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mit Palladium ist es schon so eine Sache in Bezug auf Allergien, denn es gilt als eines der reaktionsfreudigsten Elemente der Platin-Gruppe. Es hat eine gute Korrosionsbeständigkeit, ist aber in flüssigen Alkalien und Säuren löslich. Neben einigen anderen, für den Goldschmied unerfreulichen Eigenschaften, ist es nur mit Spezialkenntnissen ordentlich zu vergießen. Wegen seiner Lösbarkeit, kann es für Allergiker wirklich ein Problem werden. Allerdings verhält es sich in Legierungen wesentlich stabiler, wie wir wissen.
Ganz so tragisch wie es hier klingt sind die Verhältnisse nicht, aber man darf keinesfalls vergessen, dass ein Allergiker nun mal ein sehr empfindliches "Messinstrument" ist! _________________ Gruß, Ulrich
Goldschmiede seit 1967
Feine Auftragsarbeiten aller Art, sowie Reparaturen und Juwelier-Service.
CAD, Rapid Prototyping (Fräsen, Plotten, STL), Edelmetallguss, Laserschweißen seit 1993, http://www.wehpke.de http://www.wachsfraesen.de
jetzt wollte ich doch noch was zu den Allergien schreiben, habs aber wieder gelöscht, weil offtopic
eigentlich gehts doch in diesem Thread darum, ob die G... trauringe mit PtW nur teurer als die vom Goldschmied sind
und es wurde festgestellt, daß ein Goldschmied mit PtIr deutlich bessere im Sinne von härter/strapazierfähiger fertigen kann
Tilo, Du mußt aber doch auch zustimmen, daß wir Goldschmiede auch in einer gewissen Verantwortung gegenüber dem Kunden sind und wir den Kunden daher bestmöglich beraten wollen. Wenn Jolène das Thema Allergien selber anspricht, dann darf man sich hierzu natürlich auch äußern dürfen, auch wenn es im Grunde genommen offtopic ist. Oder nicht?
Jolène hat Folgendes geschrieben:
Palladium muss nicht unbedingt sein wegen der Möglichkeit einer Kreuzallergie bei Nickelallergikern.
jo, bloß will ja die ursprüngliche fragestellerin gar kein palladium
also ist die diskussion nicht so wirklich sinnvoll an dieser stelle
ich könnte mir lebhaft vorstellen, daß 5 % wolfram mehr allergiepotenzial haben als 30% palladium
aber beides nur theoretisch, weil in der legierung und den trageumständen am finger(nicht im mund mit weiteren allergiemetallen)
Reg.-Datum: 09.07.2005 Beiträge: 10493 Wohnort: München
Verfasst am: Mo, 27. Apr. 2009 15:14 Titel:
Und im übrigen bezogen sich die Ausführungen über Palladiumbasislegierungen auf Anwendungen im Mund und da ist das sowieso eine ganz andere Sache. _________________ MfG Butschal
Oki. Ich beschränke mich bei sowas nicht unbedingt auf einen Körperteil wie an meinem lebenden Beispiel zu erkennen war. Bei manchen Dingen muß man ganzheitlich denken.
Haken wir das Thema hier als "haben wir alle wieder was dazugelernt" ab.
Reg.-Datum: 09.07.2005 Beiträge: 10493 Wohnort: München
Verfasst am: Mo, 27. Apr. 2009 16:58 Titel:
tatze-1 hat Folgendes geschrieben:
...Bei manchen Dingen muß man ganzheitlich denken.
In der Biochemie und anderen Wissenschaften muss man detailliert untersuchen, ganzheitlich bringt uns wieder zurück zu den vier Elementen Feuer, Erde, Wasser und Luft. _________________ MfG Butschal
...Bei manchen Dingen muß man ganzheitlich denken.
In der Biochemie und anderen Wissenschaften muss man detailliert untersuchen, ganzheitlich bringt uns wieder zurück zu den vier Elementen Feuer, Erde, Wasser und Luft.
Macht doch nichts. Die Medizin entlang der Elemente hilft tatsächlich (selber miterlebt bei meiner Mitbewohnerin). Somit kommen wir der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wieder näher, welche vom Ganzheitsaspekt ausgeht. Die klassische Schulmedizin muß noch viel lernen, meiner Meinung nach.
Aber jetzt geraten wir doch sehr ins offtopic rein.
Richtig! Und ich habe gelernt, oder besser gesagt erfahren, dass 800/ 200 Pt-Ir für alle Anwendungen das beste weiße Material ist. Allerdings macht es mehr Arbeit als "normale" Materialien. Aber es lohnt sich auch. _________________ Gruß, Ulrich
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Reg.-Datum: 09.07.2005 Beiträge: 10493 Wohnort: München
Verfasst am: Di, 28. Apr. 2009 06:44 Titel:
Eines für alle (weissen) Anwendungen, naja.
Wenn gefasst werden soll und noch dazu Siegelringe mit den großen Siegelsteinen ist mir Platin585 deutlich sympatischer als Platin800.
Durch die bessere Schmiedbarkeit lässt sich der Fassrand besser treiben. Schleifen und Polieren ist auch hier deutlich aufwendiger als bei 585 Weissgold dafür ist die Farbe reinweiss fast blauweiss und bei Weissgold eher ein sehr helles cremeweiss.
Wenn jedoch wie hier glatte Trauringe gefertigt werden sollen, die hart und möglichst kratzfest sein sollen, dann ist Platin800 auch meiner Meinung nach die beste Legierung. Deutlich besser geeignet als die weit verbreiteten Platin950 Legierungen. _________________ MfG Butschal
Halb so schlimm, es geht viel besser als man erst befürchtet! _________________ Gruß, Ulrich
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Hallo! Eure Ausführungen über die Platin/Iridium Legierung sind sehr interessant. Auch wir sind auf der Suche nach dem richtigen Trauring...
Dazu noch zwei kleine Fragen: Lässt sich denn ein Platin/iridium Ring 800/200 noch in der Größe ändern, wenn ein paar Jahre später einfach nicht mehr passt, und hängt das auch vom Fertigungsverfahren ab?
Habe ich das richtig verstanden, dass ein Platinring immer gelötet oder geschweißt ist, wenn er nicht gegossen ist?
Reg.-Datum: 09.07.2005 Beiträge: 10493 Wohnort: München
Verfasst am: Fr, 02. Apr. 2010 19:21 Titel:
thomic hat Folgendes geschrieben:
Hallo! Eure Ausführungen über die Platin/Iridium Legierung sind sehr interessant. Auch wir sind auf der Suche nach dem richtigen Trauring...
Dazu noch zwei kleine Fragen: Lässt sich denn ein Platin/iridium Ring 800/200 noch in der Größe ändern, wenn ein paar Jahre später einfach nicht mehr passt,
Ja
thomic hat Folgendes geschrieben:
und hängt das auch vom Fertigungsverfahren ab?
Ja auch
thomic hat Folgendes geschrieben:
Habe ich das richtig verstanden, dass ein Platinring immer gelötet oder geschweißt ist, wenn er nicht gegossen ist?
Viele Grüße, thomic
Das gilt für jeden Ring, egal aus welchem Material. _________________ MfG Butschal
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