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Als Schmuck-Neuling versuche ich auch mal die Perspektive zu wechseln und mir vorzustellen, was in einem Schmuck-Händler vorgeht.
mich würde interessieren, ob Ihr gelegentlich Marktforschungen betreibt oder Kundenumfragen.
Oder bezieht Ihr Euer Wissen über zukünftige Trends aus dem täglichen Umgang mit dem Kunden bzw. Fachzeitschriften und vergleichbaren Quellen?
Kundenumfragen sind interessant um Zufriedenheit und Erwartungen an das Geschäft zu messen. Selbstverständlich nimmt man grundsätzlich das Feedback der Kunden auf.
Für die Ausrichtung meines Sortimentes spielen Kundenumfrag keine Rolle.
Ebenso bin ich sicher, dass Kundenumfragen keine sinnvollen Ergebnisse hinsichtlich zukünftiger Trends bringen. Trends unterliegen völlig anderen Gesetzmäßigkeiten.
Branchen-Trends kann man, wenn überhaupt, am ehesten auf den großen internationalen Fachmessen erkennen. Inwiefern diese für den einzelnen Händler sinnvoll zu nutzen sind, ist eine andere Frage...
Kundenumfragen sind interessant um Zufriedenheit und Erwartungen an das Geschäft zu messen. Selbstverständlich nimmt man grundsätzlich das Feedback der Kunden auf.
Für die Ausrichtung meines Sortimentes spielen Kundenumfrag keine Rolle.
Ebenso bin ich sicher, dass Kundenumfragen keine sinnvollen Ergebnisse hinsichtlich zukünftiger Trends bringen. Trends unterliegen völlig anderen Gesetzmäßigkeiten.
Branchen-Trends kann man, wenn überhaupt, am ehesten auf den großen internationalen Fachmessen erkennen. Inwiefern diese für den einzelnen Händler sinnvoll zu nutzen sind, ist eine andere Frage...
Viele Grüße
Mathias
Ich würde auch denken, dass den meisten Leuten Fantasie fehlt, was man machen könnte, und Fantasie fehlt, was ihnen gefallen würde, wenn's nur genügend andere Leute haben.
Das Lesen von Fachzeitschriften und auch dem Trendspezial von der Vogue ist für mich eine Pflicht. Die andere Pflicht ist, meinem Umfeld an Hals, Finger und Ohren zu gucken und zu sehen, was wird getragen. Das nächste sind meine Kunden. Die sind diejenigen, die mir zeigen, was geht und was nicht. Dementsprechend kann man sich dann mit seinem Sortiment drauf einstellen. Daß man auch mal was neues ausprobiert, sollte klar sein. _________________ Man schätzt den Staub, ein wenig übergoldet, weit mehr als Gold, ein wenig überstäubt.
(William Shakespeare)
Reg.-Datum: 09.07.2005 Beiträge: 10492 Wohnort: München
Verfasst am: Mi, 21. Jan. 2009 01:08 Titel:
Der Masse gefällt was sie sieht und sie sieht was beworben wird. So einfach ist das. Nur schauen was in Zukunft beworben wird schon hat man den Finger am Puls der Zeit. _________________ MfG Butschal
Die Frage ist nur, ob man immer mit der Masse gehen muß. Genau das im Schaufenster liegen haben muß, was es zwei Straßen weiter auch gibt.
Dadurch geht der individuelle Charakter des Fachgeschäftes verloren und man wird einer von den vielen.
Jeder zweite Kunde kommt rein:"Das habe ich dahinten aber für € 50,-- billiger gesehen!"
Ich denke, man ist viel zu vergleichbar, wenn man nur nach den Vorgaben verkauft, was wohl gerade getragen werden soll.
Viele Kunden suchen das Individuelle, Besondere. Sie wollen beraten werden, wollen vom Goldschmied/Verkäuferin wissen, was zu Ihnen passt. Viele sind da erstaunlich unsicher.
Und die Kunden kaufen den Schmuck ja nicht nur für eine Saison.
Ich habe als reiner Goldschmied das Glück, das ich komplett ohne Handelsware auskomme, ich verkaufe nur "Selbstgemachtes", orientiere mich sicherlich an den jeweiligen Trends, vor Allem beim Farbsteinschmuck, aber letztendlich bleibe ich meinem eigenen Stil treu.
Es gibt natürlich auch Kunden die genau wissen, was sie wollen - noch besser, dann wird es genau so angefertigt/umgearbeitet.
ich find es übrigens sehr informativ und interessant, was Ihr da so alles auf meine Eingangsfrage geantwortet habt. danke dafür
Heinrich Butschal hat Folgendes geschrieben:
Der Masse gefällt was sie sieht und sie sieht was beworben wird. So einfach ist das. Nur schauen was in Zukunft beworben wird schon hat man den Finger am Puls der Zeit.
da hast Du leider recht, Heinrich.
ist aber wohl in vielen Bereichen so, da braucht man sich nicht nur beim Schmuck umsehen, auch bei der Musik ist das so.
die Musik aus dem Charts verkauft sich bloß deswegen so gut, weil die permanent rauf und runter gespielt und mit viel viel Geld aufwendig beworben wird.
Sowohl beim Schmuck als auch in vielen anderen Bereichen des Lebens finde ich es persönlich erstrebenswerter, wenn man auch mal eigene Wege geht, gegen den Strom schwimmt und den Mut hat, etwas zu tun / zu kaufen, was nicht dem Geschmack der breiten Masse entspricht.
nix dagegen einzuwenden, wenn man Trends mitmacht, aber ein bisschen Individualität und Mut, den eigenen Stil, die eigene Persönlichkeit auszudrücken, sollte schon da sein.
das mag sich hart anhören, aber ich kann Menschen, die jedem Trend nachlaufen, ohne sich tiefere Gedanken zu machen, irgendwie ned so richtig respektieren.
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