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Reg.-Datum: 09.07.2005 Beiträge: 10494 Wohnort: München
Verfasst am: So, 05. Apr. 2009 20:54 Titel:
Mal vom Buddhismus abgsehen fordern Kirchen und Religionen meist den Schmuck dem Oberhaupt zu spenden und gefälligst nicht selbst zu tragen. _________________ MfG Butschal
Feine Auftragsarbeiten aller Art, sowie Reparaturen und Juwelier-Service.
CAD, Rapid Prototyping (Fräsen, Plotten, STL), Edelmetallguss, Laserschweißen seit 1993, http://www.wehpke.de http://www.wachsfraesen.de
Schmcuk dem Oberhaupt spenden... jo, das kommt hin. und wenn es bloß in Form von Kirchensteuer ist.
***
ich finde die Protzigkeit vieler katholischer Kirchen nicht gut, es vermittelt mir keine tieferen Bezug zum Glauben oder so was. im Gegenteil, das ganze Gold und Vergoldete schreckt mich eher ab.
die Orthodoxen sind da ja auch nicht viel besser.
protestantische Kirchen und Gotteshäuser sind meiner Erfahrung nach etwas schlichter gehalten, das gefällt mir eher.
Synagogen neigen meiner Erfahrung nach auch nicht zum Protzen.
bei den Buddhisten hält es sich auch im Rahmen.
ich war noch nie in einer Moschee, daher kann ich dazu nix sagen.
Jein - einerseits gilt bei vielen buddhistischen Richtungen Armut als Schritt auf dem Weg zur Erleuchtung und weltliche Güter zählen nicht immer viel. Obwohl es historisch auch viele Gegenbeispiele gibt, Klöster die sich über Grundbesitz etc. Macht und Einfluss geschaffen haben z.B.
Andererseits werden in vielen buddhistischen Tempel die verehrten Buddahstatuen von den Gläubigen mit Blattgold belegt, für das diese oft ihr letztes Hemd hergeben. Auch hier ist es für die Leute eine Anzahlung auf die Eintrittskarte ins Nirwana. Es gibt riesige Buddahstatuen, die inzwischen Goldauflagen haben, die gewichtsmässig in den Tonnenbereich gehen.
Natürlich in den Ländern, die zu den ärmsten zählen.
Die großzügige Spende an diejenigen, von denen man sich Hilfe für ein besseres (Nach-)Leben erhofft, ist wohl in allen Religionen vorhanden. Auch wenn es nicht unbedingt die Form von protzigem Kirchenschmuck hat, wie bei den Christen. - Ich glaube, der Vatikan ist in dieser Hinsicht schon einzigartig.
Berühmte Moscheen sind auch sehr prächtig ausgestattet, es ist halt eine andere Pracht. Aber Marmor, Mosaiken, Goldintarsien, filigrane Bauteile, edle Hölzer usw. kosten auch ne Menge Geld.
Ich kenne auch einige Muslime, von denen jeder Gold trägt oder tragen würde (falls es ihm gefällt), aber es gibt ja auch da verschiedene Strömungen. Das kann natürlich schon sein, dass es eine Gemeinschaft gibt, die solche Regeln, wie sie der TE beschreibt, aufgestellt haben.
Antworten kann er dazu aber wohl auch nur dort bekommen.
Gibt es eigentlich noch andere Länder, in denen jeder Staatsbürger quasi automatisch Mitglied der vorherrschenden Religionsgemeinschaft ist und sein monatlicher Mitgliedsbeitrag zusammen mit der Lohnsteuer einbehalten wird?
Gibt es eigentlich noch andere Länder, in denen jeder Staatsbürger quasi automatisch Mitglied der vorherrschenden Religionsgemeinschaft ist und sein monatlicher Mitgliedsbeitrag zusammen mit der Lohnsteuer einbehalten wird?
stimmt ja so nicht ganz. Erst durch die Taufe wirst Du Kirchensteuerzahler. Außerdem, was ich nicht verstehe ist, daß man sich an so nem Minibetrag immer aufhängt (laßt doch meinen Papa und meinen Bruder auch von was leben ). Die anderen Lohnabzüge wiegen viel schwerer. An der Kirchensteuer wird man nicht arm, außer man ist selbständig. Ich habe bislang immer noch das meiste an gezahlter Kirchensteuer zurückgekriegt.
Andere Religionen fordern auch ihr Geld von ihren Mitgliedern ein. Wird halt nicht vom Staat erledigt, sondern direkt aus der Glaubensgemeinschaft heraus.
Aber mal abgesehen von einem derartigen Offtopic. Irgendwie vermisse ich langsam mal ne Stellungnahme unseres Threadstellers.
tatze, meine Kritik bezieht sich nicht auf die Summen, hat auch nichts mit Sinn oder Unsinn zu tun, sondern auf das gesetzlich verankerte Prinzip. Religion ist etwas Freiwilliges.
Diese selbstverständlichen Abläufe sind in einem modernen multikulturellen Staat einfach nicht mehr zeitgemäß.
LG Turi
P.S. Wie "mini" dieser Beitrag ist, liegt wohl im Auge des Betrachters (bzw. in seinem Portemonnaie *gg*). Eine Kollegin hat ausgerechnet, dass sie jedes Jahr 1,5 Waschmaschinen spendet, obere Preisklasse!
