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wie ist das mit Schwarz ionenbeschichteten Wolfram-Ringen? Ist diese Beschichtung im Material oder auf der Oberfläche? Wie steht es da mit der Kratzfestigkeit? Kann die schwarze Beschichtung abblättern?
Auch wenn dieser Beitrag schon etwas älter ist will ich trotzdem kurz hier ein paar Worte zu verlieren.
"Wolfram-Schmuck" ist IMMER aus Wolframcarbid. Das bedeutet das es eine Legierung aus Wolfram und Kohlenstoff ist und ein nichtoxidische Keramik bildet. Daher ist solcher Schuck auf für wenige € zu bekommen da er als Massenprodukt über ein Sinterverfahren aus Wolframcarbispulver "gebacken" wird. Die Herstellung aus reinem Wolfram durch gießen oder ähnliches wäre viel zu teuer. Der Schmuck wird also auf die gleiche Weise hergestellt wie Hartmetallwerkzeuge, wie Fräser oder Wendeschneidplatten, die man in jeder Metallzerspanenden Werkstatt findet. Hier wird allerdings noch Cobalt zugesetzt als Bindemittel. Ob Cobalt für das Schmuck-Wolframcarbid notwendig ist weiß ich nicht. Da Cobalt nicht so gesund ist hoffe ich jedenfalls das es nicht zugesetzt wird.
Ein weiterer Unterschied warum kein reines Wolfram zu Schmuck verarbeitet wird ist die Härte. Reines Wolfram ist mit einer Mohshärte von 7,5 deutlich weicher als Wolframcarbid (9,5).
Zu den Fragen ob ein solcher Ring geweitet werden kann nochmal ein klares nein. Denn es handelt sich um eine harte und spröde Keramik und nicht um ein biegsames Metall. Der Ring würde sehr schnell platzen wenn er belastet wird.
Die Bearbeitung von diesen Ringen ist nur mit Laserstrahlen (gravieren/schneiden) oder Diamant (polieren/schneiden) möglich.
"Wolfram-Schmuck" ist IMMER aus Wolframcarbid. Das bedeutet das es eine Legierung aus Wolfram und Kohlenstoff ist und ein nichtoxidische Keramik bildet
Das ist nicht richtig, denn Wolfram und Kohlenstoff können keine Legierungen bilden! Auch lassen sich aus Legierungen keine Keramiken sintern.
Zitat:
Zitat:
Hier wird allerdings noch Cobalt zugesetzt als Bindemittel. Ob Cobalt für das Schmuck-Wolframcarbid notwendig ist weiß ich nicht. Da Cobalt nicht so gesund ist hoffe ich jedenfalls das es nicht zugesetzt wird.
Ebenfalls nicht ganz richtig.
Cobalt ist ein hartes, an der Luft beständiges, ferromagnetisches, graues Metall, welches nur langsam von verdünnten Säuren angegriffen wird. Es ist beständig gegen Stickstoff und Wasserstoff, verbindet sich jedoch mit Sauerstoff und Kohlenstoff (Karbidbildner). Bei höheren Temperaturen verbindet es sich mit Heißem Dampf zu Cobaltoxid.
Kobalt wird z.B.als Legierungsmetall, beispielsweise für Implantate (Chrom-Kobalt-Molybdän), Turbinenschaufeln, Werkzeugstahl eingesetzt, es ist wichtiger Bestandteil des essentiellen Vitamins B12, und für die Gesundheit wichtig. Empfohlene Tagesbedarfsmenge: 0,1 Mikrogramm. Allerdings wirkt es ab einer tägl. Dosis von 30 Mikrogramm schädlich. Eine weitere Anwendung von Cobalt findet als Isotop Co60 Verwendung als Strahlenquelle vor allem im medizinischen Bereich.
Was soll also die Panikmache? Lass doch den Leuten ihren Spaß an HM-Ringen. _________________ Gruß, Ulrich
Goldschmiede seit 1967
Feine Auftragsarbeiten aller Art, sowie Reparaturen und Juwelier-Service.
CAD, Rapid Prototyping (Fräsen, Plotten, STL), Edelmetallguss, Laserschweißen seit 1993, http://www.wehpke.de http://www.wachsfraesen.de
Naja ok, das mit der Legierung war eher als allgemeinverständlich gedacht. Da es seine Legierung aus mindestens 2 Elementen besteht die eine Metallbindung eingehen ist es natürlich keine Legierung. Es handelt sich eher um eine chemische Bindung. Wie beim Stahl das Zementit (Fe3C) liegt hier ein Einlagerungsmischkristall vor bei dem sich die kleinen C-Atome in den Zwischenräumen der W-Atome im Kristall eingelagert werden. Aber das Ergebnis ist eine nichtoxidische Keramik die gesintert wird.
Das Colbalt wir als feines Pulver zugefügt und legt sich beim Pressen und Erhitzen wärend des sinterns um die Carbidkörner und sorgt so für einen sicheren halt.
Und ich wollte niemanden Angst machen mit dem Cobalt. Beim Gedanken an Berufsschule und Studium wo es im Hartmetallherstellung ging kam mir in Erinnerung das der Staub nicht so Gesund ist. Da es sich um doch recht große Mengen handelt die toxisch sind besteht natürlich keine gefahr beim tragen eines solchen Rings.
OK, ich dachte schon fast, dass Du den armen HM-Fans ihre Ringe madig machen wolltest
Allerdings wird mir ganz komisch, wenn ich mir vorstelle, dass irgend ein Krankenpfleger so einen Ring mit einer Säge vom verletzten Finger schneiden will. Deshalb sollte jeder Träger wissen: In derartigen Fällen, hilft nur ein Hammer! _________________ Gruß, Ulrich
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Ja das kann ein Problem werden. Aber ich würde dem Krankenpfleger gern dabei zusehen wie er es versucht... und ihm die neuen Sägeblätter anreichen.
Mit dem Hammer ist es definitiv die schnellere Lösung.
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