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Hi,
ich habe alle in Frage kommenden Threads gelesen, aber bin immer noch nicht schlauer: Ich hatte bei 1000art "kirschfarbene"Süßwasserperlen" bestellt. Als ich sie fädeln wollte, färbten sich meine Finger scheußlich ockerfarben. Ich legte sie dann in lauwarmes Wasser mit einem Spritzer Spüli und bat den Verkäufer um Rat. Der tat, als sei ich bescheuert ("Kein anderer Kunde hat Probleme...")
Tage und einige Bäder später färbten sie immer noch so, dass sich ein Nylonfaden innerhalb von 2 Stunden intensiv ockerfarben färbte. Also griff ich zum letzten Mittel und habe gaaanz vorsichtig mit einem Scotchbritt für Edelstahl an einem besonders hässlichen schwarzen Farbring gekratzt. Der Erfolg kam prompt: nicht nur das Schwarze- die ganze rote Farbe verflüchtigte sich und zum Vorschein kam sowas wie eine schlechte Perlmuttperle. Blöderweise habe ich das Ganze dann zurückgeschickt ( bis heute, zwei Monate später, habe ich von diesem Geschäft weder mein Geld noch einen Ersatz bekommen. Stellt sich taub) aber mich würde schon interessieren, was das für ein Zeug war. Ich habe auch schon mit anderen gefärbtenSüßwaserperlen ( von anderen Händlern!) gearbeitet und habe niemals solche Probleme gehabt.
Gruß
Susanne
da muß beim färben tatsächlich was schiefgegangen sein, die farbe darf später natürlich nicht mehr einfach so abgehen(außer mit nem schleifschwamm
ist ganz klar ein mangel, auch der faden färbt sich beim fädeln gefärbter perlen normalerweise nicht
ist schon frech von wegen kein anderer kunde hat probleme
klar ist mit den perlen kein großes geschäft zu machen, hier liegt aber ne berechtigte rekla vor, und da muß ein verkäufer durch
Reg.-Datum: 09.07.2005 Beiträge: 10492 Wohnort: München
Verfasst am: Mi, 20. Jan. 2010 00:01 Titel:
Das ist natürlich eine Frechheit von dem Verkäufer. Wenn er in Deutschland sitzt, Fristen zur Rückabwicklung oder Neulieferung ohne Mängel per Einschreiben setzen und nach Fristablauf Klagen.
Wenn der Verkäufer im Ausland sitzt mit Ihm reden oder abschreiben. _________________ MfG Butschal
Danke euch, aber wegen 6,95 zu klagen...?
Vielleicht werde ich in ein,zwei Bastelforen eine Warnung aussprechen, dass Reklamationen bei diesem Herrn etwas schwierig sind ...
Aber es interessiert mich ehrlich, wie das gemacht wurde. Deswegen habe ich ja hier hauptsächlich gepostet. Ich habe immer gedacht, die Muscheln würden in gefärbtes Wasser gelegt und bauen dann soz. den Farbstoff mit ein. Aber das kann hier ja nicht der Fall gewesen sein. Die schwarzen, ringförmigen Auflagerungen deuten eher auf ein schlichtes Farbbad hin. Das kann doch nicht halten, oder?
Und das erklärt auch immer noch nicht die Ockerfarbe. Die schien mehr aus dem Inneren zu kommen.
Gibt es irgendwo Infos über diese Farbbäder oder ist sowas streng geheim?
Sind es Lacke oder Acrylfarben oder eher in Richtung Seidenmalfarben auf Salzbasis?
Es gibt jetzt soviele dieser gefärbten Perlen, dass man ein bisschen mehr darüber wissen sollte
Reg.-Datum: 09.07.2005 Beiträge: 10492 Wohnort: München
Verfasst am: Mi, 20. Jan. 2010 12:25 Titel:
Die Farbbäder sind jeweils Betriebsgeheimnisse. So viel, ich weis, werden die Perlen nachträglich gefärbt. Trotzdem hält diese Farbe in der Regel. _________________ MfG Butschal
Ja, gefärbt wird, wenn die Perlen "geerntet" sind.
Mit was genau das gemacht wir, weiß ich auch nicht.
Normalerweise sitzt die Farbe aber in den Perlmuttschichten, muss also in diese einziehen.
Gerade bei den sehr günstigen chinesischen Süßwasserperlen ist der Markt inzwischen so überschwemmt, dass ich mir auch vorstellen kann, dass es da einige Hersteller gibt, die eben die Färbeverfahren nicht beherrschen. Dann wird halt mit irgend etwas gefärbt, Hauptsache es sieht irgendwie so aus wie gewünscht. Der Kunde ist ja weit weg.
Hallo,
ich habe mal irgendwo gelesen/gehört, dass die unterschiedlichen Farben/Tönungen durch ein "Nahrungszusatz" bei den Zuchtperlen erzeugt werden. Damit sind wahrscheinlich weniger die derzeit lilafarbenen gemeint, sondern die "natürlich" vorkommenden Farben. Ist da was dran?
Also die Perlmuscheln leben mehr oder weniger in Freiheit, also im Meer oder bei den Süßwassermuscheln in einem See.
Ich denke mal, dass es relativ schwierig ist da gezielt Nahrungszusätze zu verteilen.
Die natürlichen Farben hängen von der Muschelart und dem jeweiligen Gewässer ab. Es kann schon sein, dass das jeweilige Nahrungsangebot in den Gewässern auch etwas mit der Farbe zu tun hat.
Wenn das vernünftig und nicht nur mit irgend welchen Farben gemacht wird, kommen bei Perlen Anilinfarben zum Einsatz. Die sitzen allerdings fest.
Ein typischer Fall also von "China-Superbillig" _________________ Gruß, Ulrich
Goldschmiede seit 1967
Feine Auftragsarbeiten aller Art, sowie Reparaturen und Juwelier-Service.
CAD, Rapid Prototyping (Fräsen, Plotten, STL), Edelmetallguss, Laserschweißen seit 1993, http://www.wehpke.de http://www.wachsfraesen.de
Vielen Dank für die Infos.
An Anilinfarben habe ich eine dunkle Erinnerung aus meiner Jugendzeit. War da nicht was mit "krebserregend"??
Ich werde mal nachschauen bei Wikipedia...
LG
Susanne
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