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Wir haben sie ja in einem Goldschmiedekurs gemacht.
Aber zuerst einmal mein Verlobungsring, vielleicht könnt ihr ja einen Grund sehen, warum er sich dreht.
Der Goldschmied im Kurs meinte, er ist viel zu groß, daran liegts...
Ja, er ist auch groß, er geht leicht auf und ab, aber nicht zu groß finde ich.
Allerdings ist er Größe 54 auf der linken Hand, ich habe rechts den Trauring jetzt mit 52, also könnte der links bestimmt gut 50 sein und würde dann fest sitzen und sich vielleicht auch nicht drehen...
Ich war eben nicht mit aussuchen und habe noch nicht so viele Ringe gekauft, dass ich gewußt hätte, wie er sitzen soll.
Und hier jetzt unsere Eheringe.
Noch ohne Gravur und Steine und noch nicht endgültig mattiert.
Bei mir kommen noch 7 Brillanten a 0,01ct rein in Kanalfassung im mattiertem Teil an der Rille
die sind doch erstaunlich gut geworden. Als Erstlingswerk ziemlich phänomenal! _________________ Gruß, Ulrich
Goldschmiede seit 1967
Feine Auftragsarbeiten aller Art, sowie Reparaturen und Juwelier-Service.
CAD, Rapid Prototyping (Fräsen, Plotten, STL), Edelmetallguss, Laserschweißen seit 1993, http://www.wehpke.de http://www.wachsfraesen.de
schreib doch bitte mal deine erfahrungen und wie so ein kurs abläuft
mit welchem material, habt ihr mit einem streifen angefangen, den gelötet oder geschweißt, oder hat der kursleiter geschweißt? und die rille: per hand eingesägt/gefeilt?
wieviel teilehmer gleichzeitig, wie lange gewerkelt
ich finde die nämlich auch gut gelungen, stark abgerundet auch innen......
wegen dem drehen: meine frau bekommt ihren trauring oft nur mit seife ab und er dreht sich trotzdem!
denke, daß eben ne viereckige form oder die "schiefe" vielleicht was verhindern kann
Feine Auftragsarbeiten aller Art, sowie Reparaturen und Juwelier-Service.
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Wir haben sie ja in einem Goldschmiedekurs gemacht.
Der Goldschmied hat sicher Recht, denn wenn der Ring zu groß ist, dann hat er auch den Spielraum, um sich frei zu bewegen und die Richtung zu wechseln.
Ansonsten ist der Verlobungsring auch Spiralförmig, hat also keine "gerade" Ebene, die Ringschiene ist somit auch "schief". Daher dreht er sich umso lieber, und wenn er zu groß ist, d.h. den Spielraum dazu hat.
1 oder 2 Nummern (mm) machen schon einiges aus.
Vielleicht kannst Du ja Eurem Goldschmied den Auftrag geben, den Ring in die passende Größe zu ändern.
Marie hat Folgendes geschrieben:
Bei mir kommen noch 7 Brillanten a 0,07ct rein in Kanalfassung im mattiertem Teil an der Rille
7 Brillanten hast Du sicher immer im Blick , falls sich der Ring mal drehen sollte, kannst Du ihn ja wieder in die richtige Richtung rücken
Ich habt Euch "zeitlose" Trauringe ausgesucht, ich wünsche Euch damit viel Freude!
Zuletzt bearbeitet von STF am Sa, 27. März. 2010 21:34, insgesamt einmal bearbeitet
es freut mich, dass euch die Ringe gefallen und sie gut aussehen für Fachleute.
Wenn sie komplett sind stelle ich gerne noch mal Photos rein
Ja, mit dem Verlobungsring schaue ich mal, vielleicht wünsche ich mir zum Geburtstag das kleiner machen lassen.
So teuer sollte das ja nicht sein, oder?
OK, dann ein kleiner Überblick über den Kurs.
Also, normalerweise werden maximal zwei Paar von einem Goldschmied betreut und jeder macht den Ring des Partners.
Da es noch recht früh in der Saison ist hatten wir sogar das Glück, alleine mit unserem Goldschmied zu sein.
Er hat ursprünglich in einer Platinschmiede gelernt, war also genau richtig für unsere Platinringe.
Wir haben jetzt 950er Platin (Rest Wolfram glaube ich) genommen mit Navette (oder so?) Profil.
Wir kamen also um 10 Uhr an und hatten erstmal zwei lange Stäbe da liegen:
Danach waren sie leicht biegsam und dann haben wir sie in eine UForm gebracht, nachdem der Goldschmied uns gezeigt hatte wie und worauf wir achten müssen (und meinen Stab dann nochmal gerade gebogen hat *grummel*)
Hier musste der Ring so nah zusammen gebracht werden, dass max 2-3mm Platz war noch.
