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Verfasst am: Do, 11. März. 2010 23:36 Titel: Zur Brüchigkeit von Platin und andere Fragen.
Hallo,
ich will einen kaputten Ohring nachmachen lassen, und da habe ich mir überlegt gleich beide kopieren zu lassen und es stellt sich die Frage nach dem Material.
Das Problem ist, dass der Ohrring ziemlich lang ist und so konzipiert, dass er sich von selbst hält, schematisch sieht er aus wie ein sehr langes U, der untere Teil von dem U kommt durch das Ohrloch und die zwei Arme des U halten ihn dann fest. Es kann nun sein, dass der Ohrring dort beim Anziehen ein bisschen gebogen wird.
Ich war bisher bei bei zwei Goldschmieden. Der erste meinte, den Ohrring kann er mir unmöglich aus Platin machen, da er an der Verbindungsstelle zu schnell brechen würde. Er würde nur Weißgold machen.
Der andere Goldschmied hat mir Palladium, Weißgold und Platin angeboten, und meinte, das sei alles stabil genug, Platin müsse er aber schweissen statt löten und das würde entsprechend arbeitsaufwendiger (also teuerer).
Platin an sich ist, richtige Behandlung bei der Herstellung vorausgesetzt, überhaupt nicht brüchig.
Insbesondere die Platin Lötstellen sind aber schon ein Schwachpunkt und brechen schneller.
Auch bei anderen Metallen ist die Lötstelle in der Regel der Schwachpunkt.
Die Schweißung ist da dann die richtige Wahl, dann sind die Materialeigenschaften an der Schweißstelle annähernd so, wie im restlichen Material. Nur Schweißen kann eben nicht jeder.
Wenn das ganze ein offenes U ist, verstehe ich aber nicht, weshalb überhaupt geschweißt werden muss.
Danke schonmal für die Information. Das mit dem U war nicht so gut erklärt. Also die eine hälfte von dem U ist vor dem Ohr, das ist der Teil den man sieht, der ist natürlich dicker und entsprechend geformt und die andere hälfte ist nur ein Stift, der befindet sich hinter dem Ohr und hält den Ohrring fest.
Im Prinzip wird wohl ein L-förmiges dünnes Metallteil an den eigentlichen Ohrring gelötet.
Ich kann mir das leider immernoch nicht vorstellen, stell doch mal ein Bild oder eine Zeichnung ein, dass wäre seeeeehr hilfreich
Greetings, Adrian _________________ Schon seit meinem 6. Lebensjahr hege ich eine Begeisterung für Panzergeldschränke und Tresoranlagen. Derzeit schreibe ich an einer privaten historischen Arbeit zur ehemaligen Franz Garny K.G., Geldschrank-, Tresor und Stahlbau Frankfurt am Main.
diie einzige Schwierigk4eit die ich sehe, dürfte wohl das hohe spezifische Gewicht und der hohe Metallpreis sein. An sonsten sehe ich kein Problem. Die Auskünfte die Du erhalten hat, sind unzutreffend. Alelrdings habe ich genau wie Zirkonhead meine Schwierigkeit, Deine Vorstellung zu begreifen. Mal es doch mal auf _________________ Gruß, Ulrich
Goldschmiede seit 1967
Feine Auftragsarbeiten aller Art, sowie Reparaturen und Juwelier-Service.
CAD, Rapid Prototyping (Fräsen, Plotten, STL), Edelmetallguss, Laserschweißen seit 1993, http://www.wehpke.de http://www.wachsfraesen.de
Hoffentlich lohnt sich so viel Engagement! _________________ Gruß, Ulrich
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