Mit Mini meinte ich eigentlich den monatlichen Betrag im Vergleich zu den sonstigen Abgaben. Und niemand zwingt Deine Kollegin, weiterhin Mitglied der Kirche zu sein. Ich weiß ja nicht, wie sie es handhabt, aber meistens sind die Leute, die am lautesten über die Kirchensteuer jammern, die, die nur Weihnachten und bestenfalls noch Ostern in der Kirche zu finden sind, "weils Tradition ist", und sich dann noch beschweren, wenn im Familiengottesdienst die Kirche so voll ist.
Aber lassen wir das hier lieber. Hier gehts ja eigentlich um was anderes. _________________ Man schätzt den Staub, ein wenig übergoldet, weit mehr als Gold, ein wenig überstäubt.
(William Shakespeare)
Genau so ist es (meine Kollegin hat ihre Mitgliedschaft nach dieser Erkenntnis ja auch gekündigt *gg*). Aber gerade deshalb finde ich es seltsam, dass hier der Staat hilft, Beiträge einzuziehen, aber nur bei zwei oder drei anerkannten Vereinen. Alle anderen müssen sehen, wo sie bleiben.
Würde man dieses Geld bewusster zahlen müssen, wäre der Zusammenhang zwischen der Bedeutung und dem Beitrag stimmiger. Mehr wollte ich nicht sagen.
Aber gehts wirklich um was anderes? Ob eine Organisation Goldschätze sammelt oder Geld, so groß ist der Unterschied nicht. OK, der TE wollte was anderes wissen.... aber da er sich nicht mehr beteiligt, driftet das Thema ein bisschen ab. (Finde ich nicht schlimm, eher interessant)
eigentlich ging der Thread hier ja darum, ob ein männlicher Moslem Gold tragen darf oder nicht. Da frankfurter sich bis dato noch nicht weiter geäußert hat, ergab sich halt die Diskussion wie sie oben steht. Deswegen sagte ich, es geht hier um was anderes. (Ich glaube, ich sollte momentan an meiner Ausdrucksweise feilen, damit weniger Mißverständisse entstehen. Sorry.)
Was die Schätze der Kirche angeht, so hat die katholische Kirche ihren Gläubigen damals Geld und Schmuck abgenommen als Pfand, um dem Fegefeuer zu entkommen oder den Aufenthalt im Fegefeuer zu verkürzen.
Andersrum haben die Gläubigen, wenn eine neue Kirche gebaut wurde, gerne das Eine oder Andere gespendet, damit das Gotteshaus schön wurde und das Endergebnis eine gemeinschaftliche Leistung wurde, zu der jeder sein Schärflein beigetragen hat. Aber das waren auch noch Zeiten, wo der Glaube und die Beziehung zur Kirche einen anderen Stellenwert hatte als heute bei manchen Menschen.
Aktuelles Beispiel aus meiner Kirchengemeinde: Wir haben ein neues Abendmahlsgeschirr angeschafft. Ich war damals beratend dabei, daher wurde das Endmaterial Silber und nicht, wie ursprünglich vom Kirchenvorstand und den Pfarrern angedacht, wieder Messing versilbert. 2 Pokale (die ham auch noch nen schönen Bergkristall unter der Kuppa), 1 Kanne, 1 Oblatendose und ein Teller für die Oblaten. Sieht toll aus. Summa summarum irgendwas um die 15.000 - 20.000 DM (oder waren das schon Euro? Weiß ich jetzt grad ned, Zeit vergeht so schnell). Wie auch immer, so oder so ne Menge Moos. Dieses Geld wurde durch Spenden und die Kollekte zusammengespart. Es wurde niemand dazu gezwungen, irgendwas dafür zu geben. So klappte es auch schon ein paar Jahre vorher mit der Renovierung der Orgel. Es ist halt für die Geber eine Möglichkeit, sich mehr mit ihrer Kirche bzw. Gemeinde zu identifizieren.
Reg.-Datum: 31.12.2008 Beiträge: 98 Wohnort: Berlin
Verfasst am: Di, 07. Apr. 2009 21:05 Titel:
frankfurter hat Folgendes geschrieben:
@Tilo Was man vermeiden kann sollte man aus dem Weg gehen!
Bin kein Taliban! Lebe jedoch meine Religion aus.
Streng kann ich mich nicht bezeichnen!
Bin mit einer Deutschen Frau zusammen!
Meine Kollegin ist Iranerin und ihr Ehemann Afghane. Beide sind seit 1 Jahr verheiratet und tragen beide Weißgoldringe.
Wie streng muslimisch die sind weiß ich nicht. Aber sie feiern alle anstehenden muslimischen Feiertage. _________________ Gruß mayfair
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jedes Schmuckwerk ist ein Kunststück &
jedes Schmuckstück ist ein Kunstwerk
Ich habe eine muslimische Mitarbeiterin, der es im Traum nicht einfallen würde, ihr Kopftuch auszuziehen. Sie ist das lebende Äquvalent zu Kreuzkatholisch. Übrigens trägt sie durchaus Schmuck. Sehr dezent zwar, aber immerhin! _________________ Gruß, Ulrich
Goldschmiede seit 1967
Feine Auftragsarbeiten aller Art, sowie Reparaturen und Juwelier-Service.
CAD, Rapid Prototyping (Fräsen, Plotten, STL), Edelmetallguss, Laserschweißen seit 1993, http://www.wehpke.de http://www.wachsfraesen.de
Red.-Edit:
der etwas unhöfliche Beitrag eines Gastes wurde von mir entfernt. Auch unsere unregistrierten Schreiber mögen sich bitte an die Forenregeln halten.
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