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genauso hatte ich mir mein Geschäft auch vorgestellt.
Nicht viel Warenlager, dafür aber mit viel Liebe ausgesucht. Ware von anderen Künstlern in Kleinserie produziert und natürlich meine Werke.
Das Schaufenster klar strukturiert und nicht überladen. Da unsere Stadt nun wirklich nicht mit einer Großstadt zu vergleichen ist hoffe ich natürlich, dass es den Kunden auch gefällt.
auch diese Worte könnten von mir stammen! Verzettelung, den Name ist Ulrich. Scvhaufenster habe ich vor 25 Jahren bereits abgeschafft, set dem geht es mir besser. Und das Interesse für Technik, Forschung und Entwicklung hat auch mich zeitlebens im Griff. Übrigens scheinen wir sogar die gleichen Kunden zu haben, denn auch meinen macht das Spaß und von mir brauche ich gar nicht erst zu reden- _________________ Gruß, Ulrich
Goldschmiede seit 1967
Feine Auftragsarbeiten aller Art, sowie Reparaturen und Juwelier-Service.
CAD, Rapid Prototyping (Fräsen, Plotten, STL), Edelmetallguss, Laserschweißen seit 1993, http://www.wehpke.de http://www.wachsfraesen.de
Scheint also, als ob sich bestimmte Leute an bestimmten Verhältnissen orientieren. Was kann man nun daraus lernen? _________________ Gruß, Ulrich
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Reg.-Datum: 07.09.2006 Beiträge: 1079 Wohnort: Arnstadt (Thür.) und Halle (Sa.-Anh.)
Verfasst am: So, 08. Jul. 2007 00:26 Titel:
jetzt ich auch!
schauwerkstatt: wir haben von vornherein in der galerie einen arbeitsplatz eingerichtet. (als unsere vertrettung dort haben wir meistens kompetente fachleute gehabt) zuerst im hinteren bereich, weil es zum ambiente des vitrienenbereiches nicht passte. sobald aber jemand herein kam, musstest du vor,weil du nix gesehen hast. standest du aber schon ein mal vorn, hast du unweigerlich den kunden entweder angesprochen, oder hast in der ecke gestanden , so dass er sich (wie oben beschrieben ) verfolgt fühlen musste. später haben wir den arbeitsplatz doch vorgezogen, so dass du nicht sofort aufstehen musstest, wenn jemand rein kam. ein freundliches "guten tag", eventuell mit der bemerkung, dass man für fragen jederzeit zur verfügung steht. wenn man "pech" hat, kommt man, wenn man allein den laden betreibt, sowieso nicht richtig zum arbeiten und muss "nach der arbeit" wieder ran.
mit dem richtigen sortiment ist es auch so eine sache... . wenn man eine ganz bestimmte zielgruppe vor augen hat, dann liefert man sich ihr aus und ist in seiner arbeit und kreativität eingeschränkt. ich sehe es immer wieder auf messen, wenn jemand kommt, und mit der "genauen vorstellung" was seinen kunden gefallen würde, nach "neuigkeiten" fragt. wenn du ihm dann etwas vorstellst, was das prädikat "neu" tatsächlich verdient, dann bekommst du als antwort: " das ist so anders, das kann ich meinen kunden nicht verkaufen!". der ball wird meist flach gehalten. viele kunden sind, ganz im gegenteil dankbar dafür, etwas anderes sehen zu dürfen!
wir gehen in unserem konzept zuerst davon aus, dass man mehr unterscheidungsmerkmale braucht, um so mehr desto besser. wenn man ware einkauft, die auch viele andere anbieten, verringert man den abstand zur konkurenz. man wird mit jedem fremden stück immer vergleichbarer. normlerweise ist das auch kein problem, weil die meisten kunden sowieso nur dinge suchen oder auch angefertigt haben wollen, die sie bereits irgendwoher kennen. die meisten probleme erwachsen aus der vergleichbarkeit der produkte und leistungen. wenn du aber etwas einzigartiges, etwas besonders teueres, etwas "unnormales" anbietest, dann sind die leute, die sich darauf einlassen, weniger mit vorurteilen belastet und die überzeugungsarbeit ist eher nach vorn gerichtet, als darauf orientiert vorurteile auszuräumen. (vor-gefasste-urteile die z.b. gestaltung, material und preis betreffen.)
