies zum Beruf machen könnte!
Jetzt hab ich doch Mario glatt überlesen, entschuldige !
Zitat:
Die Frage klingt (für mich) sehr negativ. Darum die Gegenfrage: was ist daran falsch, Gewinn machen zu wollen? Als Unternehmer und Handwerker bin ich verpflichtet, Gewinne zu erzielen. Andernfalls wird mir z. B. der Vorsteuerabzug nicht gewährt.
Jetzt hast du mich falsch verstanden
Selbstverständlich muss man Gewinn machen und man soll es ja auch!
An die schwere Verarbeitung des Materials habe ich bis jetzt nicht gedacht... Dies und der höhere Material Preis, als bei Edelstahl, wird wohl ausschlaggebend für den höheren Preis sein oder?
Buntes Titan? Habe ich noch nicht gesehn, stelle ich mir aber lustig vor
@tatze: Danke für die ausführliche Antwort An Piercings hatte ich dabei noch garnicht gedacht... Auch die Informationen auf der Internetseite waren recht interessant!
@Edelstein: Auch an das kombinieren habe ich noch nicht gedacht, klingt aber sehr gut _________________ Schon seit meinem 6. Lebensjahr hege ich eine Begeisterung für Panzergeldschränke und Tresoranlagen. Derzeit schreibe ich an einer privaten historischen Arbeit zur ehemaligen Franz Garny K.G., Geldschrank-, Tresor und Stahlbau Frankfurt am Main.
Wenn man jetzt Scmuck = Uhren setzt, dann mag ich Titan.
Als Schmuck im eigentlichen Sinn ist es mir so wertvoll wie Alu.
Aber bei einer Armbanduhr mit Metallband, macht sich die Gewichtsersparnis deutlich positiv bemerkbar.
Und das nicht bei den heute ueblichen Wanduhren mit Armband, sondern bei tragbaren Uhren.
Eine Seadweller Titan waere etwas, worueber Rolex mal nachdenken sollte.
Buntes Titan? Habe ich noch nicht gesehn, stelle ich mir aber lustig vor
hier haste mal ein Farbspektrum der möglichen Färbungen von Titan. In den 80ern war regenbogenfarbener Titanschmuck total in. Bin mal gespannt, wann das wiederkommt. Die Leggings und Legwormer haben es ja inzwischen schon wieder geschafft.
dicey hat Folgendes geschrieben:
@tatze: Danke für die ausführliche Antwort
bitte man ist ja immer besorgt um deine Fortbildung
Da fällt mir grade noch was ein, was mich letztes Jahr schon ziemlich beeindruckt hat. Betrifft aber nicht den Schmuck- und Uhren-Bereich, sondern die Luftfahrt. Ich war letztes Jahr in Oberschleißheim und habe mir die Flugwerft des Deutschen Museums angeschaut. Dort haben sie u.a. einen Gehäuseteil der Ariane 5-Trägerrakete ausgestellt. Dieses Gehäuse besteht aus 0,3mm Titanblech. Wenn man sieht, wie einfach diese Bleche zusammengesetzt werden, kann es einem echt schlecht werden.
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