Journal / BlogUhrentrends 2010Von Redaktion, Goettgen Schmuckjournal, 2. Maerz 2010
Uhrentrends in 2010 Es gibt menschliche Verhaltensweisen, die sich wie ein roter Faden durch die Jahrzehnte und Jahrhunderte ziehen und dabei immer wieder zutreffen. So lässt sich beispielsweise beobachten, dass in Zeiten wirtschaftlicher Unstabilität die Sehnsucht der Menschen nach festen, bleibenden Werten stets deutlich messbar zunimmt. Da wir uns auch in Deutschland seit etwa zwei Jahren in einer solchen Krisensituation befinden, steht der Uhrenindustrie eine große Aufgabe bevor. Sie muss einerseits den Wunsch der Menschen nach den oben beschriebenen Werten befriedigen, andererseits stehen Weiterentwicklung unter das Setzen neuer Trends auf der Agenda. Es ist spannend zu sehen, was die Uhrenentwickler daraus machen und auf welche neuen Trends und Modelle wir uns im Jahr 2010 gefasst machen können. Dieser Frage möchten wir hier einmal nachgehen. Anzeige
Grundlegende TrendsBevor wir uns mit Einzelheiten wie Formen und Farben der neuen Uhrenmodelle beschäftigen gilt es zunächst einmal herauszufinden, welche grundlegenden Trends für das Jahr 2010 im Uhrenbereich zu erwarten sind. Analog zu dem oben beschriebenen, menschlichen Phänomen gehen wir davon aus, dass die Zeit der schnell wechselnden Trends und kurzfristigen Modeerscheinungen auch im Uhrenbereich im Jahr 2010 weitgehend vorbei ist. Die Kunden erwarten bleibendere Werte und werden daher bevorzugt Uhrenmodelle kaufen, die so zeitlos wie möglich sind. Schließlich weiß man nicht, wie sich die Lage auf den internationalen Finanzmärkten weiterentwickelt und ob man in den paar Jahren noch in der Lage sein wird, das gleiche Geld für eine Uhr auszugeben, wie heute. Mit diesen Anforderungen einher geht auch der Trend bei Uhren zur Reduzierung auf das Wesentliche. Damit ist zum einen die Abkehr von allzu vielen technischen Spielereien und weitgehend nutzlosen Zusatzfunktionen verbunden, andererseits besinnen sich die Uhrenliebhaber auch wieder auf die Techniken und die liebenswerten Details aus früheren Zeiten. So ist es nicht verwunderlich, dass mechanische Uhren mittlerweile wieder voll im Trend liegen und daher auch im Jahr 2010 immer größere Marktanteile erobern werden. Sie bilden einen Gegenpol zu unserer, in immer größerem Ausmaß von Elektronik bestimmter Welt und werden darüber hinaus von den Menschen als besonders hochwertig wahrgenommen. Während elektronische Uhrwerke im fernen Osten für wenige Cents zu fertigen sind, sieht man in einer mechanischen Uhr immer noch ein hochpräzises Kunstwerk, welches weit über einen reinen Gebrauchsgegenstand hinausgeht. Der Unterschied zwischen Damen- und Herrenuhren wird kleinerBereits seit einigen Jahren lässt sich ein weiterer Trend auf dem Uhrenmarkt beobachten. Die Unterschiede zwischen Damen- und Herrenuhren verwischen immer mehr, so dass es mittlerweile sogar zahlreiche Unisex-Modelle auf dem Markt gibt, die sich mit sehr gutem Erfolg verkaufen. Zur Entwicklung dieses Trends trägt auch bei, dass es bei den Damen inzwischen als "in" gilt, Uhren in Herrengröße zu tragen. Wir verbinden damit das wachsende Selbstbewusstsein der Frau. Ob sich dieses in unserer Gesellschaft nicht schon etwas früher entwickelt hat, lassen wir einmal dahingestellt. Die Unterschiede zwischen Damen- und Herrenuhren werden also immer kleiner. Viele Herren setzen inzwischen angesichts des seit einigen Jahren um sich greifenden Trends des "metrosexuellen Mannes" auf Uhren mit eher weicher und femininer Ausstrahlung. So war es beispielsweise bis vor einigen Jahren noch kaum denkbar, dass ein Mann eine Uhr trägt, die mit zahlreichen Steinen verziert war. Heute sieht