unsere zielgruppe ist schwer zu beschreiben. wir sind beide sehr unterschiedlich. es sind meist menschen, die offen neuem gegenüber tretten. sie suchen das besondere. sie lassen sich gern beraten und von anderen dingen überzeugen. meine frau z.b. macht fast ausschließlich unikate. ihre schmuckarbeiten kaufen menschen, die etwas einzigartiges haben wollen und nichts von der stange. wir beide gestalten die dinge so, wie wir es für richtig erachten. (wir sind die fachleute und nicht der kunde) wenn sich dann jemand dafür begeistert, dann 100%-tig. irgend einer hat uns mal böswiligerweise mit den worten charakterisiert : "bringen sie geld mit und keine eigene meinung, dann werden sie die beiden lieben". das sehen wir heute als kompliment an.
die besten erfolge feiern nicht die läden, die die größte kohle für werbung und marketing ausgeben, sondern die, bei denen sich die kunden AUF DAUER am wohlsten fühlen
lg
Ja, und den Treffer handeln sie dann als Geheimtipp und reden nur, wenn überhaupt, zu ihren besten Freunden und Lieblingsgeschwistern darüber.
Was uns das sagt? Na, dass man eben doch furchtbar vielGeld ausgeben muss, um an neue Kunden zu kommen. _________________ Gruß, Ulrich
Goldschmiede seit 1967
Feine Auftragsarbeiten aller Art, sowie Reparaturen und Juwelier-Service.
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ja ne is klar
ohne marketing geht auch nicht viel. allerdings wird bei werbung auch verdammt viel geld für mist verschleudert. wohl dem, der es beherrscht sein budget gezielt einzusetzen. marketing war schon immer ein thema was mich fasziniert und mit dem ich mich schon seit langer zeit beschäftige...
das von dir angesprochene virale marketing sollte als perfekte ergänzung zum eigentlichen marketingplan aber nie ausser acht gelassen werden und kann ganz gezielt als "nachbrenner" für etwaige werbeaktionen benutzt werden.
sollte seitens der hier anwesenden schmuck-fachhändler ein erfahrungsaustausch unter kollegen gewünscht sein, der nicht öffentlich stattfinden, dann sprecht mich an. ich bin gerne bereit für eine gruppe ein stealth-forum einzurichten - eben nur für branchenangehörige. bei interesse bitte PN. wenn genug zusammenkommen wirds umgesetzt!
kurze zwischenmeldung noch: das forum für internen erfahrungsaustausch unter inhaber geführten schmuck-fachgeschäften ist jetzt verfügbar: http://www.goettgen.de/schmuck-foren/forum20.html
Zugang per PN bei mir beantragen bitte...
nun aber wirklich zurück zum thema.
sollten wir vielleicht zwischen dreierlei schmuck-fachgeschäften unterscheiden?
1: Markenjuwelier (führt nur ausgewählte - meist hochpreisige - marken)
2: Juwelier mit gemischten, marken-unabhänigen Sortiment
3: Goldschmiedeateliers - die (fast) ausschliesslich eigene Produkte verkaufen
anhand dieser unterscheidung sollten wir das thema verfeinern. und ganz klar ist auch: die jeweiligen zielgruppen sind alles andere als die selben und da gibt es genug möglichkeiten fehler zu machen oder dem mitbewerber um die ecke (oder gar im fernsehen) eine nasenlänge voraus zu sein...
Reg.-Datum: 09.07.2005 Beiträge: 11153 Wohnort: München
Verfasst am: Mi, 18. Jul. 2007 16:50 Titel:
Es gibt noch eine 4 Sorte Juwelier:
4. Markenjuwelier, bei dem der Juwelier oder die Juwelierkette selbst eine bekannte MArke ist. _________________ MfG Butschal
Man wird es nie allen recht machen. In Zeiten wie unseren muss man sich spezialisieren. Wir haben einen extremen Überfluss an allem. Aus diesem Grund muss ich mich als Juwelier (in dieser Fragestellung) entweder auf das Durchschnittsvolk spezialisieren die eben nur ab und an einige hundert Euro für Schmuck ausgeben, oder ich spezialisiere mich für die "Reichen" die dann mal auch in regelmäßigen Abständen einige tausend für ein paar Ohrringe ausgeben.
Keine Vorurteile und keine Nachteile. Aber allen werd ich es nie recht machen.
PS: Will ich wirklich seriös wahrgenommen werden, dann muss ich mich auch selbst so zeigen und präsentieren.
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