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Verfasst am: Do, 19. Jan. 2012 16:59 Titel: 999er Goldmark einschmelzen, um Ring daraus zu fertigen?
Liebe Forum-Gemeinde,
vielleicht kann mir hier jemand weiterhelfen.
Kurzer Background: Ich möchte meiner Partnerin zur Geburt unseres ersten Sohnes einen Ring anfertigen lassen. Dieser soll aus Gold sein und einen farbigen Edelstein halb eingelassen aufnehmen. Für weitere Kinder kommen dann weitere Steine dazu. Die Idee müsste grob klar sein.
Nun habe ich von meinen Eltern eine Goldmark bekommen. Hierbei handelt es sich um 999er Gold (ca. 12 g) in der Form einer DM (http://www.coins-kurzbach.de/bilder/1dm_goldmark.jpg). Die Frage ist nun, ob ich die Münze zum Goldschmied meines Vertrauens bringen kann, er diese in der Scheideanstalt einschmelzen lässt und mir daraus dann den Ring zaubern kann. Oder ob er das quasi "in Zahlung" nimmt und mir im Gegenzug eine Anrechnung auf den Materialpreis für 750er Rohmaterial gewährt.
Vielleicht kann mir hier ja jemand helfen. Das Problem sollte klar sein: ich will nach Möglichkeit ein wenig sparen, indem ich zumindest das Material zur Verfügung stelle.
Eine letzte Frage am Rande noch. Der Goldschmied rechnet mit 10 - 12 Stunden Arbeitszeit und einem Stundenlohn von EUR 50. Ist das im Rahmen, oder zu lang oder zu teuer, oder günstig und schnell?
um den preis/arbeitszeit beurteilen zu können, müßte man das design des ringes kennen
bild/skizze/beschreibung?
für einen glatten ring (umlaufend gleichbreit/gleichhoch, trauringmäßig halt, wie es sinnvoll ist, wenn steine nacträglich eingesetzt werden, würde ich nicht mehr als 100 euro arbeit ansetzen
zzgl. der zeit fürs einarbeiten des steins, was aber nicht ansatzweise 8..10 h dauert(um bei dem vergleich zu bleiben)
eine scheideanstalt bleibt da außen vor, man ist ja schließlich goldschmied und kann aus gold selbst was anfertigen
wenn ich das richtig verstehe, soll das so eine Art Memoire-Ring werden. Also eine glatte, gleichmäßig breite und dicke Ringschiene, in die dann der Stein glatt eingefasst wird.
So ein glatter Ring ist normalerweise in max. 2-3 Stunden gemacht. Dazu kommen nochmal die Zeit fürs Fassen des Steines.
Normalerweise ist jeder Goldschmied in der Lage, das vorhandene Münzgold selber zu legieren, d.h. unter Zugabe von Feinsilber und Kupfer kann man den Ring dann entweder in 750/- oder in 585/- anfertigen.
Die Legierungskosten, d.h. die benötigte Zeit und das benötigte Zusatzmetall muß natürlch auch mit einkalkuliert werden. _________________ Grüße
Wir wissen nicht, was Julian mit dem Goldschmied verhandelt hat.
Beim Bandring gehe ich konform mit legieren, gießen und anfertigen.
Sollte es sich jedoch um einen Memoryring handeln, der evtl. eine etwas extravagantere Aufteilung hat, dann kann sich so ein Job schon in die Länge ziehen.
Und btw. 50€ Stundenlohn finde ich total ok. _________________ Ein Mensch ist erfolgreich, wenn er zwischen Aufstehen und Schlafengehen das tut, was ihm gefällt (Bob Dylan)
Diesen Goldschmied sollte mann bewaffnen! Dann könnte er wenigstens die Schnecken erschießen, die ihn so flink bei der Arbeit überholen! _________________ Gruß, Ulrich
Goldschmiede seit 1967
Feine Auftragsarbeiten aller Art, sowie Reparaturen und Juwelier-Service.
CAD, Rapid Prototyping (Fräsen, Plotten, STL), Edelmetallguss, Laserschweißen seit 1993, http://www.wehpke.de http://www.wachsfraesen.de
Da hat ja endlich mal jemand realistische Vorstellungen _________________ Schon seit meinem 6. Lebensjahr hege ich eine Begeisterung für Panzergeldschränke und Tresoranlagen. Derzeit schreibe ich an einer privaten historischen Arbeit zur ehemaligen Franz Garny K.G., Geldschrank-, Tresor und Stahlbau Frankfurt am Main.
Zunächst einmal vielen Dank für die vielen hilfreichen Antworten.
Vielleicht hilft es, wenn ich noch ein wenig mehr über meine Vorstellungen von dem Ring erzähle: er soll schlicht sein, kein Schnickschnack. Mir ist wichtig, dass er nicht aussieht wie ein Verlobungsring, deswegen soll es ein farbiger Edelstein werden und dieser soll auch zumindest halb eingelassen sein. An sich aber stelle ich mir eine schlichte "eheringähnliche" Form vor, vielleicht ein wenig breiter. Mit den 12 g aus der Münze sollte sich schon ein ordentlicher Ring machen lassen, denke ich.
