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Ich glaube als Schmuckbeschauer sollte man sich nicht zu weit aus dem Fenster hängen nur weil man angst hat keine steine mehr zu verkaufen. Diamant bleibt Diamant ob natürlich oder synthetisch (sind jedoch unterscheidbar) und von "kubischen Kohlenstoff" habe ich auch noch nichts gehört. Die Kohlenstoffatome bilden im Diamant ein tetragonales Gitter aus, das heist nicht dass das ganze aussieht wie ein Tetrapack oder ein Würfel (kubisch) zu tun. Ein Tetraeder ist ist ein Körper mit vier Ecken und vier dreieckigen Seitenflächen, im Falle des Diamanten sogar gleichsetige Dreiecke. Die in den verschiedenen Artikeln beschriebenen Steine wurden aus Kohlenstoff hergestellt -> DIAMANT.
Zu eurer eigentlichen Frage. Ich finde es eine nette Idee und würde lieber meine Mutter um den Hals tragen als irgend jemanden mit der Grabpflege beauftragen zu müssen. Und das vor allem in unserer schnelllebigen Welt, wo man Heute nicht weiß wo man Morgen vielleicht hin muss.
hallo chemiker und herzlich willkommen in unserer runde
vielen dank für deinen einwurf. zur ansicht so mancher schmuckhändler wehre sich dem thema weil er angst hat weniger steine zu verkaufen kann ich jedenfalls für mich persönlich sagen - fällt wohl nicht ins gewicht. es wird immer eine verschwindent geringe minderheit bleiben, die solche wege geht.
vielmehr scheint es den meisten hier mitdiskutierenden "gegnern" darum gegangen zu sein, dass es wohl nicht möglich sei ausschliesslich aus der asche eines verstorbenen diesen prozess ohne weiteres anzustossen.
als chemiker kannst du da ja sicherlich deine ansicht diesbezüglich anbringen. wäre sicher interessant...
Verzeiht mir die zynischen Bemerkungen zu den Schmuckhändeln, ich wollte hier keinen defamieren. Natürlich ist es nicht möglich, die Asche eines Verstorbenen in eine Presse zu packen, zu erhitzen und damit einen Diamanten zu erhalten. Aber das behauptet ja keiner. Na meinen Informationen läuft das Ganze so ab. Aus der Asche, welche möglichst unter kontrollierten Bedingungen erhalten wurde ( wie erwähnt der größte Feind sollte das CO2 sein, also möglichst wenig Sauerstoff), wird der enthaltenen Kohlenstoff entfernt (von allen organischen Resten befreit), aufgearbeitet und dies bis zum gewünschten Reinheitsgrad. Der anschließende Prozess ist ähnlich dem industriellen Herstellungsverfahren, nur müssen hier die Prozessbedingungen dem entsprechendem Ausgangsmaterial angepasst werden. Ähnlich wie in der Natur, führen bestimmte Verunreinigungen (im sub Promillbereich) zu einer farblichen Veränderung des Steins (z.B. gelbe Diamanten). Im Großen und Ganzen, ist es ein chemisch nachvollziebarer Prozess, bei dem nicht aus Asche Diamanten werden, sondern aus dem in der Asche enthaltenem Kohlenstoff.
Vielleicht mal bei "LifeGem" nachschauen, die bieten das ganze auch für dich an. PS: Dies war keine Aufforderung eure Großmutter zu Stein zu machen.
Ne, hab ich nich! Ich sitzte hier inner Uni und beschäftige mich im Normalfall mit Laser und der Interaktion von Stoffen mit Licht. Natürlich ärgere ich mich auch mal mit Studenten rum. Das wahr halt die erste Seite die dazu von'ner Firma fand.
MfG Ch
Verfasst am: Mo, 24. Dez. 2007 09:39 Titel: Diamant bzw. Schmuck mit Asche
Hallo,
ich habe jetzt alle Beiträge gelesen und schreibe mal, was ich dazu denke.
Man kann etwas ganz wissenschaftlich sehen oder einfach eine Möglichkeit erkennen, den Verlust eines geliebten Menschen anders zu verarbeiten.
Hierbei spielt es eigentlich auch keine Rolle ob es sich um einen Diamant oder ein anderes Schmuckstück handelt, das mit der Asche eines Verstorbenen befüllt wird. Das ist ein Weg, den sich auch Personen leisten können, die nicht in der Lage sind mal eben zwischen 4.500 und 13.000 € für einen Diamant auszugeben.
Leider ist auch das in Deutschland verboten, aber hier gibt es auch Wege, die das ermöglichen.
Ich selbst habe so ein Schmuckstück und bin über diese Site dazu gekommen:
weg4u.de - Urnen
admin-info: link entfernt!
Diese Site hat mir jedenfalls sehr geholfen und ich bin dankbar, dass ich diese Möglichkeit nutzen konnte.
