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Verfasst am: Mo, 22. Feb. 2010 16:42 Titel: Ring mit Steinen
Hallo zusammen,
ich habe eine Frage.
Bei Ringen mit einem Stein oder mehreren ist ja oft das Problem, dass der Ring sich beim tragen der Schwerkraft fügt und der Stein irgendwann unten landet und nicht mehr oben ist.
Jetzt habe ich gelesen, dass es wohl einen Trick beim Herstellen gibt, damit der Stein oben bleibt.
Ist so etwas den Goldschmieden hier bekannt oder nur ein Gerücht?
Wenn es so eine Technik gibt, könnt ihr mir vielleicht grob erklären, wie das gehen soll und ob es etwas nutzt?
selbst bei trauringen, wo die stelle mit dem stein die leichteste ist, dreht sich der stein weg
dagegen hilft nur sekundenkleber oder der ring hat senkrechte/gerade seiten, also ein vieckiges loch
ansonsten den schreiberling, der behauptet, es gäbe einen trick, befragen
Früher wurden 2 Kugeln auf der Innenseite der Ringschiene angebracht damit sich der Ring nicht mehr so leicht drehtl. Wobei ja viel von der Fingerform abhängt wie stark sich der Ring dreht. _________________ MfG Raustland
Dafür können die Kugeln auch gut sein, ich kenne das aber von Leuten mit Arthrose in den Fingergelenken. Da kann man einen eigentlich zu großen Ring dann übers Gelenk streifen und er sitzt trotzdem noch einigermaßen gut am Finger.
Was ich noch kenne, sind "Federflügel", die in die Schiene eingelötet werden.
Und dann gibt es noch solche Innenschienen zum Aufklemmen auf den Ring. Dient aber eigentlich auch nicht als Schutz gegen verdrehen.
Aber ganz sicher vor verdrehen, ist man nur, wenn man die benachbarten Finger in die Stabilisierung des Ringes konstruktiv mit einbezieht
Oder einen riesigen Sein obendrauf, der von den benachbarten Fingern am herunterfallen gehindert wird. _________________ Wenn man nur alle Hobbies zum Beruf machen könnte!
Oder meint Ihr vielleicht so etwas? Dreht sich auch nur höchst widerwillig. Hab ich als "Einhandring" entwickelt. Jedoch ohne Schlagring-Funktion!
Inge1.jpg
Beschreibung:
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_________________ Gruß, Ulrich
Goldschmiede seit 1967
Feine Auftragsarbeiten aller Art, sowie Reparaturen und Juwelier-Service.
CAD, Rapid Prototyping (Fräsen, Plotten, STL), Edelmetallguss, Laserschweißen seit 1993, http://www.wehpke.de http://www.wachsfraesen.de
Bei Ringen mit einem Stein oder mehreren ist ja oft das Problem, dass der Ring sich beim tragen der Schwerkraft fügt und der Stein irgendwann unten landet und nicht mehr oben ist.
Oder ob die Schwerkraft immer siegt
Marie
Ich würde sagen, daß es auch oft an den Proportionen liegt: also die Breite und Materialstärke der Ringschiene zum Stein nicht ausgewogen ist.
Das heißt wenn die Ringschiene sehr schmal bzw. dünn ist, dann dreht sich der Stein & die Schwerkraft siegt.
Trotzdem auch bei dickerer und breiterer Ringschiene sitzt der Stein nicht immer mittig am Finger...
Diese Kügelchen in der Ringschiene kenne ich auch; trägt einer von Euch einen Ring mit solchen "Bremsen"? Stelle ich mir unbequem & drückend vor!? Oder?
Zuletzt bearbeitet von STF am Sa, 27. März. 2010 21:39, insgesamt einmal bearbeitet
danke für die ganzen Beiträge.
Hintergrund der Sache ist natürlich die Anfertigung der Eheringe und da ich beim Verlobungsring momentan bemerke, dass er sich eben auch mal dreht, wollte ich wissen, ob das eben verhindert werden kann.
Dabei habe ich dann den Tipp bekommen, das unten beigefügte Machart das Drehen wohl beschränken soll und daher wollte ich fragen, ob es wirklich an der Form liegt oder ein Zusammenspiel zwischen Form und richtiger Größe und ausgewogenem Ring ist z.B.
Reg.-Datum: 09.07.2005 Beiträge: 10490 Wohnort: München
Verfasst am: So, 28. Feb. 2010 10:07 Titel:
Bei meinen Siegelringen achte ich darauf das der Kopf nicht zu schwer wird um die Drehneigung zu reduzieren. Gleichzeitig mache ich die untere Ringschiene besonders kräftig.
Das hat einerseits den Vorteil das ich zu einem fast ausgewogenen Gewichtsverhältnis zwischen Unterteil und Ringkopf komme und zweitens die Ringschiene, die ja den höchsten Abnutzungsbelastungen ausgesetzt ist, entsprechend lange, über mehrere Generationen halten kann. Die Siegelringe werden ja oft auch ein bis zwei mal vererbt.
Auch wenn die Finger größer werden kann man aus einer kräftigen Ringschiene ohne weiteres noch ein paar Nummern größer walzen.
Hintergrund der Sache ist natürlich die Anfertigung der Eheringe und da ich beim Verlobungsring momentan bemerke, dass er sich eben auch mal dreht, wollte ich wissen, ob das eben verhindert werden kann.
Hallo Marie,
vielleicht möchtest Du ein Foto Euer Verlobungsringe einfügen, dann könnte man besser sagen, woran es liegen könnte, daß der Steinring sich dreht; und ob es tatsächlich die Proportionen sind
Marie hat Folgendes geschrieben:
Dabei habe ich dann den Tipp bekommen, das unten beigefügte Machart das Drehen wohl beschränken soll und daher wollte ich fragen, ob es wirklich an der Form liegt oder ein Zusammenspiel zwischen Form und richtiger Größe und ausgewogenem Ring ist z.B.
Wenn Dir die Ringform gefällt, warum nicht? Stelle ich mir bei dieser Machart schwieriger vor, daß der Ring sich noch großartig dreht.
Trauringe symbolisieren die ewige Verbindung ҉ "bis daß der Tod Euch scheidet". Dann wäre es gut, wenn Du Dir vorstellen kannst, den Ring tagtäglich tragen zu können.
Falls Du Dich mit der "schiefen" Form der Trauringe nicht anfreunden kannst, dann suche Dir Trauringe Deiner Wahl aus; daß sich der Ring mal dreht ist wie die Ehe, zu welcher Höhen & Tiefen gehören. Nichts bleibt konstant
Wünsche allen noch einen angenehmen Sonntag*
„Nichts ist so beständig wie der Wandel“
(Heraklit von Ephesus ~540 v. Chr. - 460 v.Chr.)
Zuletzt bearbeitet von STF am Sa, 27. März. 2010 21:42, insgesamt einmal bearbeitet
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