Dann hat der Goldschmied die Rille ausgesägt, damit die auf beiden Seiten gleich ist vom Profil und damit hat soch dann auch die Lücke noch mehr geschlossen.
Damit er bis in die Mitte des Navette Profils kam bei dem Herrenring mit einer Dicke von 2,3mm hat er hier die Naht V-förmig ausgeschnitten.
Danach gings ans feilen, erst innen mit 600er, 800er, 1200, 1400er und keine Ahnung wie vielen Schleifpapieren, bis hin zu irgendwelchen kristallin besetzten....
Der Goldschmied meinte, viele würden auch bei irgend nem kleineren Papier aufhören, aber er meinte das Ergebnis sei doch deutlich besser und kein Ring würde den Laden verlassen, der nicht bis zum Optimum poliert ist.
Während dem Schleifen, was wir gemacht haben hat er immer kontrolliert...
Wir mussten dann nach dem Längsschleifen per Hand seitlich polieren, um Unebenheiten zu finden und so....
Danach wurde die Rille angezeichnet und ausgesägt, was wieder der Goldschmied gemacht hat, das ist ja wohl nicht so leicht...
Danach wurde poliert mit dem großen Bruder vom Puschel (weiß nicht mehr wie das große Ding hieß).
Danach wurde das außen polierte abgeklebt mit Tesa und der Rest mattiert.
Und dann wurde innen mit der Paste von uns auf hochglanzpoliert und der Goldschmied ging nochmal mit dem Puschel durch.
Da das wohl auch wieder was tricky ist hat er das gemacht, denn wenn man abrutscht könnte das wohl böse Macken geben...
Tja, und dann waren wir soweit fertig
Er hat dann noch die Brillanten aufgelegt, damit ich sehen kann, was und wie ich es mag und Beispiele für Kanal und Verschnitt gezeigt und ja
Wir haben 5 1/2 Stunden gebraucht, keine Pause gemacht, wir waren so im Schwung, dazwischen gabs genug zu trinken und der Goldschmied hat sehr viel erzählt, Anekdoten aus seiner Lehrlingszeit und so, also sehr nett .-)
Ja, so war das
Und? Was meint ihr? Zu gebrauchen der Kurs und die Machart der Ringe?
Wenn Fragen sind, ruhig Fragen, vielleicht habe ich Arbeitsschritte jetzt vergessen oder so...
danke für den ausführlichen bericht und das fotohochladen, ist doch schön, wenn von den fragenden auch mal was zurückkommt
eins ist klar: platinringe sind nicht wirklich komplett von laien zu machen, weil das verletzungs-und schiefgehpotenzial gerade beim schweißen zu groß ist, insofern bestätigt es meine erwartungen,
aber entscheidend ist, ihr habt ordentlich mit dran gearbeitet und das ergebnis ist professionell
aufs vollständig ausgefaßte endergebnis sind wir natürlich auch gespannt
Als Laie kann man natürlich nie wissen, ob die Infos, die man erhält richtig sind, man muss sich da eben drauf verlassen, dass das schon die richtige Methode zur Platinverarbeitung ist.
Daher ist es toll, hier ein Forum zu haben, in dem andere Fachmänner und Frauen ihr Urteil abgeben können.
Natürlich mache ich Photos, wenn die Ringe fertig sind
Das schöne am Kurs, das hat auch mein Verlobter gestern gesagt, ist nicht nur, das man selbst Hand anlegt, sondern einfach auch das Zusehen, wie die eigenen Ringe hergestellt werden.
Das ist doch was anderes, als zu kaufen, einfach die ganze Entstehung verfolgen zu können.
Noch einmal kurz die Frage, was das kleiner machen von Ringen so ungefähr kosten kann?
Also von meinem Verlobungsring, womit müsste man da rechnen?
20€ 50€ 10€?
Ich habe da gar kein Gefühl für.
was ist das für material
ist der stein oben schwebend eingeklemmt oder ist unter dem stein ein steg/öse?(glaube letzteres zu erkennen)
10 euro ist auf jeden fall zu wenig
dann hängt der Preis auch davon ab, ob der Ring rhodiniert ist
zum Preis sollten andere was sagen, meine Preisschätzung aus dem Tal der tiefen Preise wäre eh irrelevant
Reg.-Datum: 09.07.2005 Beiträge: 10493 Wohnort: München
Verfasst am: Mo, 01. März. 2010 14:25 Titel:
Den Diamantring aufsägen, ein Stück entfernen, zusammenlöten. Dann rund richten, den wahrscheinlich dann wackelnden Diamanten nachfassen und alles neu schmirgeln um die Bearbeitungsspuren zu beseitigen, polieren und rhodinieren ist für 50 Euro schon sehr günstig. Eher zwischen 50 und 100 Euro. _________________ MfG Butschal
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