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aus Erbschaft habe ich folgende Uhr: Damenuhr Gelbgold 585 von Johannes Hartmann Hofuhrmacher, Berlin (1856-1872) wie auf den Fotos zu sehen mit Rubinen und Diamanten besetzt.
Leider hatte meine Mutter mal ein Quartzwerk einsetzen lassen Das alte Uhrwerk existiert aber noch. Ausserdem sind oben und unten Stege angebracht worden um die Uhr als Armbanduhr verwenden zu können. Und das ursprünglich gewölbte Glas ging kaputt und wurde durch ein flaches Glas ersetzt.
Laut Auskunft eines Uhrmachers, der auf alte Uhren spezialisiert ist, fehlt bei dem Uhrwerk ein kleines Teil, (nicht das separate auf dem Bild sichtbare Rädchen) ausserdem ist das Zifferblatt bereits beschädigt was das wiedereinsetzen des alten Uhrwerks erschwert, falls die "Füßchen" auf der Rückseite für das Quartzwerk entfernt wurden.
Lange Rede- kurzer Sinn. Wenn ich das jetzt alles machen lasse, ist die Uhr dann wieder fast soviel Wert, wie im Originalzustand oder eher nicht? und was könnte sie überhaupt Wert sein?
Vermutlich ueberschaetzt Du den Wert der Uhr wenn sie noch gut erhalten waere schon.
Aber diese Uhr ist so gruendlich zerstoert, dass eine Restaration, wenn ueberhaupt noch moeglich, den Wert um ein vielfaches uebersteigt.
Entweder als Erinnerung behalten, oder als Materialwert verkaufen.
Reg.-Datum: 01.03.2010 Beiträge: 70 Wohnort: München
Verfasst am: Mo, 08. März. 2010 15:29 Titel:
Hallo Karlo,
vielen Dank für die schnelle Antwort. Naja ich habe eben keine Ahnung, was die Uhr wert sein könnte. Der Uhrmachermeister meint, dass eine Reparatur sich lohnt und veranschlagt Kosten von ca. EUR 350-380. Er sagt, dass der Herstellername bekannt ist und das Werk gut. Nach dem Wert der Uhr habe ich ihn aber nicht gefragt. Ich bin eben unsicher und frage deshalb hier nochmal nach.
Dann jetzt nochmal so: Übersteigen die genannten Reparaturkosten den Wert der Uhr tatsächlich um ein vielfaches?
Reg.-Datum: 09.07.2005 Beiträge: 10492 Wohnort: München
Verfasst am: Mo, 08. März. 2010 16:28 Titel:
Wenn der Uhrmacher alles für 350 Euro machen will, Werk restaurieren, einsetzen und Zifferblatt und Glas neu, scheint es mir ein günstiges Angebot zu sein.
Wenn Du die restaurierte Uhr dann verkaufen willst, wirst Du das Geld nicht wieder zurück bekommen. Aber ich finde diese Uhr sollte schon erhalten bleiben.
Sie ist schon besonders mit den Diamanten und Rubinen. Mann sollte nicht versuchen aus allem ein Geschäft zu machen. _________________ MfG Butschal
Reg.-Datum: 01.03.2010 Beiträge: 70 Wohnort: München
Verfasst am: Mo, 08. März. 2010 17:09 Titel:
auch Dir vielen Dank für die Antwort. Nein, verkaufen will die Uhr nicht. Sie ist im Original wirklich ganz entzückend, nur war sie eben früher mit dem gewölbten Glas und der zierlicheren Aufzugskrone noch wesentlich hübscher, deshalb der Wunsch sie zu restaurieren.
Ich seh hier nur Photos, weiss nicht was fuer ein Werkteil fehlt und nicht in welchem Zustand das Zifferblatt ist. Auch seh ich nicht, was fuer das Quartzwerk noch vermurkst wurde.
Aber ich bin ziemlich sicher, dass aus den 350-380 eher das doppelte wird wenn alles vernuenftig gemacht wird.
@Heinrich: Zifferblatt neu ist aber was ganz boses... Dann ist sie wirklich nur noch Materialwert.
Man kann Zifferblaetter auch ohne Fuesschen befestigen wenn es um die Erhaltung geht.
Die Uhr ist schoen, der Uhrmacher ist bekannt, stimmt alles, aber es wird ein teurer Spass.
Reg.-Datum: 01.03.2010 Beiträge: 70 Wohnort: München
Verfasst am: Mi, 10. März. 2010 12:58 Titel:
Hallo,
nur der Vollständigkeit halber:
Den Namen habe ich vergessen aber es handelt sich um den inneren Teil des Uhrwerks, der zwischen "Uhrzeit stellen" und "aufziehen" einstellt. Ähm naja ich hoffe, Ihr versteht, was ich meine.
@Karlo Das ist ja keine schöne Antwort, eigentlich sagst Du mir, dass ich meinem Uhrmacher nicht trauen sollte. Entweder weil er den Preis nicht in der Lage ist ansatzweise einzuschätzen oder weil für den Preis nur schlampige Arbeit möglich ist. Das finde ich doch etwas erstaunlich.
ein altes, gewölbtes Glas sollte sich für Deine schöne Uhr wohl finden lassen, ich habe auch noch ein paar tausend davon und die gänigen Größen sind eigentlich alle da. Das Zifferblatt wieder mit Kupferfüßen zu versehen, ist kein Teufelswerk, das sollte machbar sein. Was das fehlende Teil betrifft, hat eigentlich jeder vernünftige Uhrmacher ein Schränkchen mit derartigen Schätzchen. Man muss da nur mal ran gehen und nicht schon im Vorfeld missmutig die Hände über dem Kopf zusammen schlagen.
Ich selbst arbeite nur noch in speziellen Bereichen an Uhren, habe jedoch für jede Fachrichtung eine handverlesene Empfehlung. Wenn also gar nichts mehr geht und Du etwas Zeit hast, darfst Du Dich ruhig melden, bevor das Ührchen restlos unter die Räder kommt. _________________ Gruß, Ulrich
Goldschmiede seit 1967
Feine Auftragsarbeiten aller Art, sowie Reparaturen und Juwelier-Service.
CAD, Rapid Prototyping (Fräsen, Plotten, STL), Edelmetallguss, Laserschweißen seit 1993, http://www.wehpke.de http://www.wachsfraesen.de
Reg.-Datum: 01.03.2010 Beiträge: 70 Wohnort: München
Verfasst am: Do, 10. Feb. 2011 11:44 Titel:
Das ist jetzt schon sehr lange her aber falls es doch für jemanden interessant sein sollte, der auch überlegt eine alte Familienuhr restaurieren zu lassen:
Das Zifferblatt konnte erhalten werden, dafür mussten die häßlichen schwarzen Zeiger ersetzt werden, die mit Einbau des Quartzwerks leider eingesetzt worden waren. Auf jeden Fall tickt sie wieder fröhlich vor sich hin und ich trage sie wieder viel lieber.
Reg.-Datum: 01.03.2010 Beiträge: 70 Wohnort: München
Verfasst am: Do, 10. Feb. 2011 15:00 Titel:
sicher. Der Kostenvoranschlag war ja 350 bis 380, gekostet hat es dann schließlich 400. Im Nachhinein betrachtet ist es mir das auf jeden Fall wert.
Durch die goldenen Stege kann ich passend zur Farbe der Kleidung unterschiedlichfarbige Satinbänder ziehen und so als Armbanduhr tragen, das ist für mich besser als eine Taschenuhr, wenn auch nicht ganz original...
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