Ich bin 2003 befragt worden und unter "Berichte" findet Ihr einen Zeitungsartikel der meine damalige Situation schildert.
Ich hoffe, ich konnte mit meinem Beitrag ein bisschen dazu beisteuern, das Ganze auch von der persönlichen Seite zu sehen.
dein handeln kann ritterlich sein oder auch mit wirtschaftlichen interesse geprägt sein.
ich kann und will darüber nicht urteilen. aber bedenke das Erst-Postings mit Link stets einen faden Beigeschmack haben. Das wissen auch die anderen Forenbesucher und meiden solche Seiten.
Ich habe mich ja bislang aus dieser Sache raus gehalten. Mir scheint, es geht hier um eine Begriffsverfälschung, wie sie besser nicht konstruiert werden kann. Ich will das mal erläutern: Asche definiere ich als unoxidierbare Rückstände eines Verbrennungsprozesses. Falls niemand etwas dagegen hat, können per Definition in Asche keinerlei Kohlenstoffrückstände sein.
Derartige Rückstände in Asche, lassen also den Rückschluss zu, dass die Verbrennung (Oxidation zu CO²) nicht stattgefunden hat. Richtig?
Folglich ist im Fall der synth Diamanten aus Leichen oder tierischen Kadavern ein weiterer Begriff falsch, bzw. unzutreffend: Verbrennung.
Vielmehr dürfte es sich um ein (kontrolliertes) RÖSTEN der Kadaver, bezw. Leichen handeln, mit dem Ziel, einen möglichst hohen Anteil an Kohlenstoff vor Oxidation zu schützen.
Es dürfte sich also mit hoher Wahrscheinlichkeit, um einen Retortenbehälter handeln, in welchem die organischen Substanzen zunächst unter Luftabschluss erhitzt werden, wobei entstehende Gase und Kondensate ableitet und gesondert verbrannt werden. Nach vollständigem Abschluss des Verkohlungsvorganges, kann der gewonnene Kohlenstoff anschließend aufbereitet (gemahlen, chem. behandelt werden) und von mineralischen Beimengungen getrennt werden Weitere Raffinationsvorgänge schließen sich an. Welche Mengen für die Verarbeitung jeweils nötig sind, entzieht sich meiner Kenntnis. Rein technisch wäre es jedoch möglich, unzureichende Mengen, etwa mit Schlachtereiabfällen aufzufüllen.
Ein weiterer, interessanter Punkt meiner Betrachtung, ist der Verbleib des für die Diamantproduktion unbenötigten, überschüssigen, mit hohem Kostenaufwand gewonnenen Kohlenstoffs (etwa von sehr schweren Menschen oder Tieren). Aus wirtschaftlicher Sicht ist es unsinnig, dieses hochreine Material mit den restlichen, unbenötigten Überresten endgültig zu verbrennen, um damit eine, den allgemeinen Vorstellungen entsprechende Asche zu erzeugen. Denkt man diesen Gedanken zu Ende, könnte es durchaus im wirtschaftlichen Interesse derartiger Dienstleister liegen, mit dem kostbaren Material sparsam umzugehen, d.h. es gegebenfalls vielleicht sogar zu vermischen.
Aus dem angestrebten OMIANT, würde in diesem Fall leicht ein Katzomiant, oder auch ein Wauwauomiant. Eine ganze Menge vorstellbarer Steinsorten wären so also möglich.
Meine persönliche Meinung zu diesem Themenkomplex ist sehr einfach: Man kann leichter eine Flasche Aqua con Gaz aus Omi machen, als einen Diamanten. Und wenn man das gewonnene Kohlendioxid in Wein reindrückt, erhält man einen prickelnden, anregenden Stoff, der die liebe Verstorbene noch einmal richtig ins Bewusstsein ruft, und für den Fall, dass es sich doch mehr um einen Drachen handelte,leichter vergessen macht! _________________ Gruß, Ulrich
Goldschmiede seit 1967
Feine Auftragsarbeiten aller Art, sowie Reparaturen und Juwelier-Service.
CAD, Rapid Prototyping (Fräsen, Plotten, STL), Edelmetallguss, Laserschweißen seit 1993, http://www.wehpke.de http://www.wachsfraesen.de
Mein persönlicher Standpunkt zu dieser Idee: ich bin echt sprachlos.
Die Idee, Menschen zu Dingen zu verarbeiten, ist für mich entschieden menschenverachtend und verletzt die Menschenwürde zutiefst.
"Geschmacklos" wäre da noch milde ausgedrückt.
Das waren einmal lebendige, atmende Menschen, die sich bewegt haben und die geredet und gelacht haben, und jetzt sollen sie als Gegenstand dienen? Noch dazu nicht einmal als - Entschuldigung an alle Leute hier, die vom Schmuck leben, aber trotzdem - nützliche, sondern als Luxusgegenstände? Per definitionem überflüssige Gegenstände?