Nun schrieb jemand, dass der Goldschmied aus dem 999er Gold auch 750er machen könnte, aber wäre es nicht auch möglich, den Ring direkt aus dem 999er zu machen? Warum "runterwerten" - reichen die 12 g nicht aus, oder hat das Auswirkungen auf die Bearbeitbarkeit?
Hier ein paar Links, was grob (!) in die Richtung geht. Ich bin da noch nicht so festgelegt:
Gut, der erste Ring hat eine Zargenfassung. So ein Ring ist natürlich nicht in 2-3 Stunden gemacht. (Allerdings braucht man auch keine 12 Stunden dafür)
Da kann es natürlich aufwändiger werden, einen nachträglichen Stein einzuarbeiten, aber möglich ist das. Im schlimmsten Fall müsste man dazu den "alten" Stein aus der Fassung nehmen, wenn man die neue Fassung einlötet und anschließend wieder fassen. Was für ein Stein schwebt Dir / Euch denn vor?
Julian.Barmbek hat Folgendes geschrieben:
Nun schrieb jemand, dass der Goldschmied aus dem 999er Gold auch 750er machen könnte, aber wäre es nicht auch möglich, den Ring direkt aus dem 999er zu machen? Warum "runterwerten" - reichen die 12 g nicht aus, oder hat das Auswirkungen auf die Bearbeitbarkeit?
Natürlich kann man das Gold auch einfach so einschmelzen und den Ring aus 999/- anfertigen. Ob das dann ausreicht, hängt in erster Linie von der Größe und Höhe des Steines ab - vor Allem beim 2. Modell. Da richtet sich die Schienendicke bzw. -breite definitif nach der Steingröße. _________________ Grüße
ein Memoirering mit derartig großen Steinen ist relativ ungewöhnlich (vorsichtig ausgedrückt!)
und mit den Fassungen des oberen links nur möglich, wenn die Farbsteine 100% hitzefest sind
denn jedesmal ausfassen und wieder fassen ist schlecht
aber die Optik.....
beim 2. Modell müßte der ring so dick sein, daß die tragbarkeit leidet
der dort zu verkaufende wiegt schon über 16g, obwohl er nur oben dick/hoch genug für den Stein ist
wie schwer und sperrig soll der Ring sein, wenn er umlaufend dick genug für nachzufassende Steine sein soll?
und feingold ist eh zu weich für derlei Ringe und gelötet
Reg.-Datum: 09.07.2005 Beiträge: 11151 Wohnort: München
Verfasst am: Fr, 20. Jan. 2012 12:11 Titel:
Die Idee ist gut für weitere Kinder Deiner Frau etwas zu schenken, aber nicht indem man einen angefertigten Ring noch einmal mit weiteren Fassungen traktiert. Das hat technische Schwierigkeiten die sich zwar lösen lassen aber dann wird es auch unwirtschaftlich.
Meine Empfehlung:
Plane einen schönen Ring und wenn weitere Kinder kommen, eine neuen Ring oder anderen Schmuck. _________________ MfG Butschal
ich werfe als Idee dann mal einen Ring, in den nicht so große farbige runde Brillanten eingearbeitet werden
nicht in einer Linie, sondern vielleicht 3 verstreute für den Anfang, 2 weitere beim nächsten Kind
oder tatsächlich pro Kind 1 Stein: im Zickzack: den ersten näher an einem Rand, den 2. näher am anderen rand
999-er Gold pur zu verarbeiten geht zwar, ist als Ring jedoch zu weich. Das gibt Kummer. Dein erster Vorschlag, also der mit der Fassung, scheint mir die einzige realisierbare Vorstellung zu sein, mal abgesehen von Tilos Vorschlag. Jedenfalls dann, wenn man Heinrichs Idee nicht fplgen möchte, also bei jedem neuen Kind einen ebensolchen Ring
Konkret heißt das: Für die Anfertigung, incl. Stein fassen (Stein und Material mal außen vor), ca 400 Euro.
Wenn der Ring um weitere Steine erweitert werden soll, wird das pro Stein etwa 290 Euro kosten, Stein und Material wieder nicht berücksichtigt, kommt also dazu. _________________ Gruß, Ulrich
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CAD, Rapid Prototyping (Fräsen, Plotten, STL), Edelmetallguss, Laserschweißen seit 1993, http://www.wehpke.de http://www.wachsfraesen.de
Eine Arbeitskollegin von mir trägt einen solchen Ring. Er wurde von Anfang an mit 5 vorbereiteten Zargenfassungen versehen, in denen zunächst Lapislazuli-Cabochons eingeklebt waren. Bei jedem Kind wurde ein Lapis entfernt und durch einen dann richtig befestigten Diamanten ersetzt. Es waren also keinerlei Lötarbeiten mehr erforderlich. Mittlerweile sind nur noch zwei Lapis übrig... _________________ Wenn man nur alle Hobbies zum Beruf machen könnte!
So kann mann auch die Gebärmutter seiner Frau verplanen.
Wie wärs mit zu Anfangs einem Ring wie Bild 1, für die weitetren Kinder dann runde Brillis, die verstreut in die Oberseite der Ringschiene eingelassen (eingerieben) werden? (geht schnell und unproblematisch)
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