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Schöner kann man es gar nicht mehr erklären. Es gibt eben nicht nur verbraucherorientietes, sympathisches Gerechtigkeitsempfinden, sondern knallharte wirtschaftliche Notwendigkeiten.
Wer das nicht einsehen kann, wird mit den Folgen leben müssen.
_________________
Gruß, Ulrich
Goldschmiede seit 1967
Feine Auftragsarbeiten aller Art, sowie Reparaturen und Juwelier-Service.
CAD, Rapid Prototyping (Fräsen, Plotten, STL), Edelmetallguss, Laserschweißen seit 1993, http://www.wehpke.de http://www.wachsfraesen.de
Reg.-Datum: 09.07.2005 Beiträge: 11151 Wohnort: München
Verfasst am: Fr, 16. Dez. 2011 16:09 Titel:
Christian Koch hat Folgendes geschrieben:
...
mich hat einfach interessiert wie man das manchem Kunden klarmacht.. usw.
Gar nicht, entweder er akzeptiert es oder er wird kein Kunde. Andererseits wenn viele Kunden abspringen und man zu wenige Aufträge hat, dann muss man halt überlegen wie man diese Kunden mit einer anderen Berechnungsmethode wieder einfangen kann, so lange es rentabel bleibt.
Bei Steve Jobs wird immer wieder kolportiert, sein Genie soll auch darin gelegen haben das er vieles nicht machte was ihm keinen aureichend satten Gewinn versprach.
Christian Koch hat Folgendes geschrieben:
Ich werd mich jetzt wirklich mal hinsetzen und mal Kalkulieren......
schönen Tag, bald habt ihrs geschafft =)
Kalkulieren ist gut, 8 Tage Arbeit dann habe ich es auch geschafft für dieses Jahr. _________________ MfG Butschal
Im Zuge der massiven Steigerung der Edelmetallpreise haben wir uns mit der Frage der Kalkulation ebenfalls beeschäftigt.
Wir diskutierten im Team die Entwicklung der Roherträge gleicher Artikel bei linearer Kalkulation innerhalb der letzten 5 Jahre. Wir haben für uns dabei eine gewisse Schieflage festgestellt und unsere Kalkulation mit dem Ziel "gefühlter Gerechtigkeit" angepasst.
Gestiegene Metallpreise haben bei vielen Händlern zu einer geradezu atemberaubenden Fehlentwicklung geführt.
Beispiel Furnituren: Kostete früher eine Omegabrisur 30 Mark, so kostet diese heute um die 100 Euro. OK, im Allgemeinen wird nichts billiger.
Aber die Methode zu sagen ein Artikel hat X gekostet, das Material ist um y teurer geworden, = z Prozent, kann doch nicht so gehandhabt werden, dass man sagt X mal 1,z und schon haben wir den neuen Verkaufspreis!
Der Materialanteil der meisten Furnituren ist derart gering, dass die exorbitanten Steugerungen im Preis damit nicht zu rechtfertigen sind. Es gibt zwar einige Händler, die ihre Kalkulation etwas transparenter gestalten, aber letztendlich sind sie Teil des Systems und können auch nicht über ihren Schatten springen.
Also was tun? Viele Dinge machen wir heute wieder selbst. Und wer nun lacht, dem sei gesagt, dass sich das richtig lohnt! _________________ Gruß, Ulrich
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ja, ich tausch nun auch bei 333er karabinern die Feder (kost 8...10 Euro)
und kann aber andererseits aus kostengründen nicht mehr wie noch vor nem jahr so einfach Silberkarabiner als Federlieferant miß/verbrauchen, denn die Differenz Neupreis vs . Schrottwert bei den Dingern wird ja absolut auch immer größer
schade, daß es die originalen Federn nicht gibt, die von Schula und so funzen ja nur mit nem zusätzlichem Schlitz an der richtigen Stelle, den zu machen ne überflüssige Aktion wäre, wenn man originale Federn der gängigen flachen und bauchigen Karabiner fertig bekäme
Zuletzt bearbeitet von Tilo am Fr, 16. Dez. 2011 23:35, insgesamt einmal bearbeitet
Das Thema kenne ich auch! Mir war allerdings dasn Gesuche nach den passenden Feder zu viel und ich hab mir hart gezogenen Edelstahldraht besorgt, in 0,2 mm, 0,25mm, und 0,30 mm. Daraus lassen sich alle erdenklichen Federn leicht und schnell biegen, das geht schneller, als die passende Grüße rauszukramen. Außerdem sin die Federn grantiert rostfrei und sind springlebendig. Man darf den Draht nur nicht zu dick wählen. Dazu passend hab ich mir eine Zange umgestrickt, mir der ich die Karabiner leicht öffnen kann, ohne sie zu zerkratzen und zu demolieren.
Allerdings gibt es diese guten Stücke bei mir nicht für 10 Euro, das ist dann schon teurer. Aber die Dinger halten auch viel länger als die rostenden Originale. _________________ Gruß, Ulrich
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die 333er sterben über kurz oder lang eh den korrossionstod, 2 Normal-federzyklen sind da wohl ausreichend
für 585 wären Edelstahlfedern tatsächlich gut, besonders bei manchen 24/7/365-aggroschweiß-Schnellrafferverschleißern, denen ich mit Vollgoldkarabinern geholfen habe (längliche "Öse" einseitig flachgeschmiedet)
Der Draht ist schwer zu kriegen, ich hab aber die Adresse noch, such ich Dir raus. Falls ichs vergesse, einfach dran erinnern. Mein Alzheimer macht Fortschritte _________________ Gruß, Ulrich
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Reg.-Datum: 09.07.2005 Beiträge: 11151 Wohnort: München
Verfasst am: Sa, 17. Dez. 2011 11:32 Titel:
Die Preissteigerungen bei Kleinteilen sind ja nicht nur dem Edelmetallpreis geschuldet sondern auch den sinkenden Stückzahlen.
Das Argument von Ulrich mal vereinfacht für den OP dargestellt:
Ein Produkt x wird als einziges Produkt einer Firma pro Jahr 10.000 mal hergestellt und verkauft.
Die Firma hat mit zwei Angestellten Betriebskosten von 180.000 DM.
In dem Produkt x sind je 0,3 Gramm Feingold zu einem Preis von 1985 = 4 DM enthalten.
Die Vollkostenrechnung ergibt 180.000 + 40.000= 220.000 DM.
Ein Stück kostet dann in der Herstellung 22,- DM
Das Produkt x wir in der gleichen Firma mit nur noch einem Angestellten 2.000 mal im Jahr hergestellt und verkauft auch weil es viel teurer geworden ist und eher von Tilo und Ulrich recycelt wird. Der Goldanteil kostet heute 15 Euro.
Die Vollkostenrechnung ergibt
Die Betriebskosten liegen bei 80.000 Euro pro Jahr, die Goldkosten bei 30.000 Euro, zusammen 110.000 Euro, und pro Stück bei 55,- Euro. _________________ MfG Butschal
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