man das immer öfter. Auch an den Armbändern lässt sich dieser Trend beobachten. Das rustikale Leder- oder Metallarmband ist heute für Herrenuhren längst nicht mehr obligatorisch, es darf auch mal ein fein gemustertes oder entsprechend verziertes, eher feminin wirkendes Modell sein. Und das, ohne dass sich der Mann dadurch lächerlich macht. Das ist wahre EMANNzipation! Die angesagtesten MaterialienKommen wir zu den bevorzugten Materialien für Uhren im Jahr 2010. Rot- und Weißgold im Uhrensektor gewinnt wieder zunehmend an Bedeutung. Dabei werden die Gehäuse oft mit kontrastfarbenen Zifferblättern kombiniert, so dass sich daraus ein reizvoller farblicher Gegensatz bildet. Für etwas handfestere Uhren - insbesondere im Herrenbereich - bietet sich im Jahr 2010 Stahl als das Material der Wahl an. Kaum ein anderer Werkstoff verkörpert so sehr Stärke und Dauerhaftigkeit, wie dieses. Es lässt sich daher sehr gut mit den momentan vorherrschenden Wertevorstellungen vereinbaren, so dass sich Stahluhren 2010 voraussichtlich sehr gut verkaufen werden. Im innovativen Bereich, der - wie bereits angedeutet - im Jahr 2010 etwas zurückfallen wird, lässt sich ein Trend zu neuartigen Materialien für Uhren beobachten. So gibt es beispielsweise mittlerweile Modelle mit Gehäusen aus Keramik, denen Experten eine aussichtsreiche Zukunft bescheinigen. Handelt es sich dabei doch um ein besonders leichtes und dabei hochstabiles Material. Farbentrends 2010Bei den Farben zeichnet sich schon jetzt ein eindeutiger Trend für das gesamte Jahr 2010 ab: die mattschwarze Uhr. Die Farbe mattschwarz lässt sich dabei wunderbar mit dem Trend zur Reduzierung auf das Wesentliche vereinbaren, woraus besonders authentische, minimalistische und dabei doch sehr interessante Uhrenmodelle entstehen. Weitere Farbentrends sind für das Jahr 2010 eher schwer festzulegen. Es zeichnet sich jedoch ab, dass maritime Elemente und damit die Farbe tiefblau beziehungsweise ozeanblau auch in diesem Jahr sehr gefragt sein werden. Die Menschen verbinden damit die Sehnsucht nach dem Ursprünglichen und eine gewisse Weite, welche häufig in unserem modernen, hochtechnisierten Leben fehlt. Bei Damenuhren zeigt sich außerdem ein leiser Trend zum eleganten Roségold, eine feminine und verträumte Farbe, die durch die gleichzeitige Verarbeitung von Edelsteinen noch besser zum Ausdruck kommt. Es darf also wieder etwas romantischer werden! Das Spiel der FormenHinsichtlich der Formen zeichnen sich für das Jahr 2010 gleich mehrere Trends ab. Da ist einerseits die bereits angesprochene Tendenz zur Reduzierung auf das Wesentliche, welche sich auch in den Formen der Uhrengehäuse widerspiegelt. Schlichte runde oder quadratische Formen sind sehr gefragt. Da der Trend bei Damenuhren zu sehr großen Modellen geht, überwiegen auch hier die einfachen und klaren Formen. Modeexperten erkennen allerdings bereits jetzt wieder einen Gegentrend zu den großen Damenuhren von kühlem Format. Es wird prophezeit, dass barocke Formen wieder in die Modewelt, und damit auch in die Uhrenwelt, Einzug halten werden. Damit liegt die Vermutung nahe, dass auch reichhaltig verzierte und verspielte Formen in diesem Jahr durchaus wieder im Trend liegen können. Soweit unsere Einschätzung für die Trends im Uhrenbereich im Jahr 2010. Was Sie daraus machen, bleibt ganz Ihnen überlassen, schließlich muss die anvisierte Uhr hauptsächlich zu Ihrer Persönlichkeit und ihrer individuellen Ausstrahlung passen, und nicht einfach irgendeinem Trend folgen. Wir wünschen viel Spaß beim Uhrenkauf 2010! KommentareNoch kein Kommentar abgegeben. Vielleicht kommt der erste von Ihnen? Kommentieren
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