Uhren Spezial

Ein besseres Timing kann man sich gar nicht wünschen: Am Tag vor der Eröffnung der viel beachteten Uhrenpräsentation Viennatime in der Donaumetropole erhielt ausgerechnet eine österreichische Manufaktur den begehrten "Uhren-Oscar". Wir gehörten zu den ersten, die mit den Preisträgern sprachen.

 

Auch Hobbypiloten fliegen auf Fliegeruhren. Und das ist mitunter ganz wörtlich zu nehmen. Ende Mai starteten am Flugplatz in Trier-Föhren zwölf Ultraleichtpiloten in sechs Maschinen zu ihrer UHRTOUR 2012. Im Formationsflug überquerten sie ganz Deutschland von Aachen bis nach Glashütte. Ihre Ultraleichtmaschinen (UL) dürfen ein maximales Abfluggewicht von 472,5 Kilogramm nicht überschreiten. Einige der Teilnehmer waren mit solchen ULs in den vergangenen Jahren bis nach Istanbul und Teneriffa geflogen.

 

Die Manufaktur Habring² in Österreich präsentierte nun mit dem Doppel 2.0 einen Doppelchronographen der Extraklasse. Richard Habring investierte seine langjährige Erfahrung in diesen neuen Zeitmesser. Immerhin war er früher bei IWC maßgeblich an der Entwicklung dieser Komplikation mit beteiligt. Wir haben uns den Schleppzeigerchronographen "Made in Austria" etwas genauer angeschaut.

 

In wenigen Wochen starten in Worms 10 Ultraleichtpiloten an Bord von 5 Maschinen zu ihrer UHR-TOUR 2012, einem Formationsflug quer durch Deutschland. Auf ihrer Route besuchen sie führende deutsche Hersteller von Fliegeruhren. Sie wollen damit zeigen, dass man nicht unbedingt Kampfjets fliegen muss, um Pilot zu sein, und nicht fünfstellige Summen investieren muss, um eine gute mechanische Uhr zu tragen.

 
Le Chronograpge Replique II

Wer diese Uhr trägt, will nicht nur wissen, wie spät es ist. Er möchte vielmehr den subtilen Charme der Nostalgie spüren, Vergangenheit nicht verklären, sondern erklären. Und zu erzählen gibt es über den Chronographen Replique II des Saarbrücker Uhren-Herstellers Nivrel tatsächlich viel Interessantes. Der Zeitmesser mit seiner unverkennbaren historischen Anmutung hat genau genommen zwei Vorgänger, was auch die korrekte Modellbezeichnung Le Chronographe Replique II erklärt: In den 1940er Jahren hatte das damals noch Schweizer Unternehmen Nivrel einen Handaufzug-Chronographen lanciert, in dem das Uhrwerk Landeron 47 tickte.

 

In der kleinen Stadt Bünde in Ostwestfalen liegt das Atelier von Rainer Nienaber, das heute als Geheimtipp für Liebhaber ungewöhnlicher Zeitanzeigen gilt. Als gelernter Werkzeugmacher lag ihm die Präzisionsfertigung kleinster Teile, sodass er sich nach dem Wehrdienst entschloss, zusätzlich eine Uhrmacherlehre zu absolvieren.

 
Sportlich-markant: die Cimier Baracuda-Familie

Was braucht man, um einer Uhrenmarke, die seit beinahe zwei Jahrzehnten nicht mehr existierte, zu einer Renaissance erster Klasse zu verhelfen? Sicher unternehmerischen Mut, ein schlüssiges Konzept, gute Ideen, detaillierte Marktkenntnisse und jede Menge Selbstvertrauen. Aber damit ist es in der Regel nicht getan. Hinzu kommen muss ein Stück sympathischer Verrücktheit, das passionierte Uhrensammler und Uhrenbauer vereint. All dies war bei Cimier vorhanden.

 
Die Hamburger Uhrmachermeisterin Christine Genesis

So etwas nennt man wohl eine frühe Disposition. Bereits lange vor ihrem 18. Geburtstag entwickelte die gebürtige Rheinländerin Christine Genesis eine starke Affinität zu Uhren aller Art. Oft zog es sie zum Uhrmacher in ihrer Heimatgemeinde, wo sie dem Meister interessiert über die Schulter schaute und sich von der Faszination der Mechanik infizieren ließ. Heute baut sie in ihrem Hamburger Atelier selbst hochwertige mechanische Zeitmesser. Davon konnten sich jüngst die Besucher der Munichtime und der Viennatime überzeugen.

 

Für ein paar Minuten unterbricht der Uhrmacher, der sich eben noch konzentriert einem Zeitmesser aus der Serienproduktion gewidmet hat, seine Arbeit, nimmt die Lupe vom Auge und langt mit sicherem Griff in ein Gefach. Stolz präsentiert er ein Werk der höchsten Uhrmacherkunst: Ein Tourbillon in einem Modell der Schweizer Marke Zeno-Watch Basel. Immer wieder arbeitete er in seiner Freizeit an diesem filigranen Wirbelwind, den einst Altmeister Abraham Louis Breguet entwickelte, um die Ganggenauigkeit von Taschenuhren zu erhöhen.

 

Auf dem Uhrmachertisch liegen Zeitmesser aus den besten Häusern und mit imageträchtigen Signaturen. Rolex, Breitling, sogar die bei Sammlern sehr begehrte TAG Heuer Monaco Steve McQueen. Wenn man sich umdreht, entdeckt man auf einem anderen Tisch mehrere Stutz- und Kommodenuhren. "Nur Standuhren habe ich derzeit nicht in meiner Werkstatt. Aber das kann sich schon kurzfristig ändern".

 
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