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Reg.-Datum: 09.07.2005 Beiträge: 10494 Wohnort: München
Verfasst am: Do, 11. Feb. 2010 18:50 Titel:
Dann noch mein Senf dazu:
Die Säuren zum Beizen, egal ob Essig oder Batteriesäure (letztere ist besser) nie in einem Metalltopf aufbewahren sondern in Plastik, Glas oder Porzellan.
Bei der Quick-Cast Schmelzschale kein Borax verwenden.
Ansonsten Borax, Salz oder was auch immer, nie auf die flüssige Schmelze sondern vorher zum noch festen Metall zugeben. _________________ MfG Butschal
Nachdem Schmelztiegel, Borax etc. von der Fa. Schula endlich bei mir war, startete ich einen ersten Versuch. Leider hatte ich nicht genug Zeit und so war der Versuch mit dem Sand ein Schuß in die Hose.
Ein wenig ernüchtert habe ich heute einen zweiten Versuch mit einem Tip von Tilo gestartet. Volltreffer : ein wunderschöner Nugget, der nicht mehr gebeizt oder poliert werden mußte. Genauso schön und auch in der Formgebung wie der Nugget eines Juweliers, den ich gekauft hatte. Der gekaufte Nugget hat eine sehr schöne sich ins Gesamtbild anpassende Öse. Die hat meiner noch nicht, kommt aber noch. Aber dafür hat mein Nugget - ich spreche nicht mehr von einem Klumpen - eine höhere Dichte mit rund 14.
Zum Vergleich ich wollte vergangene Tage noch den einen oder anderen Juwelier-Nugget kaufen, die Pforzheimer waren jedoch bereit mehr zu zahlen.
Bis jetzt brauche ich zur Herstellung zwei Elemente + Borax + Schmelztiegel.
Eine Frage zum Stempeln habe ich aber noch: Wie klappts am besten ( --->Wärme ) ?
keine ahnung, wie mein tip zu einem nugget ohne beizen und polieren geführt hat, nach dem schmelzen muß man doch eigentlich immer beizen, entweder um flußmittelreste abzubekommen oder alternativ eben die oxide?
stempeln natürlich nur, wenn du dir sicher bist, daß du nicht gefälschten schmuck mit eingeschmolzen hast(autobahngold)
und natürlich kalt stempeln
>Zum Vergleich ich wollte vergangene Tage noch den einen oder anderen Juwelier-Nugget kaufen, die Pforzheimer waren jedoch bereit mehr zu zahlen
?kannst du das irgendwie verständlicher formulieren?
meine Versuche mit diesem " Klumpen " waren vielfältig. Ich bin mir nach deiner Frage nicht sicher, ob irgendwelche Chemikalien an der Masse noch vorhanden waren bzw hafteten, trotz guter Hitze: in sich rotierende weiß schimmernde Kugel. Neue Versuche werde ich am Wochenende starten, wenn familiär keine anderen Pflichten anstehen.
Jedenfalls habe ich mit Borax und Wasser hantiert. Keine Flussmittel. Für mich war nach einigen Versuchen die gefundene Wasserhöhe im Behälter für das eingegossene Schmelzgut richtig erfolgreich. Oxide waren fast keine vorhanden. Vielleicht lags am Wasser. Ich werden bei weiteren Versuchen darüber berichten.
Mit den Pforzheimern meine ich Aufkäufer.
Den Begriff Autobahngold kenne ich. Mein Schmelzgut bestand aus gestempeltem Kleinschmuck und wurde von mir Säure geprüft.
Borax zählt zu den Flußmitteln _________________ Man schätzt den Staub, ein wenig übergoldet, weit mehr als Gold, ein wenig überstäubt.
(William Shakespeare)
ach ja, ist schon so lange her, daß ich gold ins wasser gegossen habe, da kann das tatsächlich relativ hell rauskommen, würde ich aber standardmäßig trotzdem beizen danach, notfalls mit zitronensäure(entkalker)
die richtig guten nuggets habe ich mit rumpanschen gemacht und da ist beizen pflicht, da werden die boraxreste hart wie anhaftendes glas
In den vergangenen Wochen und Monaten hat sich bei mir einiges getan.
Die ersten " richtigen " Nuggets mit Öse !!! sind entstanden.
Der Weg dorthin war schwerer als gedacht aber dann, nach professioneller Hilfe bzgl. der Feinheiten auch sehr schnell für mich machbar.
Mein erster Nugget mit Öse und Stempel entstand vereinfacht so :
1. 585er Gold mit Baumarkt- Gaskartuschenbrenner im Schula- Schälchen geschmolzen.
2. Graphit-Stift benutzt um in der Schmelze zu panschen.
3. In heißem Vitrex gereinigt ( Beize)
4. Öse eines ersteigerten Anhängers abgeknippst und an meinen Nugget angelegt ( wobei ich auch bereits eigene Ösen selber gewalzt und gelötet habe. Aber das ist ein anderes Thema )
5. Borax-Pulver in Wasser aufgelöst. Das Wasser auf die undgelötete Stelle ( Öse - Nugget ) gepinselt. Ersteigertes 585er Lot ( ein kleines Blatt 1*2 mm ausgeschnitten ) auf die Schnittstelle aufgelegt. ( Hierbei handelt es sich um einen Arbeitsgang, der ruhiges Händchen verlangt).
6. Brenner drauf ---> Das 585erLot schmilzt vor dem Gold. Dabei ist ein wenig Übung nötig. Das Lot bildet erst eine Kugel, dann zerfließt es ( SOFORT Flamme weg ). Mein 585erLot floss z.B. anfangs voll auf die Öse. Mittlerweile schaffe ich es, daß es auch wieder zurück fließt und somit den Nugget mit der Öse verlötet. Dies wird erreicht wenn der Nugget heißer, mindestens genauso heiß wie die Öse ist.
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Ansonsten wünsch ich Dir noch einen angenehmen Aufenthalt auf dem Portal
beste Grüße aus der Redaktion _________________ Redaktion 'Das Schmuckportal'
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