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da ich gerne den Beruf des Goldschmiedes erlernen möchte, bin ich im Moment auf der Suche nach einem Praktikumsplatz in München und Umgebung mit eventuell anschließender Ausbildung. Ich könnte das Praktikum Anfang März beginnen - für drei bis vier Monate.
Vielleicht könnte Ihr mir weiterhelfen!
Ansonsten suche ich natürlich noch über die Gelben Seiten weiter und vielleicht wird mich der ein oder andere Münchner Goldschmied dann mal am Telefon haben . . .
. . . vielleicht hat ja auch jemand einen Tipp für mich.
Ich möchte unbedingt eine Ausbildung in einem Betrieb machen (eine Schule oder Akademie wäre wohl nur eine Notlösung) und alle Facetten den Berufes kennenlernen.
Vielen Dank und viele Grüße aus dem Münchner Umland wünscht
Claudia
mal eine Interessefrage: Was spräche gegen eine schulische Ausbildung oder Akademie?
Eventuell findest Du im Glockenbachviertel (Isartorplatz - Müllerstraße - Richtung Reichenbachbrücke) was. Dort sind sehr viele Goldschmiede ansässig. Ansonsten wünsche ich Dir viel Erfolg bei Deiner Suche. _________________ Man schätzt den Staub, ein wenig übergoldet, weit mehr als Gold, ein wenig überstäubt.
(William Shakespeare)
grundsätzlich spricht nichts dagegen. Ich persönlich würde nur eine betriebliche Ausbildung bevorzugen, da ich auch den Berufsalltag miterleben möchte. Da Goldschmied, ich bitte um Korrektur wenn ich falsch liege, kein oder meistens kein freier künstlerischer Beruf ist und man sich an Kundenwünschen orientieren muss, soll, darf oder kann.
Ich habe mich mal mit unterschiedlichen Leuten, die auch ganz unterschiedliche Lebensläufe haben unterhalten und bin zu dem persönlichen Punkt gekommen, das für einen handwerklichen Beruf, die klassische Lehre am effektivsten ist.
Vielleicht auch grundsätzlich eine interessante Frage:
Was unterscheidet die Ausbildung an einer Fachakademie von einer betrieblichen Ausbildung?
Vielen Dank - ich suche solange bis ich etwas gefunden habe.
Also ich sehe es eher so, daß ein Goldschmied neben dem Handwerker auch hauptberuflich ein Künstler ist. Schließlich muß er kreativ arbeiten können, um neben seinen Arbeiten fürs Schaufenster seinen Kunden Vorschläge für noch nicht existierende Schmuckstücke zu unterbreiten (zeichnerisch wie wortgewandt). Ein Meister von mir an der Goldschmiedeschule sagte einmal: Man kann nicht immer das anfertigen, was einem selber gefällt. Ich durfte im Laufe meines Arbeitslebens feststellen, daß er verdammt noch mal recht hatte. Auch als Künstler im Allgemeinen wird man sich gelegentlich am Kundenwunsch orientieren müssen, um Geld zu verdienen.
Rein grundsätzlich ist die betriebliche Ausbildung im Dualen System nie verkehrt. Da hast Du recht. Was den Unterschied zur Akademie oder zur Berufsfachschule macht? Ganz einfach. Es heißt, ein Lehrling ist nur so gut wie sein Meister. Soll heißen, am Ende Deiner Ausbildung kannst Du das (oder solltest Du das können), was Dein Meister auch kann. Vorteilig ist, Du bist sofort im Kundenkontakt quasi im Nahkampfgebiet .
In der Akademie oder Berufsfachschule (BFS) hast du erweiternd zum eigentlichen Goldschmiedewerkstattunterricht mit exklusiv voll ausgestatteter Werkstatt Zusatzfächer wie Silberschmieden, Fassen, Gravieren, Ziselieren, Emaillieren, Edelsteinschleifen... . Du lernst also auch Techniken, die Du evtl. in einem Betrieb nicht mitkriegen könntest (hängt vom Betrieb ab, liebe Kollegen, ich weiß) und hast die Möglichkeit, das Wissen von mehreren Fachleuten abzugreifen. In der Akademie oder BFS hast Du gelegentlich auch noch die Chance, im Unterrichtsalltag alte Techniken wie Granulieren, Tauschieren, Guillochieren, Filigran o.ä. zu erlernen. Kann auch nicht mehr jeder Goldschmied heutzutage. Nachteilig ist halt, daß der Kundenkontakt fehlt - dem wirkt beispielsweise die Goldschmiedeschule in Pforzheim entgegen, weil man nach 2 Jahren BFS noch 1,5 Jahre im Betrieb zuende lernen muß, bevor man die Gesellenprüfung machen darf.
Du siehst, es gibt für beide Lernarten Vor- und Nachteile.
by the way, die Berufsfacette in Form eines Überfalls oder eines Trickdiebstahls, so wie ich das schon erleben durfte, wünsche ich Dir nicht Diese Facette des Berufes ist echt doof. _________________ Man schätzt den Staub, ein wenig übergoldet, weit mehr als Gold, ein wenig überstäubt.
(William Shakespeare)
wenn ich nochmal "jung" wäre, dann würd ich mir vielleicht auch überlegen, diesen Beruf zu ergreifen.
je länger ich hier im Forum mitlese, desto mehr Spannendes entdecke ich und ich merke, dass es mich immer tiefer in die Materie reinzieht.
hallo,suchen sie noch?wenn ja, könnten sie sich bei mir melden.ich habe eine werkstatt ohne laden in münchen.haben sie vorkenntnisse?
0172-9311791
viele grüße,
Reg.-Datum: 07.09.2006 Beiträge: 1028 Wohnort: Arnstadt (Thür.) und Halle (Sa.-Anh.)
Verfasst am: Mo, 23. Feb. 2009 18:59 Titel:
hallo stakloff,
was tatze-1 da geschrieben hat, kann ich nur bestätigen und noch mal betonen, dass die ausbildung an einer berufsschule in vielen fällen umfassender (um nicht zu sagen besser) ist, als in mancheiner (kleinen) werkstatt!
wir berufsschullehrer sitzen in in einem glashaus. für unser handeln gibt es regeln und normen und wir müssen unsere ausbildungsbefähigung nachweisen. wir haben lehrpläne, an dennen wir uns halten müssen, wir haben vorgesetzte instanzen, an die sich jeder, der glaubt es besser als wir zu wissen wenden kann, um uns anzuprangern! wir müssen dann z.b. dinstaufsichtsbeschwerden beantworten.
im optimalfall sollte man das von mir dargestellte auch in einem betrieb vorfinden, der im dualen system ausbildet (ausbildung nach lehrplan, ausbildungsbefähigung, langjahrige ausbildererfahrung usw.) die praxis lehrt uns aber ein anderes... und darüber beschweren kannst du dich auch bei niemendem. alle sind über jede lehrstelle froh (bis auf den lehrling) ... das wäre aber ein abendfüllendes thema!
die geschichte mit der berufsbedingten kreativität der spezie "goldschmied" ist weiter als nur auf dem künstlerischen gebiet zu fassen. kreativ ist wer problemen nicht aus dem weg geht, sondern beweltigt. in berufsschulaltag kann man sich sowohl gut verstecken, als auch sehr gut an anderen messen lassen und wachsen! also entscheide dich!
hallo,
mein name ist jihad ich bin in 8. klasse und suche nach einem praktikum nur für 2 wochen es fängt im märz 2010 an aber ich muss der am 1 dezember versichern das ich einen platz habe .
Wäre toll wenn mir jemand da weiterhelfen könnte
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