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Verfasst am: Do, 04. März. 2010 15:42 Titel: Mysteriöse alte Uhr mit Steinen restaurieren ?
Hallo liebe Experten,
ich habe eine Anfrage bezüglich einer alten Damen-Armbanduhr, die meiner Oma gehörte. Ob sie die Uhr ebenfalls geerbt hat, oder ob sie von ihr gekauft wurde, kann ich nicht sagen. Daher weiss ich leider nicht, wie alt sie ist. Laufen tut sie nicht mehr
Auch kann ich keine Informationen liefern bezüglich des Uhrwerks oder Stempel usw. Nichts dergleichen ist auf der Uhr zu finden und öffnen traue ich mir nicht zu. Auf dem Ziffernblatt steht auch nichts.
Ich weiss nur, dass man der Uhr vor cirka 30 Jahren Teile des Armbands "demontiert" hat, um sie zu Geld zu machen. Die fehlenden Stücke wurden durch ein billiges Lederband ersetzt, damit man sie noch tragen kann. Welch Frevel
Die Uhr ist silbern (zumindest dem Anschein nach) und viele Steinchen sind auf Uhr und Armband eingesetzt. Leider weiss ich nicht, was für Steinchen das sind. Sie sehen dunkel, irgendwie silbrig aus, glänzen aber sehr intensiv . Früher soll die Uhr gefunkelt haben wie verrückt Sie ist aber angelaufen und es fehlen auch Steinchen.
Ich wüßte gerne ob jemand so eine Uhr zuordnen kann und ob man sie irgendwie wieder herstellen könnte, denn Ich würde sie gern meiner Mutter in "neuem Glanz" zurückschenken.
Vielen herzlichen Dank schonmal für jedwede Hilfe oder Information. Leider habe ich mit der Kamera keine besseren Aufnahmen hinbekommen und kann auch keine genaueren Informationen als diese hier liefern.
Reg.-Datum: 09.07.2005 Beiträge: 10491 Wohnort: München
Verfasst am: Do, 04. März. 2010 16:14 Titel:
Die Steinchen sind Markasiten. Das teuerste wird wohl die Restaurierung des Uhrenwerkes sein. Da muss man das einem Uhrmacher in die Hand geben und der muss das Werk untersuchen. _________________ MfG Butschal
Ich weiß ganz genau, dass die Enden abmontiert wurden, da es ein Familienmitglied war, welches die Teile "versilberte" und sich das rumsprach...
Meine Mutter hat die Uhr dann später in diesem Zustand geerbt, nachdem betreffendes Familienmitglied starb, welches es widerum vorher von meiner Oma geerbt hatte.
Verharztes Uhrwerk habe ich noch nie gehört. Was verharzt denn da genau bzw. wodurch? Ich bin totaler Laie, sorry für die dumme Frage.
Ich kenne aber einen Uhrmacher in Ruhestand, den ich zwecks Reparatur mal fragen werde.
Kann denn ein Juwelier mir die fehlenden Steinchen einsetzen und evtl. auch wieder ähnliche Enden dranbasteln ? Ist so was sehr teuer ? Ich fänds so schön, wenn ich meiner Mama diese Uhr wiedergeben könnte in altem Glanz. Sie hat sie schon als Kind immer bewundert, weil sie so schön glitzerte und war ganz entsetzt, in welchem Zustand sie sie das nächste Mal sah...ich würde ihr so gern eine Freude machen mit einer funktionierenden, wieder glitzernden, Lederersatzbändchen-losen Uhr
Vielen lieben Dank für (Eure) Deine Hilfe !
