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Verfasst am: Fr, 18. März. 2005 16:59 Titel: Russland, die neue Diamanten Weltmacht?
Hallo zusammen,
Vor einiger Zeit, habe ich im St*rn einen Bericht gelesen, in dem berichtet wurde, daß der Kreml erstmals Zahlen von der Diamanten-Produktion und den Diamant-Reserven Russlands veröffentlicht hat.
Demnach wurden in Russland im Jahr 2003 insgesamt 33 Millionen Karat gefördert. Weiter verfügt Russland über Diamanten-Reserven von mindestens 825 Millionen Karat.
Der schürfende Staatskonzern Alrosa, der fast 100 Prozent der Produktion abdeckt, setzte im Diamantengeschäft in jenem Jahr angeblich 1,5 Milliarden Euro um. Bis 2006 soll der Umsatz nach eigenen Angaben auf über 2 Milliarden Euro zunehmen. Auch sollen die guten Stücke nicht mehr wie bisher an De Beers verkauft werden, sondern in erster Linie im eigenen Land verarbeitet werden.
Nachdem Rußland so anscheinend zum weltgrößten Diamant-Liferanten und Produzenten geworden ist, stellt sich mir hier natürlich die Frage, in wie weit wir hier bei uns mit Preisaschwankungen (nach oben - wohl eher nicht nach unten) rechnen müssen.
ich habe den Artikel auch gelesen und war ob der Zahlen sehr erstaunt.
Allerdings hatte ich es so verstanden, dass Alrosa bisher ausschliesslich an de Beers verkaufte. Nun sollen ja Teilproduktionen im eigenen Land bleiben und Teile an de Beers gehen.
Wenn ich das wirtschaftlich betrachte, erhöht sich die Konkurrenz, Russland kann ausserdem relativ billig produzieren-Wirkung-Preise für die begehrten Stücke werden fallen.
Somit denke ich natürlich auch an Preisschwankungen-aber wohl eher nach unten.
Den Botswana Diamanten, der ja immer der teurere war, wird das auch nicht tangieren.
Allerdings hatte ich es so verstanden, dass Alrosa bisher ausschliesslich an de Beers verkaufte. Nun sollen ja Teilproduktionen im eigenen Land bleiben und Teile an de Beers gehen.
Natürlich. Auf kurz oder lang werden sie aber ihr Möglichstes tun, den Diamant-Schliff selbst zu erledigen. Wäre ja auch komisch, denn es ist ja dabei eindeutig mehr zu holen.
Zitat:
Wenn ich das wirtschaftlich betrachte, erhöht sich die Konkurrenz...
Genau das sehe ich auch so; Einfach eine neue Belebung der Konkurrenz auf dem Weltmarkt. Nur heißt das meiner Meinung nach nicht unbedingt, daß der Preis in den Keller geht. Geringfügig vielleicht...
Zitat:
...und war ob der Zahlen sehr erstaunt.
ICH AUCH! Wenn man die guten Stücke in Kilogramm umrechnet:
Bei 0,2g pro Karat, ergeben 825mio Karat 165000kg Diamanten.
Also fast 9 vollbeladene Aldi-Lastzüge.
...aber die fahren sicher nicht zum nächsten Discounter.
in den Keller wird der Preis nicht gehen-klar-aber vielleicht gibt es eben gewisse Schwankungen nach unten.
zitat:
Natürlich. Auf kurz oder lang werden sie aber ihr Möglichstes tun, den Diamant-Schliff selbst zu erledigen. Wäre ja auch komisch, denn es ist ja dabei eindeutig mehr zu holen.
Denke ich eher nicht-Bei den Massen?
De Beers wird sich wohl auch nicht so einfach den Hahn ganz zudrehen lassen-da werden sicher noch einige Kämpfe ausgefochten.
Ein "Monopol wechsel" in Form einer gänzlichen Produktionsverlagerung wäre natürlich für die Wirtschaft nicht von Vorteil , es sei denn, die Produktionskosten werden durch Fertigungen in Russland niedriger.
Ich persönlich finde das gar nicht so tragisch, wenn es sich um Teilfertigungen handelt. Bisher war ja nun mal de Beers Markführer auch für die Südafrikanischen Diamanten.
Wie beschrieben: Konkurrenz belebt den Markt
Ich denke, dass die Preise mit Sicherheit nicht so sehr nach unten rutschen. Kleine Schwankungewn wird es immer geben. Aber Russland hat sich schon seit Jahrzehnten de Beers angeschlossen was grosse oder grössere Dias betrifft, hauptsächlich werden ja dort kleine Dias gefunden die in der Industrie Verwendung finden. Da - könnten die Preise allerdings etwas stärker nachgeben.
GS _________________ Gottfried
Reg.-Datum: 09.07.2005 Beiträge: 11153 Wohnort: München
Verfasst am: So, 17. Jul. 2005 15:43 Titel:
1,5 Milliarden Umsatz bei 33 Millionen Carat, verkauft im gleichen Zeitraum, ergibt einen durchschnittlichen Caratpreis von 45,- Euro pro Carat.
Das ist ein Preis für Industriediamanten, der prozentuale Anteil an Schmuckdiamanten wird wohl sehr gering sein müssen, sonst wäre der Durchschnittspreis höher.
Die internationale Preisentwicklung für Schmuckdiamanten ist derzeit eher robust. _________________ MfG Butschal
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