Ich kann mich nur wiederholen: menschenverachtender geht´s nicht mehr. Tote Menschen (und tote Tiere) sind kein "Rohmaterial", das man weiter verarbeitet. Sie haben eine gewisse Würde verdient. Und ja, die ganze Idee geht für mich entschieden in Richtung Leichenschändung.
Einen Familienangehörigen nach seinem Ableben nicht zu schänden sondern unversehrt der Muttererde zurückzugeben, die von ihm aufgrund seiner Verbundenheit als solche verstanden wurde, ist nach meinem Gefühl ein herzlicher Akt des Gedenkens und der Achtung. Ich hoffe, dass ich, wenn meine Zeit irgendwann gekommen ist, auch unversehrt meine letzte Ruhe finde.
Verbrannt oder auf See bestattet zu werden finde ich grauenvoll. Aber das sehen andere für sich anders und sollte ebenso respektiert werden.
Diesen hier angeschlagenen Ton von Geschäftemacherei und deren Methodik von beiden Seiten kann ich nicht akzeptieren.
Dann wären wir uns ja richtig einig. Übrigens, für Reinlichkeitsfanatiker böte sich als weniger kostspielige Lösung, auch Seife an: Marke Diamant. Als Engelchen gepresst und hübsch verpackt, eine Zierde für jedes WC _________________ Gruß, Ulrich
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Guten Tag die Herren,
ich habe gerade mit freuden ihre Beiträge gelesen und muss ihnen sagen das es (als außenstehender) ein wenig danach aussieht als würden sie an einander vorbei reden.
Di emoralischen Gründe seihen mal daher gestellt(ich fänd mich als asche verstreut am besten aufgehoben).
Das Hauptproblem das die Leute dies machen lässt oder nicht scheint so oder so eher das Geld zu sein. Ich bin mir nicht über die Kosten im klaren aber mich zu einem Diamanten machen zu lassen oder "einfach" nur mit erde bedecken zu lassen ist keiner kosten frage würdig.
Ich muss allerdings jetzt mal eine andere Frage stellen:
Mir ist (besonders als Sohn eines Arztes) bewusst wieviel C-Atome sich in einem Menschlichen Körper finden, doch warum lassen sich dann "nur" max. 4,4 Karat daraus extrahieren?
Ein Mensch "beherbergt" doch (gebunden oder nicht...) C-Atome die sich zu mehr "formen" lassen mögen.
Zu dem Beitrag vom So, 14. Mai. 2006 06:15(user: perl-shop.ch)
Ich denke nicht das man "bleibt". Ich als Verstorbener weile definitiv nicht mehr unter den lebenden, somit ist es eher eine Frage der Verbliebenen wie sie mich "bewahren" wollen.
Als Diamant - ähnlich kostbar (UND kostenaufwendig) wie zu Lebzeiten
Begraben - so das jeder wann immer er möchte den Verstorbenen "besuchen" kann
Als Urne - (so genau weiss ich das gar nicht) kostengünstige Variante der Diamantenform?
Seemannsgrab - um selbst nach dem Tod noch umher zu "schwimmen"
Was Sie wollen, aber der Tod ist nicht für den Sterbenden sondern für die Hinterbliebenen. Je nach "Laune" sollte getan werden was "muss"
[stellen sie sich ihren liebsten Verstorbenen doch mal als Diamantenkette vor, das mag für einige interessant sein. Ich persönlich mag lieber Bilder und GRABsteine. Aber jeden das seine ]
Solang es ein natürlicher Tod ist, besteht kein Grund zur moralischen Frage. (Egal wie es sich dreht tot ist tot)
Mit freundlichen Grüßen
P.-A. W. Scholle
Reg.-Datum: 09.07.2005 Beiträge: 10493 Wohnort: München
Verfasst am: Mo, 23. Jun. 2008 06:00 Titel:
Anonymous hat Folgendes geschrieben:
...
Ich muss allerdings jetzt mal eine andere Frage stellen:
Mir ist (besonders als Sohn eines Arztes) bewusst wieviel C-Atome sich in einem Menschlichen Körper finden, doch warum lassen sich dann "nur" max. 4,4 Karat daraus extrahieren?
Ein Mensch "beherbergt" doch (gebunden oder nicht...) C-Atome die sich zu mehr "formen" lassen mögen....
Kohlewasserstoff Kettenmoleküle verbrennen im wesentlichen zu H2O und CO2, das ist der Grund weshalb zum Schluß kein Kohlenstoff mehr übrig bleiben sollte. Mineralische Stoffe bleiben als Asche zurück. _________________ MfG Butschal
Solang es ein natürlicher Tod ist, besteht kein Grund zur moralischen Frage. (Egal wie es sich dreht tot ist tot)
Dann könnte man die lieben Verstorbenen also ruhigen Gewissens in den Nahrungsmittelkreislauf eingliedern? So war es doch sicher nicht gemeint, oder? _________________ Gruß, Ulrich
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