Grüße
nanika
Reg.-Datum: 09.07.2005 Beiträge: 10491 Wohnort: München
Verfasst am: Do, 04. März. 2010 21:49 Titel:
Die Lager der Achsen der Rädchen sind je mit einem winzigen Tropfen Öl geschmiert. Dieses Öl kann verharzen indem die leichtflüchtigen Teile des Ölgemisches austrocknen. Dann wird der Widerstand immer höher bis die Uhr sich nicht mehr bewegt. _________________ MfG Butschal
hm... nur mal so ne Frage nebenbei Heinrich, ich hab das mit dem Harzen in den Uhren schon öfter gehört. Das letzte mal bei einem sehr edlen Tresor Hersteller welcher sogenannte automatische Uhrenbeweger als Innenausstattung für diese anbietet. (Für gut betuchte Uhrensammler, aber allein die Schränke kosten soviel wie ein Luxuswagen...)
Aber mal zurück zu meiner Frage: Gibt es für Uhren noch keine nicht Harzenden Fette oder Schmiermittel? Aus dem Werkzeugbereich kenne ich WD40 und aus dem Schloss Bereich ein Spezielles Pflege Spray der Firma Abus. (gibt sich beides aber nicht viel)
Gibt es sowas nicht auch für Uhrwerke oder muss man dort ein anderes Öl/Fett benutzen? Ein spezielles vielleicht?
Würde mich mal interessieren
Greetings, Adrian _________________ Schon seit meinem 6. Lebensjahr hege ich eine Begeisterung für Panzergeldschränke und Tresoranlagen. Derzeit schreibe ich an einer privaten historischen Arbeit zur ehemaligen Franz Garny K.G., Geldschrank-, Tresor und Stahlbau Frankfurt am Main.
ich habe eben mal geschaut und ein Silikonspray gefunden, dass damit wirbt einen nicht harzenden Gleitfilm zu erzeugen, der auch für Uhren geeignet sein soll... aber ob das nun auch in der Praxis das Mittel der Wahl ist, weiss ich nicht.
Ich wußte ja bis vorhin nicht mal, dass Uhren harzen können
Hallo Adrian,
die heutigen Öle sind eigentlich so gut wie harzfrei .
Aber bei alten Uhren ist halt meist auch altes Öl drin
und durch das nicht benutzen der Uhren verharzt das.
Gruß: Werner _________________ Die bittere Erfahrung eine schlechte Qualität zu haben , währt länger als die Freude über einen niedrigen Preis !
Reg.-Datum: 09.07.2005 Beiträge: 10491 Wohnort: München
Verfasst am: Fr, 05. März. 2010 08:40 Titel:
Ich habe öfters Uhrmachern zugesehen, die hatten immer eine ganze Batterie an kleinsten Fläschen an Ölen mit Nummern dran, die für bestimmte Lager mit unterschiedlichen Gleitfähigkeiten bestimmt waren. Die werden von Spezialfirmen mit hohem "Literpreis" geliefert. Eine Wissenschaft für sich und nicht mein Fachgebiet. _________________ MfG Butschal
Heutige Oele verharzen nicht mehr. Aber auch Oel verdunstet ganz langsam. Also laufen die Lager irgendwann trocken.
Irgendwelche Sprays sind fuer Uhren ungeeignet.
Und wofuer WD40 wirklich zu gebrauchen ist, konnte ich bis heute nicht feststellen. Zum schmieren jedenfalls nicht.
Interessant, besonders das mit den vielen Fläschen für die einzelnen Zahnrädchen.
Zitat:
Und wofuer WD40 wirklich zu gebrauchen ist, konnte ich bis heute nicht feststellen. Zum schmieren jedenfalls nicht.
Das WD40 wohl kaum für Uhren gedacht ist, dachte ich mir schon... Aber eine Verwendung hat es allemal, habe es schon sehr oft benutzt, ob nun bei Türen oder zum entrosten alter Vorhangschlösser.
Greetings, Adrian _________________ Schon seit meinem 6. Lebensjahr hege ich eine Begeisterung für Panzergeldschränke und Tresoranlagen. Derzeit schreibe ich an einer privaten historischen Arbeit zur ehemaligen Franz Garny K.G., Geldschrank-, Tresor und Stahlbau Frankfurt am Main.
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